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Designmetropole Berlin

1 zu 1 Blume

Von Frank Tetzel

Berlin gehört seit 2006 zu den „Creative Cities“, einem globalen Netzwerk der UNESCO, zu denen unter anderem auch Shanghai oder Buenos Aires gehören. Googelt man die Stichworte „Design“ und „Berlin“, so kommt man auf 89.100.000 Treffer. Anlass genug für Fernweh-Autor Frank Tetzel, die Berliner Designszene etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Liegt  es nun an meinem Beruf, also der Tatsache, dass ich irgendetwas mit Medien zu tun habe? Oder liegt es an diesem stetig unfertigen, diesem immerwährenden Neuerfinden unserer Stadt, das Berlin zu einem Magneten für jede Art von Kulturschaffenden, Medienleuten und Designern macht? Denn wenn man heute auf eine der vielen täglich stattfindenden Partys oder Veranstaltungen in der Stadt geht, die anlässlich einer Ausstellungseröffnung, Podiumsdiskussion eines Verbandes oder eines Unternehmens stattfinden, so trifft man garantiert auf Menschen, die an einem Design-, Mode-, Medien- oder sonstwie gearteten „Projekt“ arbeiten. Schließlich sind alle Kulturschaffenden auf Networking angewiesen.

1 zu 3 Naht

Optimale Bedingungen
Die Voraussetzungen für diese nicht immer lukrative Arbeit sind in Berlin geradezu ideal. Niedrige Mieten für Ateliers, Ladenwohnungen und Gewerberäume und verhältnismäßig geringe Lebenshaltungskosten machen auch künstlerisches und kreatives Arbeiten möglich. Die Mutter meiner Freundin, die in den sechziger Jahren mit dem inzwischen sehr angesehenen Walter Stöhrer zusammenlebte, sagte neulich zu mir: „Berlin ist wohl die beste deutsche Stadt, um arm zu sein.“

 

Kreatives Potential
In diesem Milieu bildet sich diese Melange aus Kreativität und Experimentierfreudigkeit, ähnlich wie in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Zudem musste sich Berlin nach dem Fall der Mauer gezwungenermaßen neu erfinden. Für Architektur und Kunst boten und bieten sich vielfältige neue Möglichkeiten. Und genau das zieht Kreative magnetisch in diese Stadt. Das schöpferische Potential der Stadt scheint sich auszuzahlen. Inzwischen spricht Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolff über die Kreativwirtschaft und deren Potentiale für die Hauptstadt. Vor dem Hintergrund, dass in Berlin kaum noch produzierende Industrien angesiedelt sind, fällt diesem Sektor erhebliches Gewicht zu. 10.400 fest Beschäftigte und noch einmal etwa 13.000 freischaffende Grafik-, Mode- und Industriedesigner, Texter, Konzeptioner, Fotografen arbeiten in diesem Bereich. Zusammen genommen erwirtschaften sie einen Umsatz von etwa 1,4 Milliarden Euro in 6.300 Unternehmen.

Serviettenring

Treffpunkt für Kreative
Und natürlich treffen sich Kreative aus der ganzen Welt in der Stadt um sich auszutauschen, wie beim „Designmai“, der„Typo Berlin“ oder der Popkomm. Wenn auch die Modeausstellung „Bread and Butter“ jüngst nach Barcelona abgezogen ist, haben die Macher schon angekündigt, in Berlin eine neue Show aufzuziehen. Inzwischen ist man auch in Übersee auf die Berliner Designszene aufmerksam geworden. So findet man ab Mai 2007 Produkte der Berliner Kreativen im Shop des Museum of Modern Art (MoMA) in New York.

Und natürlich gibt es viele Orte, an denen man sich in Berlin über Design informieren kann. Dazu gehören neben Museen natürlich auch eine ganze Reihe von Designläden und Geschäften. Vor allem in den Bezirken Friedrichshain und Prenzlauer Berg, in Mitte und in Kreuzberg haben sich die jungen Kreativen niedergelassen. Ob Mode- oder Lichtdesign, Keramik, Taschen, Möbel, Papierhefte, Lederwaren oder Strickdesign aus Merinowolle – es gibt nichts, was es nicht gibt in der Berliner Designszene. Herauszuheben ist in diesem Zusammenhang der „Berlinomat“. Er ist die wichtigste Anlaufstelle für Berliner Design. Auf über 500 Quadratmetern findet man die Produkte von Mode, Möbel, Schmuck und Produktdesign, gestaltet von etwa 150 Berliner Designern. Im „Young Stars“ Showroom präsentieren Absolventen der sieben Berliner Modeschulen ihre Entwürfe, um die Markttauglichkeit überprüfen zu können. Natürlich gibt es ein entsprechendes Lounge-Café, das in den „Berlinomat“ integriert ist.

