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Die Nationalparks Kubas

Naturliebhaber kommen auf Kuba voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Naturparks mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt laden ein zum Wandern und Entdecken

La Güira Nationalpark

Der La Guira Nationalpark liegt in der Sierra de los Organos im Westen Kubas. Man erreicht ihn über San Diego de los Baños, einem Ort mit Heilquellen. Er bietet geballte 22.000 qkm Naturschutz: Pinienwälder, Zedern und Mahagonibäume stehen so dicht zusammen wie sonst nirgends auf der Insel. Von der hoch gelegenen Sierra de Güira hat man einen großartigen Ausblick.Bis Havanna kann man allerdings nicht schauen. Die Hauptstadt ist hier schon 132 km weit weg.

Unterkunft
„Saratoga“ und „Libertad“ in San Diego de los Baños. Einfache Hotels.

 

Riesige Naturschutzgebiete sind ein faszinierender Bestandteil der Sierra de los Organos

Soroa und Las Terrazas

Soroa ist ein Erholungsort, 80 km westlich von Havanna. Früher befand sich das ganze Gebiet im Besitz eines gewissen Don Ignatio Soroa, der hauptsächlich Kaffee anbauen ließ. Heute sind es die etwas oberhalb des Ortes gelegenen Orchideengärten von Soroa, wo über 700 verschiedene Arten der wunderschönen Blüten auf einem 35.000 qm großen Areal gezüchtet werden. Führungen bringen sie dem Besucher näher (Anmeldung über das 1995 erbaute Hotel „Villa Soroa”). Nahe den Orchideengärten befindet sich auch die Ferienanlage „Villa Turistica Soroa”. Der einfachere Komplex verfügt über ein Restaurant, eine Cafeteria, Diskothek und ein Schwimmbecken (DZ ab 27 US-$, alle Zimmer mit Bad, WC und Klimaanlage.) Von hier führt ein kleiner Fußweg hinauf zum 500 m hohen Aussichtspunkt „Miraflores”, der bei klarem Wetter einen atemberaubenden Blick zur Süd- und Nordküste Kubas gewährt. Ein besonderes Highlight ist der Wasserfall von Soroa: Unterhalb der Villa schlängelt sich ein Weg durch ein kleines Wäldchen mit Johannisbrotbäumen und Fichten hinab zum Salto de Soroa, der aus 22 m Höhe niederrauscht. In den ausgewaschenen natürlichen Becken ist auch ein erfrischendes Bad möglich. Als medizintouristisches Ziel werden immer wieder die Thermalquellen von Valle San Vicente und auch Soroa empfohlen. Nur 18 km von Soroa entfernt liegt das Naturschutzgebiet „Las Terrazas”, gleichfalls Biosphären-Reservat der UNESCO und inmitten der Sierra del Rosario. Hier will ein Projekt die Integration der Besucher in das Leben einer kubanischen Gemeinde realisieren. Es werden aber auch andere Unternehmungen angeboten: Reitausflüge in die umliegenden Wälder und naturkundliche Führungen. Auch der Ort selbst putzt sich heraus – hellblau, rot und weiß gestrichene Häuser liegen an einem See. Zu erreichen ist er von Cayajabos aus, an der Autobahn Havanna – Pinar del Río.

Unterkunft
„Moka“, Autopista Nacional, km 51, Candelaria (4 km abseits der Autopista). 4-Sterne-Hotel, elegant in den umgebenden Wald der Sierra del Rosario eingebettet, nur wenige Gehminuten außerhalb der Gemeinde Las Terrazas und häufig Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die herrliche Umgebung. Sportmöglichkeiten: Mountainbiking, Fischen, Klettern, Reiten.

„Villa Soroa“, Carretera de Soroa, km 8, Candelaria, Pinar del Río, Tel. 852122.

Einer der beliebtesten Ausflüge führt zur Schatzlagune nach Guamá

Halbinsel Zapata mit Naturpark Montemar

140 km westlich von Trinidad gelegen gehört es zu den beliebtesten ökologischen Reisezielen Kubas: Die wildromantische Halbinsel (Peninsula) Zapata mit dem Naturpark Montemar ist das größte zusammenhängende Feuchtgebiet der Karibik. Zahllose Wasservögel, Säugetiere, Reptilien und Amphibien finden hier noch ideale Lebensbedingungen. Die Touristenzentren Guamá und Playa Girón sind nur mit Mietwagen oder auf einer organisierten Tour zu erreichen. Das Revier umfasst über 3000 qkm und eines der größten Sumpfgebiete der Karibik. Nach der Revolution siedelte man in großen und kleinen Becken verschiedene, vom Aussterben bedrohte Krokodilarten an. Der Schutzzoo befindet sich auf einer großen Krokodilfarm namens „La Boca”. Eine 20-minütige Bootstour auf einem künstlichen Kanal bringt Passagiere von der Farm nach Guamá am Rand der Laguna del Tesoro (Schatzlagune). Die Hütten, Brücken und Anlegestellen sind aus derbem Holz gefertigt. Allgegenwärtig ist hier (wie auch an der Tauchstation Playa Girón, 8 Kilometer vom Hotel entfernt) der hechtgroße Süßwasserfisch manjuarí mit seiner Krokodilschnauze. Diese Art ist ca. 70 Millionen Jahre alt.

