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Kastilien und León – Das Land der Burgen und Berglandschaften

Die Kathedrale von Burgos<br>(Foto: Judy Muhawi)

Eine geschichtsträchtige Region voller Schönheit und Tradition

Sonne, Strand und Meer sind die geläufigsten Beweggründe für eine Spanienreise; doch auch ein Urlaub im Landesinneren hat einiges zu bieten

Castillia y León oder Kastilien und León, wie es auf Deutsch heißt, besitzt eindrucksvolle Berglandschaften, unzählige Kathedralen, Klöster und Burgen. Kilometer um Kilometer erstreckt sich in dieser Region eine einsame Hügellandschaft unter weitem Himmel, unterbrochen von einzelnen Bergen, schmalen Flüssen und wenigen abgelegenen Dörfern. Die Region ist stark durch diese Höhenlagen geprägt, die häufig 900 Meter und mehr betragen.

Das Gebiet im Norden Spaniens setzt sich zusammen aus den neun Provinzen Ávila, Burgos, León, Segovia, Soria, Valladolid, Palencia, Salamanca und Zamora. Mit ihren vielen Denkmälern zeugen diese Städte von einer reichen Vergangenheit.

Valladolid: alt und traditionsträchtig

Die Hauptstadt der spanisch-autonomen Region Kastilien und León ist Valladolid, die am Fluss Pisguera gelegen ist und gut dreihunderttausend Einwohner hat. Umgangssprachlich wird Valladolid auch Pucela genannt. Die Stadt ist sehr alt und besitzt viele kleine verwinkelte Straßen mit charmanten Geschäften, die zum einen mit farbenfrohen Kleidern und Accessoires locken oder traditionelle Erzeugnisse der Region anbieten. Eine der ältesten Universitäten in Europa ist ebenfalls in Valladolid beheimatet. Als Gründungsdatum gilt das Jahr 1346. Ein absolutes Muss für jede Besichtigungstour ist ein Rundgang über das Gelände dieser alten Universität. Ihre barocke Fassade zeigt Figuren von Wissenschaftlern und Königen, welche die Patrone der Lehranstalt waren.

Die barocke Fassade der Universität von Valladolid (Foto: turismocastillayleon)

In der Nähe der Universität liegt auch das Colegio de San Gregorio, ein schönes Beispiel der Gotik. Das Äußere ist durch die wappenverzierte Fassade geschmückt, im Inneren befindet sich ein zweigeschossiger Hof mit einer kunstvoll ausgearbeiteten Galerie.

Die platereske Schaufassade des Colegio San Gregorio in Valladolid<br>(Foto: Judy Muhawi)

Nicht weit davon entfernt trifft man auf den Plaza Mayor. Der imposante Platz gilt als Vorbild der gleichnamigen Plätze in Madrid und der restlichen spanischsprachigen Welt. In der näheren Umgebung des Platzes befinden sich mehrere bemerkenswerte Kirchen, darunter Vera Cruz mit einer Herrera-Fassade oder die gotische Kirche Santiago aus dem 15. Jahrhundert.

Valladolid ist außerdem dafür bekannt, dass hier Christoph Columbus 1506 verstarb. Auf dem Plaza de Colón steht ihm zu Ehren ein Denkmal. Von hier aus gelangt man schnell in die Calle del Rosario zum berühmten Casa de Cervantes, in dem Miguel de Cervantes Saavedra, der Autor von „Don Quijote“ zwischen 1603 und 1606 lebte.

Das große internationale Filmfestival der Stadt, die Semana Internacional de Cine de Valladolid, fand erstmals 1956 statt und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.