 

Berlinomat
Frankfurter Allee 89
10247 Berlin
Tel: 030-42081445
Fax: 030-49853224
www.berlinomat.com

Öffnungszeiten:
Montags bis freitags 11-20 Uhr
Samstags 10-18 Uhr

Anfahrt:
mit der U 5 bis „Frankfurter Allee“
mit den S-Bahnen bis „Frankfurter Allee“

 

Teelichter
Form follows Function. Die Arbeiten der Designerin Eva Niemand bestechen durch Klarheit.©http://www.eva-niemand.de

Weitere wichtige Adressen:

Bauhaus Archiv Berlin
Sammlung und Dokumentation zu Architektur, Kunst, Design, Fotografie und Unterricht des Bauhauses (1919-1933) und seiner Nachfolgeinstitutionen (New Bauhaus, HfG Ulm u. a.).
Das Bauhaus steht für die Synthese von Kunst und Technik, für funktionale Ästhetik und richtungweisende Unterrichtsmethoden. Berühmte Künstler und Architekten haben dort gelehrt: Walter Gropius, Mies van der Rohe, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer. Aus allen Werkbereichen sind Objekte zu sehen: Architektur, Möbel, Keramik, Metall, Weberei, Fotografie, Reklame.

Bauhaus Archiv Berlin
Klingelhöfer Str. 14
10785 Berlin
Tel: 030-2540020
Fax: 030-25400210
www.bauhaus.de
bauhaus@bauhaus.de

Öffnungszeiten:
Mittwochs bis montags 10-17 Uhr
Dienstags außer an Feiertagen geschlossen

Anfahrt:
mit den U-Bahnen U 2 und U1 bis „Nollendorfplatz“
mit den Bussen 100, M29, 187 und 106 bis „Lützowplatz“

Eintritt:
Samstag, Sonntag und Montag 7 Euro, ermäßigt 4 Euro
Mittwoch, Donnerstag und Freitag 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
Gruppenermäßigung ab 10 Personen 4 Euro, bzw. 3 Euro inklusive eines Audioguides (10 Euro Pfand) durch die ständige Sammlung „Das Bauhaus 1919-1933".
Angemeldete Schulklassen bis maximal 25 Personen haben freien Eintritt.
Anmeldung für Führungen und Schulklassen bitte bei Frau Bärbel Mees: b.mees@bauhaus.de oder telefonisch unter 030-25400243


Bröhan Museum
Das Bröhan Museum ist ein international ausgerichtetes Spezial- und Epochenmuseum für Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus (1889-1939). Die Bestände gliedern sich in zwei Hauptgebiete: Kunsthandwerk und Bildende Kunst.

Bröhan Museum
Schloßstraße 1a
14059 Berlin
Tel: 030-32690600
Fax: 030-32690626
www.broehan-museum.de
info@broehan-museum.de

Öffnungszeiten:
Dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen von 10-18 Uhr
(24. und 31.12. geschlossen, 01.01. von 12-18 Uhr geöffnet)

Anfahrt:
mit den Bussen 109, 309, M45 bis Haltestelle „Schloss Charlottenburg“
mit der U 6 bis „Richard-Wagner-Platz“ und der U 2 „Sophie-Charlotte-Platz“

Eintritt:
Erwachsene zahlen 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.
Kinder bis 12 Jahre sowie angemeldete Schulklassen haben freien Eintritt.


Deutsches Technikmuseum Berlin (DTMB)
Kulturgeschichte der Technik: Ausstellungen zu Schiff- und Luftfahrt, Schienenverkehr, Nachrichten- und Textiltechnik, Oldtimer Depot, Brauerei, Mühlen. Neu eröffnet ist die Abteilung Schmuckproduktion. Die Eintrittskarten gelten am selben Tag für das DTMB, SPECTRUM und Oldtimer-Depot.

Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Straße 9
10963 Berlin
Tel: 030-902540
Fax: 030-90254175
www.dtmb.de
info@dtmb.de

Öffnungszeiten von DTMB und SPECTRUM:
Dienstags bis freitags 9-17.30 Uhr
Samstags, sonntags und feiertags 10-18 Uhr
Montags geschlossen

Eintritt:
Erwachsene zahlen 4,50 Euro, ermäßigter Preis und für Kinder 2,50 Euro.
Gruppenpreis (ab 10 Personen) 3 Euro pro Person, ermäßigt 1,50 Euro
Familienpass (erhältlich im Museumsshop) 6 Euro

Anfahrt:
mit den U-Bahnen U 1 und U 7 bis „Möckernbrücke“ oder mit U 1 oder U 2 bis „Gleisdreieck“
mit den S-Bahnen S1 , S2 und S 25 bis zum Bahnhof
 

Filmmuseum Berlin
Das Filmmuseum stellt die Geschichte des Films dar: Kino der Pioniere, Stummfilm-Diven, Filme der Weimarer Republik, Filme im Nationalsozialismus, Exil in Hollywood, Nachkriegsfilm, Gegenwartskino, im Zentrum: Marlene Dietrich.

Filmmuseum Berlin
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
Tel: 030-3009030  
Fax: 030-30090313
www.filmmuseum-berlin.de
info@filmmuseum-berlin.de

Öffnungszeiten:
Dienstags bis sonntags 10-18 Uhr
Donnerstags 10-20 Uhr
Montags geschlossen (außer an Feiertagen)
 
Eintritt:
Erwachsene zahlen 6 Euro, ermäßigter Preis sowie Welcome-Card, Scheckheft und Gruppen ab 10 Personen 4,50 Euro.
Für Schüler 3 Euro
Das normale Familienticket (2 Erwachsene mit Kindern) kostet 12 Euro, das kleine Familienticket (1 Erwachsener mit Kindern) 6 Euro.
Führungen finden in den ständigen Ausstellungen samstags um 16 Uhr und sonntags um 14 Uhr statt (außer im Juli und August) und kosten 7,50 Euro pro Person inklusive Eintritt.

Anfahrt:
mit der U-Bahn U 2 bis „Potsdamer Platz“
mit den S-Bahnen S 1, S 2 und S 25 ebenfalls bis „Potsdamer Platz“
mit den Bussen 148, 200 und M 41 bis „Potsdamer Platz“ oder „Varian-Fry-Straße“

Parkmöglichkeiten:
Tiefgarage des Sony Center (Einfahrten Ben-Gurion-Straße und Bellevuestraße)
Tiefgarage der Potsdamer Platz Arkaden (Einfahrt Reichpietsch-Ufer)
Parkhaus am Schöneberger Ufer
Parkplatz an der Philharmonie
 

Helmut Newton Stiftung
Seit 2004 zeigt die Helmut Newton Stiftung in wechselnden Ausstellungen die unterschiedlichen Aspekte des fotografischen Werkes des Berliner Fotokünstlers.

Helmut Newton Stiftung
Jebenstraße 2
10623 Berlin
Tel: 030-31864856 
Fax: 030-31864855
www.helmut-newton-stiftung.org
info@helmut-newton-stiftung.org

Öffnungszeiten:
Dienstags bis sonntags 10-18 Uhr
Donnerstags 10-22 Uhr

Führungen:
jeden Sonntag um 14 Uhr und 16 Uhr
Anmeldung unter Tel: 030-2663666, Fax: 030-2663670

Eintritt:
6 Euro, ermäßigt 3 Euro
Donnerstags ab 18 Uhr freier Eintritt

Anfahrt:
Mit diversen Buslinien, S-Bahnen und den U-Bahnen U 2 und U 9 bis Bahnhof „ZoologischerGarten“ Ausgang Richtung Jebenstraße


Historisches Leuchtenmuseum Semperlux
Berlin hat weltweit eine Führungsrolle bei der Entwicklung von Leuchten. 1882 errichtete Berlin die erste dauerhafte elektrische Straßenbeleuchtung. Der geschichtlichen Entwicklung der elektrischen Beleuchtung widmet Semperlux eine Ausstellung: Dem interessierten Besucher wird eine Vielzahl von historischen Originalleuchten aus der Zeit von 1850-1914 gezeigt sowie die klassischen Leuchtenrepliken von Semperlux vorgestellt.

Historisches Leuchtenmuseum Semperlux
Motzener Straße 34
12277 Berlin
Tel: 030-720010
Fax: 030-72001100
www.selux.de
info@selux.de

Der Eintritt ist frei. Bitte vorher anmelden.

Anfahrt:
Mit der S 2 oder dem Bus 175 bis „Schichauweg“
 

Kunstgewerbemuseum – Kulturforum Berlin
Das Kunstgewerbemuseum ist das älteste seiner Art in Deutschland. Es besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen von europäischem Kunsthandwerk. In der „Neuen Sammlung" Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts wird die Ausstellung durch vorbildliche Industrieprodukte ergänzt, die heute den Lebensstil stärker beeinflussen als handwerkliche Einzelstücke.

