werbepartner info
Anzeige
Titelbanner
Suche  
Sie sind hier : fernweh.de  / Reise-Berichte / Inseln / Bali
 

Trauminsel Bali: Urlaubs-Paradies zwischen Tradition und Moderne

Wo Sie Südsee-Romantik pur erleben

Grüne Reisterrassen, tropischer Urwald und weite weiße Sandstrände. Bali, das indonesische Insel-Paradies, ist eines der begehrtesten Reiseziele Asiens. Und eines der geheimnisvollsten

Auf der Weltkarte betrachtet ist Bali nur ein Staubkorn. Klein und unscheinbar ist die Insel von der endlosen Masse des Meeres umgeben. Doch der Schein trügt: Nicht ohne Grund ist das Eiland die berühmteste unter den mehr als 13 000 Inseln des indonesischen Archipels. Der Besucher ist fasziniert von den prächtigen religiösen Ritualen, den heiteren Tempelfesten, den prunkvollen Feuerbestattungen oder den geheimnisvollen Trancetänzen. Und auch die Landschaft ist ein grandioses Erlebnis: mit grünen Reisterrassen, dichten tropischen Urwäldern und weißen Traumstränden. Die schönste Zeit für eine Reise auf die Insel ist von Mai bis September: Dann ist die Regenzeit vorbei und die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen angenehmen 28 und 30 °C.

Naturwunder Bali

Mit nur 5600 qkm Fläche ist Bali eine der kleineren Inseln des indonesischen Archipels und liegt zwischen Java und Lombok. Bali befindet sich innerhalb eines Vulkangürtels, der von Südostasien nach Australien verläuft. Im Laufe der Zeit hatte die Insel mehrere Vulkanausbrüche und Erdbeben zu überstehen. Der letzte Vulkanausbruch war der des Gunung Agung im Jahre 1994. Von Osten nach Westen erstreckt sich eine Bergkette über die Insel, deren höchster Gipfel der Gunung Agung (3140 m) ist. Die fruchtbarsten Gebiete Balis liegen im Inselinneren: mit Reisfeldern und terrassenförmigen Sawahs so weit das Auge reicht. Balis Hauptattraktionen sind die zahlreichen herrlichen Strände. Die meisten weißen Sandstrände befinden sich im Süden und Westen der Insel. Im Norden hingegen dominiert schwarzer Sand das Bild, und im Osten sind die Strände mit Kieselsteinen übersät.

Legendärer Sonnenuntergang

Bali ist schon lange nicht mehr der Geheimtip unter den Fernreisenden. Bereits in den 20er und 30er Jahren zog es Künstler und Weltenbummler auf die Insel im Indischen Ozean. In den 60er Jahren kamen dann die Hippies und schwärmten von den legendären Sonnenuntergängen am Kuta Beach. Ihren Spuren folgten zahlreiche Reisende aus Amerika, Australien und Europa. Im Laufe der Zeit hat sich auf der Insel ein breites touristisches Angebot entwickelt. Die kostbarste Zeit des Jahres kann der Bali-Besucher am Strand unter Palmen, beim Surfen oder beim Besuch eines der prächtigen Tempelfeste und Zeremonien verbringen. Die bekanntesten Ferienorte liegen im südlichen Teil von Bali. Dazu zählen vor allem Candi Dasa, Nusa Dua, Kuta und Legian.

Balis Sonnenuntergänge laden zum Träumen ein

Optimal für Surfer

Schon seit Jahrzehnten locken die traumhaften Sandstrände um die Zwillingsorte Kuta und Legian ausländische Besucher an. Besonders die Bedingungen für Surfer sind hier einzigartig. Aber auch Nachtschwärmer kommen voll auf ihre Kosten. In der Hochsaison sind die Straßen laut und verstopft. Nachtlokale und Diskotheken sind bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Kuta und Legian bestehen aus einem Netz von Straßen und Gassen, den sogenannten „Gangs“. Unzählige Hotels, Restaurants, Warungs (kleine Restaurants mit indonesischer Küche), Bars und Geschäfte prägen das Bild der beiden Orte.
Shoppingmöglichkeiten bieten die zahlreichen Läden und Straßenstände. Hier ist alles erhältlich, und es ist üblich zu handeln. Vor allem das Angebot an Silberschmuck, Kleidung und Ledertaschen ist riesig. Ein Tip: das „Art Market“ in Kuta hat ein breites Angebot an Kleidern zu bieten. Seinen Hunger kann man in Kuta und Legian auf unterschiedliche Weise stillen. Ausgezeichnete aber auch verhältnismäßig teure Fischgerichte bietet zum Beispiel das Restaurant „Poppies“ an. Wer typisch indonesische Küche probieren möchte, sollte von Kuta Richtung Legian laufen. Dort sind mehrere Warungs und auch Straßenstände, die kleine Gerichte anbieten. In den Restaurants ist die Speisekarte in der Regel leider recht westlich orientiert.