Krokodile hautnah erleben kann man auf der Krokodilfarm La Boca

Parque Nacional Alejandro de Humboldt / Baracoa

Mit Unterstützung der Frankfurter Tropenwald-Stiftung „Oro Verde” entstand der Nationalpark Alexander von Humboldt im Osten Kubas. Der zu Ehren des Wissenschaftlers nach ihm benannte Park nahe Baracoa umfasst eine Fläche von ca. 50.000 Hektar. In dieser Schutzzone findet man die größte Anzahl aller in Kuba vorhandenen Pflanzen- und Tierarten. Exkursionen führen entlang des Flusses Tóa. Ansonsten ist das Gebiet nur sehr schwer zugänglich. Der Park liegt abseits der Hauptstraßen. Es gibt einfachste Übernachtungsgelegenheiten. Wenn es regnet – und das ist keine Seltenheit – geht gar nichts mehr. Hier kommen Abenteuer-Urlauber voll auf ihre Kosten. Das Gebiet östlich von Baracoa ist urwüchsiger Regenwald und wird vor allem als Wandergebiet genutzt. Am Fluss Yumurí werden Boots- und Wanderkombinationen in den Canyon angeboten. Baden und Mittagessen nach indianischer Art sind Bestandteile von archäologischen Exkursionen in das Duaba-Tóa-Delta. Hier findet man noch den „Drachenbaum” oder die „Korbblüte”, die auf dem bekannten Tafelberg El Yunque wächst und die schon Kolumbus erwähnt hat. Es sind Arten, die nur in dieser eiszeitlichen Region gedeihen können. Zum Tafelberg gelangt man auf der Straße Richtung Moa. Der Fußmarsch auf das spektakuläre Plateau dauert rund zweieinhalb Stunden. Nach etwa dreistündiger Fahrt erreicht man das Kap Maisí, den östlichsten Punkt der Insel. Neben seltenen Vögeln wie dem Kolibri oder – allesamt ungiftigen – Schlangen wie der bis zu 4 m langen „Maja de Santa Maria” sind Insekten, z.B. Schmetterlinge, häufig zu beobachten.

Unterkunft 
Hotel El Castillo, Calle Calixto García, Loma del Paraíso, Tel. 42103-35. Ehemaliges Fort auf einem Hügel oberhalb der Stadt mit herrlichem Panorama. Zimmer mit Mittelklasse-Ausstattung. Swimming-Pool.  Touristenbüro. 

La Rusa, Máximo Gómez No. 161, Baracoa, Tel. 43011, 43570. 

Hotel Villa Maguano, Carretera nach Moa, km 22,5, Baracoa. Etwas außerhalb an einem langen Sandstrand gelegen. Zimmer bescheiden, aber die günstigsten am Platz.

Essen und Trinken 
La Casa del Chocolate, Calle Antonio Maceo, e/ Calles Marayi y Frank Pais. Heiße Schokolade als Spezialität 

El Amanecer, Pelayo Cuervo No. 14 (blaues Gebäude). Privatrestaurant: Huhn und Fisch zu kleinen Preisen.

Naturliebhaber erfreuen sich immer wieder an der Vielfältigkeit Kubas

Baconao Nationalpark

Das UNESCO-Naturschutzgebiet Baconao National Park beginnt 32 Kilometer nordöstlich von Santiago de Cuba. Die Straße dorthin schlängelt sich in engen Serpentinen durch eine von dunklen Nadelwäldern geprägte Bergwelt, die immer wieder prachtvolle Fernblicke auf die karibische See ermöglicht. Der Park umfasst 80.000 Hektar, dazu gehören La Gran Piedra, ein ca. 50 m hoher Fels. Landeinwärts und etwas unterhalb liegt die alte französische Kaffeeplantage La Isabelica (zu Fuß etwa eine halbe Stunde). Ein kleiner Weg führt zu einer restaurierten Kaffeemühle. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch des botanischen Gartens und des Zoos mit Aquarium und Delfin-Show. Eine touristische Hauptattraktion findet sich in der steppenartigen Parklandschaft des Baconao-Parks: Zeugen aus prähistorischer Zeit sind hier (meist) in Originalgröße zu bewundern. Riesenhafte Echsen, furchteinflößende Saurier und gewaltige Steinzeitmenschen wurden 1982 von einem kubanischen Künstler gestaltet und erstrecken sich zu beiden Seiten der Straße.

Unterkunft
Oben auf dem Kamm, in knapp 1000 m Höhe, liegt das Motel „La Gran Piedra“, Tel. 5115, 51098.

Essen und Trinken 
Auf dem Weg nach Baconao an der Carretera de Baconao, km 18, findet man das Schnellrestaurant „El Porvenir“. Spezialisiert auf Sandwiches.

Hier finden zahllose Tiere noch ideale Lebensbedingungen

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