Viele Einheimische nutzen den kleinen, künstlich geschaffenen Strand am Rande der Stadt, um sich in der Siesta zu erholen oder ein wenig zu schwimmen. Hier finden sich vereinzelt wunderschöne, teils unberührte Seelandschaften, die viel Platz für Ruhe und Entspannung bieten. Es sind darüber hinaus die Gebirgsketten, die den Reiz dieser Gegend ausmachen, mit schneebedeckten Gipfeln und üppigen Baumgruppen in mittleren Höhenlagen, die die Flüsse säumen. Das Klima ist mit langen, strengen Wintern und gemäßigten Temperaturen in der Sommerzeit sehr kontrastreich.

Viel Platz für Ruhe und Entspannung (Foto: Judy Muhawi)

Wer sich in das Nachtleben der lebendigen Stadt stürzen möchte, sollte sich in die Straßen Santa María la Antigua und Platerías und besonders zur Plaza de Cantarranillas begeben. Hier befindet sich eine Vielzahl von Bars, Restaurants und Diskotheken, in denen bis in die tiefe Nacht gefeiert wird. In den meisten Bars ist es üblich, zum Bier kleine Tapas zu reichen. So kann man für weniger als 2 Euro nicht nur seinen Durst, sondern auch seinen Hunger stillen.
Besucher solcher Bars sollten sich jedoch nicht irritieren lassen, wenn Einheimische ihren Abfall scheinbar achtlos auf den Boden werfen. Dies ist vom Personal durchaus gewünscht und wird wenige Minuten später entfernt. Seinen Abfall dagegen auf den Tresen zu legen, wird als unhöflich erachtet.

Märchenhaftes Segovia

Segovia - 90 Kilometer von Madrid entfernt - ist tiefstes Kastilien. Die Stadt ist voller Denkmäler, Kirchen, Herrenhäuser und charmanter Plätze. Große Teile der Altstadt sind Fußgängerzonen, in denen es sich herrlich bummeln lässt. Oder man genießt hier in einem der vielen Lokalitäten die traditionelle baskische Küche. Das Stadtbild ist geprägt von verwinkelten Gassen mit detailverliebten Geschäften und urigen Restaurants. Dort ist es wie überall in Spanien möglich, bei einem Glas Tinto ein Schwätzchen zu halten.

Das Wahrzeichen der Stadt ist das imposante Aquädukt, eines der bedeutendsten Bauten dieser Art aus der Römerzeit. Es ragt hoch über der Plaza del Azoguejo in der attraktiven Stadt auf. Mit Hilfe dieses Aquädukts sollte das Wasser des Flusses Acebeda bis zur Stadt transportiert werden. Etwas beängstigend ist die Vorstellung, dass die 20.400 Steinblöcke mit keinerlei Mörtel zusammengefügt sind und trotzdem ein perfektes statisches Gleichgewicht bilden.
Seit 1985 gehört Segovia und damit auch das Aquädukt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Aquädukt von Segovia (Foto: Judy Muhawi)

Das Conchinillo segoviano, das Ferkel aus dem Backofen, ist eine Spezialität der Stadt. Direkt gegenüber dem Aquädukt befindet sich das Restaurant Mesón Cándido. Dort kann man nach altem Brauch Spanferkel essen, das vom Besitzer während einer Zeremonie nur mit Hilfe eines Tellers vor den Augen der Gäste zerteilt wird. Die typische Nachspeise, die Ponche segoviana aus Pudding, Ei und Marzipan, verfeinert den Eindruck, den diese bodenständige Küche hinterlässt.

Spanferkel nach altem Brauch (Foto: Judy Muhawi)

Bei einem Spaziergang auf den Landstraßen außerhalb der Stadt genießt man immer wieder den ein oder anderen Blick auf die Kathedrale von Segovia und die Burg Alcázar. Der Alcázar von Segovia wirkt mit seinen markanten Türmchen und schrägen Dächern wie ein Märchenschloss und soll sogar einst Walt Disney bei seinen Zeichnungen zum Dornröschenschloss beeinflusst haben. Der Alcázar entstand im 14. und 15. Jahrhundert als Residenz der Könige; der heutige Bau ist jedoch größtenteils eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1862, da die Originalburg abbrannte. Die Räumlichkeiten sind mit viel Gold, antiken Möbeln und alten Gemälden bestückt und lohnen auf jeden Fall einen Besuch. Auch der Blick von hier ist atemberaubend, vor allem, wenn man die 141 Stufen auf den Turm hinaufsteigt.