Die schönsten Hotels 
„Sari Beach Inn“ **, kleines Hotel mit familiärer Atmosphäre, im balinesischen Stil erbaut, direkt am Strand, 3 km von Kuta entfernt; in der Nähe zahlreiche Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, Swimmingpool, Kinderbecken, Wassersportmöglichkeiten am Strand gegen Gebühr. 
„Hotel Bali Padma“ ****, direkt am Strand, viele Restaurants, Bars und Geschäfte in der Nähe, landestypischer Stil, Hauptgebäude und 20 Bungalows, Swimmingpool, Kinderbecken, Sportangebote. 
„Hotel Sol Elite Paradiso“ (Kuta)****, direkt am Strand, viele Restaurants, Einkaufszentrum im Ortskern, Geschäfte sind in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen; Wassersportmöglichkeiten, Sonnenterrasse, Fitnessraum.

Ruhig und idyllisch

Zugegeben: Candi Dasa hat nicht den schönsten Strand. Er ist schmal und deshalb auch ungeeignet für Familien mit Kindern. Aber dennoch ist Candi Dasa ein beliebter Urlaubsort. Die Popularität hat er vor allem seiner idyllischen Lage zu verdanken. Hier geht alles noch ein wenig beschaulicher und ruhiger zu. Das Zentrum des Geschehens konzentriert sich auf die Küstenstraße mit vielen Hotels, Läden und Restaurants. Die meisten Hotels und Bungalows haben eine eigene Terrasse mit direktem Zugang zum Strand. Die Restaurants bieten vor allem verschiedene Fischgerichte, Salate und Gerichte aus der indonesischen und westlichen Küche an. Empfehlenswert ist das „Pondok Bamboo“ mit seinem schönen Meerblick und günstigen Preisen. Am Abend finden hier in der Regel balinesische Tanzvorführungen statt. Wassersportler kommen in Candi Dasa voll auf ihre Kosten. Schnorcheln und Tauchen sind hier beliebte Aktivitäten. Viele Hotels vermieten Ausrüstungen und organisieren Taucherausflüge. Außerdem ist der Ort ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den östlichen Teil von Bali, wo zum Beispiel das sehenswerte Dorf Tenganan liegt. Es ist vor allem wegen seines komplexen und schönen Tuches bekannt, das traditionell hier gewebt wird. Übersetzt bedeutet Candi Dasa „zehn Tempel“, von denen allerdings nur noch zwei in der Nähe der Lagune erhalten geblieben sind. Heute noch beten im Tempel des Gottes Hariti kinderlose Ehepaare um Nachwuchs.

Die schönsten Hotels 
Pondok Bamboo Cottages“ *, Restaurant, direkt am Strand, Übernachtung und Frühstück, meistens Bungalows mit Doppelzimmer. 
„Candi Beach Cottage“ ***, 1,5 km außerhalb von Candi Dasa. Direkt am Meer, Bungalows oder Haupthaus, Swimmingpool, Whirlpool, Kinderbecken, offenes Restaurant, Poolbar, Schnuppertauchen. 
„Amanikla“ *****, in Manggis bei Candi Dasa, insgesamt 35 Bungalows auf einem Hügel mit Aussicht auf das Meer, Swimmingpools, Poolbar, diverse Sportmöglichkeiten, Bibliothek.

Prachtvolle Opfergaben werden von den Frauen zum Tempel gebracht

Prunkstück

Nusa Dua liegt im Osten der Halbinsel Bukit Badung. In erster Linie ist dieser Badeort bekannt für seinen 3,5 km langen schönen Strand und die luxuriösen Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. Deshalb gilt er auch als das Prunkstück der Insel. Besonders schön ist die Fülle an tropischen Pflanzen, die den Ort in ein Naturparadies verwandeln. Wie im Paradies fühlen sich hier auch die Wassersportfans. In der Regel vermieten Hotels oder private Sportanbieter diverse Ausrüstungen und organisieren Wassersportaktivitäten. Dazu gehören vor allem Tauchen, Schnorcheln, Jetski, Wasserski und Parasailing. Darüber hinaus findet man auch Golf- und Tennisplätze. Gut essen kann man an der Strandseite Jl. Pratama, wo sich einige große und luxuriöse Restaurants befinden. Im Süden und Norden haben sich zahlreiche Warungs und einfache Restaurants angesiedelt. Günstig kann man auch im Ortskern im großen Einkaufszentrum „Gallaria“ essen. Jedes Jahr im April findet hier das Nusa Dua Festival statt, bei der traditionelle Kunst, und Handwerk aus ganz Indonesien gezeigt werden. Weniger schön hingegen ist die Tatsache, dass Schmuck aus Schildpatt angeboten wird. Hierfür werden Tausende von Meeresschildkröten grausam abgeschlachtet.

