Dort, wo sich Avenida Insurgentes und Paseo de La Reforma etwa in Höhe der Zona Rosa kreuzen, beginnt die Insurgentes Sur; also der Südteil dieser extrem langen Straße. Folgt man ihr Richtung Süden, gelangt man nach Coyacán, was übersetzt Kojotenstadt bedeutet. Coyacán versprüht eher den Charme der typischen Kolonialstädte in der Nähe der Hauptstadt, als den Eindruck zu erwecken, Teil von Mexiko-Stadt zu sein. Dies liegt daran, dass Coyacán – wie so viele der südlichen Viertel der Stadt – einst ein eigenständiger Ort war, der im Laufe der Zeit von der Hauptstadt verschluckt wurde. Weit entfernt vom hektischen Trubel des Zentrums ist Coyacán heutzutage Treffpunkt von Intellektuellen, Studenten und nicht zuletzt vielen Hippies. In dem Tourismus-Büro direkt an der Plaza Hidalgo gibt es kostenlose Übersichtskarten mit allen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Museen in den ehemaligen Häusern der Malerin Frida Kahlo oder dem russischen Revolutionär Leo Trotzki. Die entspannte Atmosphäre des Viertels lässt sich sehr schön bei einem Kaffee auf einem der Plätze des Ortes genießen. Man merkt schnell, dass die Mentalität der Einheimischen hier deutlich offener ist, als einige Kilometer nördlich im pulsierenden Zentrum der Stadt. Hier freut man sich noch über kulturinteressierte Touristen und begegnet ihnen mit Aufgeschlossenheit. Wer der spanischen Sprache mächtig ist, wird schon mal gerne in ein kleines Schwätzchen verwickelt.