Kunstgewerbemuseum – Kulturforum Berlin
Tiergartenstr. 6
10785 Berlin
Tel: 030-2662902
Fax: 030-2662947
www.smb.spk-berlin.de
www.kunstgewerbemuseum-berlin.de
kgm@smb.spk-berlin.de

Öffnungszeiten:
Dienstags bis freitags 10-18 Uhr
Samstags und sonntags 11-18 Uhr
Montags geschlossen

Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 4 Euro

Anfahrt :
Mit der U-Bahn U2 bis „Potsdamer Platz“
Mit den S-Bahnen S 1, S 2 und S 25 bis „Potsdamer Platz“
Mit dem Bus M 29 bis „Potsdamer Brücke“, mit dem Bus M 41 bis „Varian-Frey-Straße“; dem Bus M 48 bis „Kulturforum“ und den Bussen 200 und 347 bis zur Haltestelle „Philharmonie“


Museum der Dinge – Werkbundarchiv
Hier wird ein bedeutender Teil der umfangreichen, bisher verborgenen Sammlungen zur Design- und Alltagskultur des 20. Jahrhunderts in Form eines begehbaren Magazins der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Museum der Dinge – Werkbundarchiv
Oranienstraße 25
10999 Berlin
Tel: 030 - 921 063 11
Fax: 030 - 921 063 12
www.museumderdinge.de
www.werkbundarchiv-berlin.de
info@museumderdinge.de

Öffnungszeiten:
Museum: Freitag bis Montag 12 - 19 Uhr
Das Archiv und die Bibliothek stehen für private und wissenschaftliche Recherchen nach Voranmeldung zur Verfügung. Die Bürozeiten sind montags bis donnerstags von 9-14 Uhr.

Anfahrt:
Mit den U-Bahnen U 1, und U 8 bis „Kottbusser Tor“
Mit den Bussen M 29 und 140 bis „Adalbertstr./Oranienstr.“


Museum für Kommunikation
Das Museum für Kommunikation Berlin ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Unterhaltung. Zahlreiche interaktive Stationen führen in zentrale Fragen der Kommunikationsgeschichte ein. In seiner Schatzkammer präsentiert das Museum kostbare Exponate, allen voran die Blaue Mauritius.

Museum für Kommunikation
Leipziger Straße 16
10117 Berlin
Tel: 030-20294100
Fax: 030-20294119
www.museumsstiftung.de/berlin
www.curtiz-museumsshop.de
j.kallinich@mspt.de

Öffnungszeiten:
Dienstags bis freitags 9-17 Uhr
Samstags und sonntags/feiertags 11-19 Uhr

Eintritt:
3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sowie betreute Schulklassen allgemein bildender Schulen. Ermäßigter Eintritt für Jugendliche ab 16 Jahren, für Teilnehmer an Führungen, Schüler, Studierende, Auszubildende und Gruppen ohne Führung ab 15 Personen.
Führungen bitte buchen unter Tel.: 030-20294204.


Sammlung Industrielle Gestaltung
Ostdeutsches Produkt-, Verpackungs- und Werkdesign, Textilien und Bekleidung. Entwürfe, Modelle und Produkte sind zu sehen in den Ausstellungsräumen auf dem Areal der Kulturbrauerei, Prenzlauer Berg. Spezialisierung: Sowjetische Besatzungszone und DDR. Zurzeit wird die Sammlung umstrukturiert. Deshalb ist sie vorübergehend geschlossen.

Sammlung Industrielle Gestaltung
Knaackstr. 97
10435 Berlin
Tel: 030-44317868
Fax: 030-44317869
www.kulturbrauerei-berlin.de
info@kulturbrauerei.de


Wichtige Internetadressen:
www.berlindesign.net: Zusammenschluss von Berliner Designern
www.designmai.de: jährliches Designfestival in Berlin
www.formfenster.de: Informationsdienst zu den gestaltenden Branchen- & Kulturbereichen in Berlin
www.idz.de: Internationales Designzentrum
www.designspotter.com: Plattform für Publikationen junger Designer
www.design-store.de: Designklassiker
www.mediadesign.de: Hochschule für Mediendesign in Berlin
www.agd.de: Designerallianz
www.bdg.de: Bund Deutscher Grafiker
www.red-dot.de: Designpreis
www.home-mag.com: Designzeitschrift
www.berlinomat.com: Shop für Berliner Design

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