
- Das Buch mit seinen vielen Fotos ist sehenswert und zeigt ein Stück berlinischer und deutscher Sozialgeschichte.
Ein dickes Buch, aber es lohnt sich: 150 Jahre Berliner Geschichte zwischen zwei Buchdeckel gebracht. Das ist an sich schon eine tolle Leistung, meint Fernweh.de-Autor Frank Tetzel
Als der Briefträger klingelte, ging ich erst einmal in die Knie. Mehr als vier Kilo Buch auf einmal, das erreicht fast Bibel-Format. War es aber nicht, sondern ein neues Berlin-Buch mit dem Titel „Berlin in Bildern: Eine spektakuläre Reise durch die Geschichte der Stadt". Und in der Tat ist die Reise spektakulär, sind doch die letzten 150 Jahre, die in diesem fast siebenhundert Seiten umfassenden Band dokumentiert sind, nicht nur Berliner, sondern auch deutsche Geschichte. Die „sociale Frage" Mitte des 19. Jahrhunderts, das deutsche Kaiserreich bis 1918, die Weimarer Republik mit Inflation und den Goldenen Zwanzigern bis zur Machergreifung der Braunen Horden sind ebenso erfasst wie das Dritte Reich, die geteilte Stadt und die Öffnung der Mauer sowie die sich daraus ergebende neue Metamorphose Berlins. Vielleicht sind diese Wirren der letzten hundertfünfzig Jahre Staats- und Stadtgeschichte der Grund, warum die deutsche Hauptstadt eines der großen Kraft- und Kulturzentren Europas ist.



