Von Frank Tetzel
In einer abgelegenen Zehlendorfer Villa wird seit über sechzig Jahren zeitgenössische Kunst gezeigt. Hier nahm der Weltruhm vieler bekannter Künstler seinen Anfang.
Der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, versteht nicht nur etwas von Politik, sondern auch von Kunst – sagt er jedenfalls. Und trotz massiver Kassenprobleme will die Berliner Landesregierung bis zum Jahr 2011 eine neue Kunsthalle für zeitgenössische Kunst bauen. Zunächst wird in der Hauptstadt jedoch über eine vorübergehende Lösung auf dem prominenten Schlossplatz nachgedacht, der den Abschluss der Straße Unter den Linden bildet. Flugs wurde die „White Cube Berlin GmbH“ gegründet, die einen Bauentwurf des Wiener Architekten Adolf Krischanitz zur Debatte stellt: eine schlichte Kiste, deren äußere Membran immer neu gestaltet werden kann. Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht schon einen zweiten Vorschlag gäbe, den das Kunstmagazin „Monopol“ initiiert hat. Dieser Entwurf wird „Die Wolke“ genannt. Wie die Diskussion ausgeht, und ob und wie überhaupt gebaut wird, ist noch offen. Zweifelsohne: Berlin zieht eine Menge junge Künstler an. Schmerzlich werde jedoch ein Raum vermisst, so meint der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz, in dem diese junge Kunst auch einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden könne.