Die schönsten Hotels 
 „Hotel Bali Tropik“ ***, direkt am Sandstrand, Bungalows, Swimmingpool, Poolbar, Sport & Unterhaltung, Kinder-Club.
„Hotel Putri Bali“ ****, direkt am Strand von Nusa Dua, vor allem Bungalows, Swimmingpool, Sportmöglichkeiten, sogar ein Meeresfrüchte-Restaurant.
„Melia Bali Villas & Spa Resort“ *****, direkt am Strand von Nusa Dua, Swimmingpool, Sportangebote, auf Wunsch sogar eine Villa buchbar.

Grün so weit das Auge reicht: Reisterrassen begeistern jeden Besucher

Der heiligste aller Tempel

Eines der beeindruckendsten Erlebnisse für einen Besucher auf Bali ist die Zeremonie der Opfergabe, die auf der Insel überall zu erleben ist: im Haus, an einem Straßenschrein, in Tempeln und Gemeindezentren. Den Göttern und auch bösen Geistern werden Opfergaben dargebracht. Sinn dieser Gabe ist es, die Harmonie zwischen den guten und schlechten Kräften auf dieser Welt wiederherzustellen. Die Frauen verbringen täglich Stunden damit, prächtige Opfergaben zu kreieren. Die kunstvollsten Opfergaben werden zum größten und heiligsten Tempel Besakih gebracht. Der sogenannte Muttertempel liegt etwa 35 km von Candi Dasa entfernt und existiert schon seit dem 11. Jahrhundert. Diese heilige Stätte umfasst 22 Tempel und sieben Terrassen. Besakih ist der Mittelpunkt religiöser Festlichkeiten auf Bali. Fast jeden Tag finden in einem der zahlreichen Tempel Festivals statt. Das wichtigste Fest ist Galungan, das den Sieg des Guten (Dharma) über das Böse (Adharma) symbolisiert. An diesem Tag wird an jedem Hauseingang ein reich dekorierter Bambuspfahl (Pejor) aufgestellt. Ruhiger geht es beim Nyepi-Fest zu, dem balinesischen Neujahrstag, auch Icanka-Neujahr genannt. An diesem Tag leben die Menschen enthaltsam: Jede Aktivität, Arbeit, Verkehr, Licht, Feuer und Sex sind verpönt, damit man gereingt ins neue Jahr startet. Am Tag vor dem Nyepi sollen bei den zahlreichen religiösen Zeremonien böse Geister vertrieben werden.

Schlangen als Tempelwächter

Neben dem Besakih-Tempel ist der aus dem 16. Jh. stammende Meerestempel Tanah Lot einen Besuch wert. Dieser liegt südlich von Tabanan und 30 km von Denpasar entfernt auf einem Felsen im Meer. Bei Niedrigwasser kann man problemlos um den Felsen herumgehen. Im Laufe der Zeit hat der Fels durch Erosion eine seltsame Form erhalten. In den Mauern der Unterwasserhöhlen leben die Tempelwächter: die Seeschlangen. Sie gelten als heilig. Nicht ohne Grund wird in Reisebroschüren der spektakuläre Sonnenuntergang gerühmt: Er ist wirklich traumhaft schön. Wer dem großen Rummel entgehen möchte, sollte den Tempel sehr früh am Morgen besuchen.

 

Kinder stehen auf Bali fast immer im Mittelpunkt

 

Alle Angaben wurden von Hayit Medien und Fernweh.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Text und Fotos: Süheyla Akcay, (c) Alle Rechte vorbehalten

 

 

Insel des Hinduismus

Im Gegensatz zur muslimischen Mehrheit Indonesiens bekennen sich 95 Prozent der Balinesen zum Hinduismus. Die übrigen 5 Prozent sind Buddhisten, Moslems oder Christen. Der balinesische Hinduismus hat sich jedoch zu einer eigenständigen und unverwechselbaren Variante entwickelt. Die Balinesen glauben an die Beseeltheit der Natur und die Vergöttlichung der Ahnen. Auf Bali wird der Alltag stärker von der Religion geprägt als auf anderen indonesischen Inseln. Sie sehen das Leben als einen dauernden Kampf zwischen guten und bösen Mächten an, deren Vertreter Götter und Dämonen sind. Mit Opfergaben versucht man diese freundlich zu stimmen. Die vielen Rituale, die täglichen Tempelzeremonien, Opferriten, Prozessionen und Tempeltänze stehen alle im Zeichen des Kontaktes mit den Göttern. Auch die bösen Mächte, die Dämonen spielen eine große Rolle: Die Bevölkerung versucht ihren Einfluss mit Opfergaben zu mindern oder ganz aus ihrem Leben zu verbannen.

Weitere Indonesien-Infos auf fernweh.de

Allgemeine Bali-Infos

Einen Kommentar schreiben


- - - - - -