Der Alcázar ist eine märchenhafte Palastfestung (Foto: turismocastillayleon)

Im April kann in Segovia durchaus noch Schnee liegen, die Sommermonate sind dafür dann aber umso heißer.

Segovia ist idyllisch, aber dennoch vital, hat Stil und ist gemütlich – und somit sicher eines der Topziele, wenn man Kastilien und León erkunden will.

Universitätsstadt Salamanca

Nordwestlich von Madrid am Río Tormes liegt Salamanca, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Stadt war vom frühen 13. Jahrhundert an Sitz einer der angesehensten Universitäten der damaligen Welt, deren Ruhm im „Siglo de Oro“ (die glanzvolle Epoche im 16. und 17. Jahrhundert) seinen Höhepunkt erreichte und noch heute nachwirkt. Salamanca wurde aufgrund seines Reichtums historischer Bauwerke von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und 2002 zur Kulturstadt Europas gekürt. Sie zählt zu den schönsten Städten Spaniens.

Im Sommer während der Universitätsferien gehört die Stadt ganz den Besuchern und Sprachschülern aus aller Welt; als lebendige Studentenstadt erlebt man sie dagegen außerhalb der Touristensaison.

Die berühmte Universität von Salamanca (Foto: Judy Muhawi)

Den schönsten Blick auf die Stadtsilhouette bieten die Wiesen am Südufer des Río Tormes an der Römerbrücke gegenüber den beiden Kathedralen, der Catedral Nueva und der Catedral Vieja, die einen gemeinsamen Gebäudekomplex bilden. Das besondere Merkmal der alten Kathedrale ist der Torre del Gallo, ein prächtiger Vierungsturm und auffallendes Element des Außenbaus.

Das Hauptportal der Universität ist mit zahlreichen Skulpturen und Dekor im Stil der spanischen Frührenaissance, dem so genannten Platereskstil geschmückt. Ein Totenkopf mit einem Frosch symbolisiert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden. Überall in Salamanca kann man deshalb Froschfiguren in den verschiedensten Variationen erwerben – unter Studenten ein beliebtes Geschenk. Bekannt ist auch das Haus der Muscheln (La casa de las conchas), ein ebenfalls im Platereskstil erbauter Stadtpalast, dessen Fassade mit mehr als 400 Muscheln aus goldgelbem Sandstein, dem Symbol der Pilgerschaft nach Santiago de Compostela, geschmückt ist.

Das Haus der Muscheln (Foto: Judy Muhawi)

Gegenüber ragt die Clerecía auf, eine Barockkirche mit Kreuzgang aus dem 17. Jahrhundert.

Hauptanziehungspunkt von Salamanca ist jedoch die arkadengesäumte Plaza Mayor, die als eine der größten und auch schönsten Plätze Spaniens gilt. Für das Ausruhen nach einem Stadtbummel oder zum Probieren der leckeren Tapas ist dieser Platz ideal. Besonders reizvoll ist der Plaza Mayor bei Dunkelheit, wenn der Platz im Flutlicht erstrahlt.

Der Plaza Mayor in Salamanca (Foto: turismocastillayleon)

Ein Muss: die Kathedrale von Léon bei Nacht

Der Name der Provinzhauptstadt León leitet sich her von der römischen Legion, die hier ihren Sitz hatte. Nachdem ab 711 fast das gesamte hispanische Westgotenreich der arabischen Invasion zum Opfer gefallen war, wurde León im frühen 10. Jahrhundert zur Hauptstadt des sein Territorium nach Süden ausweitenden Königreichs Asturien-León. 1230 wurde das Königreich León endgültig an Kastilien angeschlossen.

