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28.06.16

Ein Seebad in Cuxhaven – das war vor 200 Jahren etwas Besonderes

Festakt anlässlich des Jubiläums im Cuxhavener Schloss Ritzebüttel

200 Jahr Feier Cuxhaven

Festakt im historischen Schloss Ritzebüttel

Cuxhaven - an der Nordsee und Elbmündung gelegen - gibt es 200 Jahre als Seebad. Grund genug, dieses Ereignis zu feiern. Einen offiziellen Festakt fand im Juni 2016 im Cuxhavener Schloss Ritzebüttel statt.

Über die Tourismus-Entwicklung in Cuxhaven freut sich der parteilose Oberbürgermeister Ulrich Getsch. Aber in seiner Begrüßungrede wies er deutlich darauf hin, dass dies kein Grund für Gemütlichkeit sei. „Wir dürfen uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müssen immer wieder nach Erneuerung streben. Dafür muss auch investiert werden“, so Getsch. Beim Kurdirektor Erwin Krewenka bedankte sich Getsch und lobte Krewenkas umfangreiche und erfolgreiche Aktivitäten für den Tourismus in Cuxhaven.

Cuxhavens Oberbürgermeister Ulrich Getsch möchte weiteres Wachstum im Tourismus


Bei Gründung des Seebades Cuxhaven vor 200 Jahren war Urlaub ein Privileg einer kleinen Gesellschaftsschicht. „Heute hat jeder Recht auf Urlaub", so Olaf Lies, Wirtschaftsminister von Niedersachsen und Sozialdemokrat. „Das ist eine Entwicklung, die vor 200 Jahren noch nicht denkbar war". Und Lies betonte, wie wichtig der Tourismus im Nordseeheilbad Cuxhaven für die gesamte Nordseeküste sei: „In keinem anderen niedersächsischen Kurort haben wir mehr Gäste und finden mehr Übernachtungen statt."

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies neben einem Scherenschnitt des Seebad-Vordenkers
Georg Christoph Lichtenberg (rechts im Bild)


Und weil Cuxhaven früher zu Hamburg gehörte, war auch Frank Horch, Wirtschaftssenator von Hamburg, angereist. Er überbrachte Glückwünsche des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und unterstrich die historische aber auch die aktuelle Verbundenheit von Cuxhaven und Hamburg.

Vordenker der Seebad-Gründung war ein berühmter Physiker. Es war der Göttinger Professor Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), der 1793 fragte, warum Deutschland noch kein großes öffentliches Seebad habe. Denn von England schwappte ab Mitte des 18. Jahrhunderts die Idee von der Heilwirkung eines Seewasserbades nach Deutschland.  

Lichtenberg schlug Cuxhaven als möglichen Standort vor. 1794 beschlossen die Mecklenburger, bei Doberan ein Bad anzulegen. In der Folge entstanden an der Nord- und Ostsee die Seebäder, 1816 auch in Cuxhaven.

Einem umtriebigen Beamten, dem Juristen und Amtmann und späteren Bürgermeister von Hamburg, Amandus Abendroth, ist es zu verdanken, dass am 24. Juni 1816 an dem Ort, an dem die Elbe in die Nordsee fließt, das Seebad Cuxhaven gegründet wurde.

Der vielgereiste Senator aus Hamburg, der 1809 auf Schloss Ritzebüttel die Amtsgeschäfte übernahm, hatte die Idee Lichtenbergs, in Deutschland ein großes öffentliches Seebad zu errichten, aufgegriffen und vorangetrieben. Er erkannte die Vorzüge  der schönen Landschaft, der Lage an der Nordsee und am Wattenmeer. Auch das gesunde Klima sah er als perfekte Voraussetzung für ein Seebad an.

Ertay Hayit

Am Ende der Feierlichkeiten: Cuxhavens Top-Hotelier Kristian Kamp mit
Bürgermeisterin Erika Fischer im Garten von Schloss Ritzebüttel





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