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16.11.2011

Ecuador führt neue Regelung für Galápagos-Kreuzfahrten ein

Zugunsten eines „Bewussten Tourismus“: Im Februar 2012 treten neue Regelungen für Kreuzfahrten durch das Archipel in Kraft

Neue Vorgaben zum Schutz der Natur: Blaufußtölpel auf den Galápagos-Inseln

Ab 1. Februar 2012 gelten neue Bestimmungen für die Reiserouten und Frequenzen von Kreuzfahrtschiffen im Insel-Archipel Galápagos in Ecuador. Alle Veranstalter müssen bis dahin die Vorgaben der Behörde zum Schutz der Natur des Galápagos-Nationalparks in ihren Reiseprogrammen berücksichtigen.

Durch die neue Regelung im Nationalpark müssen die Veranstalter für jedes ihrer Schiffe Routenverläufe für den Zeitraum von jeweils zwei Wochen festlegen. Innerhalb dieser Zeit liegt die Mindestdauer aller Tourenverläufe bei drei Nächten/vier Tagen. Mit der Festlegung einer Mindestzeit wird die Anzahl der möglichen Touren innerhalb der zwei Wochen begrenzt. Zudem besagt die neue Regelung, dass große Schiffe innerhalb des halbmonatlichen Intervalls höchstens einmal am gleichen Ort halt machen dürfen, kleine Schiffe bis zu viermal. Davon ausgeschlossen ist die Charles Darwin Station im Ort Puerto Ayora.

Die Länge der Kreuzfahrten wird damit nicht auf vier Tage beschränkt, wie zunächst gemeldet. Veranstalter bieten weiterhin längere Touren an. Durch die Möglichkeit, unterschiedliche Routenverläufe miteinander zu kombinieren, können sich Touristen außerdem beliebig lang auf den Galápagos-Inseln aufhalten – solange das Touristenvisum es zulässt.

Seit 14 Jahren ist die jährliche Besucherzahl von rund 150.000 Urlaubern auf die wenige Inseln konzentriert. Die neue Regelung verfolgt das Ziel, die Besucherströme auf alle Galápagos-Inseln, also auch diejenigen, die vorher weniger angesteuert wurden, umzuverteilen. Weder werden dadurch neue Attraktionen noch neue Inseln des Archipels dem Tourismus zugänglich gemacht. Die neuen Vorgaben der Frequenzen sollen den Benzinverbrauch und somit auch den Schadstoffausstoß der gesamten Schiffsflotte vor Ort reduzieren und die Inseln durch eine gleichmäßigere Verteilung der Besucher entlasten.


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