 

Die Kathedrale von León (Foto: Ute Hayit)

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen, abgesehen von San Marcos, relativ dicht beieinander in der historischen Altstadt, die teilweise noch von Mauern umgeben ist. Allen voran die gotische Kathedrale aus dem 13. bis frühen 14. Jahrhundert, die nicht nur wegen ihrer einzigartigen Glasfenster zu den faszinierendsten Gotteshäusern Spaniens gehört. Die Auflösung der Wand zugunsten farbiger Lichtflächen geht hier so weit, dass fast der Eindruck einer schwebenden Gewölbearchitektur entsteht. Ein Muss in León: ein Besuch der Kathedrale bei Nacht, wenn diese sich im strahlenden Licht der Scheinwerfer eindrucksvoll gegen den dunklen Nachthimmel abhebt.

Wenige Gehminuten von der Kathedrale entfernt öffnet sich der Plaza Mayor, der besonders an Markttagen einen Besuch lohnt.

Absolut sehenswert im Westen der Stadt gelegen ist die pompöse platereske Fassade des Klosters San Marcos. Neben einem Luxushotel – dem Fünf-Sterne Parador „Hostal San Marcos“ (sehr edel und sehr teuer, aber unbedingt einen Besuch wert) – enthält der Baukomplex heute das Archäologische Provinzmuseum.

 

Das Kloster San Marcos in León (Foto: Ute Hayit)

Burgos ist lebendig und facettenreich

Von 1037 bis 1492 war Burgos die Hauptstadt von Kastilien. Burgos überzeugt mit wunderschönen von Bäumen gesäumten Gassen, die stets den Blick auf die imposante Kathedrale freigeben. Diese Kathedrale ist besonders wegen ihrer Eleganz und der Harmonie der Linien so beeindruckend. Das Bauwerk wurde deshalb nicht umsonst als Gesamtwerk von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Auf beiden Seiten erheben sich 84 Meter hohe Türme, die von prächtigen Turmspitzen aus dem 15. Jahrhundert gekrönt werden.

Die imposante Kathedrale von Burgos (Foto: Judy Muhawi)

Die Kirche wurde 1221 unter Ferdinand III. begonnen und ist die drittgrößte Kathedrale Spaniens. Innen verbirgt sich eine überwältigende Fülle von Gängen, Kapellen, Gewölben und Skulpturen. Die Kapellen sind teilweise so groß, dass sie schon wie eine eigene Kirche erscheinen. Für eine ausführliche Besichtigung der Kathedrale stehen Audiokassetten zur Verfügung.

Magisches Farbenspiel in der Kathedrale von Burgos (Foto: Judy Muhawi)

Auf dem Platz vor der Kathedrale in Burgos lohnt vor allem das Restaurant und Hotel Mesón El Cid, gelegen in einem ehemaligen Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert,  einen Besuch. Das Mesón El Cid ist eines der berühmtesten Gaststätten der Stadt und serviert traditionelle lokale und regionale Küche, wie geröstetes Lamm, Bohneneintopf, Dorschgratin und hausgemachte Desserts. Mit herrlichem Blick auf das wunderschöne historische Burgos kann dort genau gegenüber der berühmten Kathedrale gespeist werden. Auch der Weinkeller des Restaurants lässt von sich reden und bietet eine umfangreiche Auswahl regionaler und nationaler Tropfen. Das Mesón El Cid ist ein idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die engen Gassen der reizvollen Altstadt von Burgos.

Wer Bekanntschaft mit dem legendären Ritter El Cid machen möchte, spaziert zum Puente de San Pablo, den ein eindrucksvolles Reiterstandbild des spanischen Nationalhelden beherrscht.

Reiterstatue des kastilischen Ritters El Cid (Foto: turismocastillayleon)

Das Museum von Burgos ist ebenfalls einen Besuch wert. Es bringt dem Besucher die geschichtliche und kulturelle Entwicklung dieser Provinz von Kastilien und León nahe.

Auf das heutige Burgos sind die Bürger sehr stolz, denn die vielen geschichtsträchtigen Gebäude und die Lage am Fluss geben eine schöne Kulisse für das städtische Leben in dieser Provinzhauptstadt ab.

Alljährlich pilgern viele Tausende über den Jakobsweg, der nach Einschätzung der UNESCO die wichtigste Kulturroute in Europa ist. Er führt auf über vierhundert Kilometern durch die Provinzen Burgos, Palencia und León. Auf diesem Pilgerpfad ist nicht nur Harpe Kerkeling zu einer Reise ins Innere aufgebrochen, sondern bereits Millionen von Menschen vor ihm. Und viele weitere werden folgen. Einzigartig ist dabei ist die Mischung aus Naturerlebnissen, historischen Kunst- und Bauwerken, Begegnungen mit der Bevölkerung, anderen Pilgern und sich selbst.

Ob besonders viele Geburten in dieser Region zu verzeichnen sind, ist nicht bekannt, aber Störche kann man auf nahezu allen Gebäuden entdecken.

Fazit von fernweh.de

Kastilien und León, das gebirgige Landesinnere Spaniens, ist als Reiseziel sehr empfehlenswert. Übersetzt heißt Kastilien das Land der Burgen, und so ist es nicht verwunderlich, dass sich in dieser rauen Gebirgslandschaft unzählige Schlösser und Burgen finden, die einen Besuch lohnen und auch vielfach die Möglichkeit zur Übernachtung in historischer Umgebung bieten. Die Stadt ist sowohl modern als auch antik. Reisende können sich in den geschäftigen Trubel stürzen oder sich in der herrlichen Natur entspannen – diese Mischung übt einen besonderen Reiz auf alle Besucher aus.

Kastilien bietet für jeden etwas: Erholung Suchende kommen hier genauso auf ihre Kosten, wie Aktivurlauber, die wandern, klettern oder Rad fahren möchten.

Wer sich für ein Kulturprogramm interessiert, sollte eine Touristeninformation aufsuchen; dort gibt es Auflistungen aller Veranstaltungen.

Dadurch, dass die Region mit insgesamt vier Flughäfen aufwarten kann, bietet sie eine sehr gute verkehrstechnische Infrastruktur. Auch mit der Bahn hat man hervorragende Anschlüsse an die Hauptstadt Madrid. Mit dem Auto herumzufahren ist problemlos; die Straßen sind insgesamt sehr gut und wenig befahren.

Die größte Schwierigkeit ist es wohl sich zu entscheiden was man sehen möchte.Denn meist hat man nicht ausreichend Zeit, um alles zu besichtigen. Auf jeden Fall sollte man aber dem Osten und Norden der Region einen Besuch abstatten und die ein oder andere Kathedrale besichtigen. Die Hügellandschaft La Rioja im Norden ist für ihre Weingärten berühmt und bietet ein mannigfaltiges Panorama.

Text: Ute Hayit, Judy Muhawi

Fotostrecke: Kastilien und León

Paradores: Wohnen wie im Märchen

Übersetzt heißen sie schlicht „Unterkunft“, aber sie sind weit mehr als nur eine Schlafstatt. Bei den Paradores handelt es sich um exklusive Häuser überwiegend in Burgen, Klöstern und Schlössern und immer in reizvollen Gegenden. Dabei bieten sie neben behaglichem Komfort einen Blick in die spanische Geschichte bis zurück ins hohe Mittelalter. So kann es passieren, dass der Gast im gleichen Zimmer sein Haupt zur Ruhe bettet wie einst einer der spanischen Könige.

Die Idee der Paradores entstand im Jahre 1926 und beruhte auf der Einsicht, dass die Instandhaltung solch edler und geschichtsträchtiger Herbergen nur aus der Staatskasse bezahlt werden konnte. Gegenwärtig umfasst das Netz dieser staatlichen Hotelkette mehr als 80 Häuser. Sie sind so über das Land verteilt, dass sie bequem in einer halben Tagesreise von Parador zu Parador erreicht werden können.

Auch wenn man nicht in einem Parador übernachtet, lohnt ein  Besuch auf jeden Fall. Mit Ausnahme der den Hotelgästen vorbehaltenen Zone können die anderen Räume (Innenhof, Lesesaal, Terrasse, Restaurant, Bar) besichtigt werden.

Offizielle Vertretung der spanischen Paradores:
IHR IBERO Hotelreservierung GmbH
Immermannstr. 23, D-40210 Düsseldorf
Tel. 0211/86415-20, Fax 0211/-86415-29
Email: mailto:ihr@ibero.com
http://www.Paradores.de

Praktische Infos zu Kastilien und León

Land: Spanien
Hauptstadt: Valladolid
Gliederung: 9 Provinzen
Amtssprache: Spanisch
Fläche: 94.223 km²
Einwohner: 2.525.157
Höhe: 600 und 800 Meter über dem Meeresspiegel
Bevölkerungsdichte: 26,8 Einw./km²
Ausdehnung: Nord-Süd: ca. 341 km, West-Ost: ca. 393 km
Homepage: www.castillayleon.org

Vorwahlen
Spanien nach Deutschland: 0049
Spanien nach Österreich: 0043
Spanien in die Schweiz: 0041
Vorwahl Spanien: 0034
Vorwahl Valencia: 0034 96

Adressen

Mesón Del Cid Restaurant

(vom Autor ausprobiert)
Pza. Santa María, 8
Direkt vor der Hauptfassade der Kathedrale
BURGOS (09003)
Tel: +34 947 208 715
Fax: +34 947 269 460
http://www.mesondelcid.es
Traditionelle lokale und regionale Küche, wie geröstetes Lamm, Bohneneintopf, Dorschgratin und hausgemachte Desserts. Mit herrlichem Blick auf das wunderschöne historische Burgos und seine Kathedrale.

Mesón Cándido
(vom Autor ausprobiert)
Azoguejo 5
40001 Segovia
Tel:+34(921)425911
Fax:+34(921)429633
http://www.mesondecandido.es
Ausgezeichnete Küche mit ausgefallenen Speisen. Dort kann man nach altem Brauch Spanferkel essen. Sehr empfehlenswert.

Web

http://www.turismocastillayleon.com/cm
Offizielle Tourismuswebsite von Kastilien und León
http://www.castillayleon.org Website der Regierung von Kastilien und León
http://www.uva.es Seite der Universität von Valladolid (spanisch)

Weitere Infos
Weitere Informationen gibt es bei den Spanischen Fremdenverkehrsbüros:

Deutschland
Kurfürstendamm 180, D-10707 Berlin, Tel. +49 30/8826936, Fax +49 30/8826661, mailto:berlin@tourspain.es
Grafenberger Allee 100, D-40237 Düsseldorf, Tel. +49 211/6803980, Fax 0211/6803985 mailto: mailto:dusseldorf@tourspain.es 
Myliusstr. 14, D-60323 Frankfurt/Main, Tel. +49 69/725038, Fax +49 69/725313, mailto:frankfurt@tourspain.es
Schubertstr. 10, D-80336 München, Tel. +49 89/5307460, Fax +49 89/5328680, mailto:munich@tourspain.es
Österreich:
Walfischgasse 8, A-1010 Wien 1, Tel. +43 1/5129580, +43 1 5129581, mailto:viena@tourspain.es
Schweiz:
Seefeldstr. 19, CH-8008 Zürich, Tel. +41 1/2527930, +41 1/2526204, mailto:zurich@tourspain.es

Alle Angaben wurden von Hayit Medien und Fernweh.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

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