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Madrid: pulsierende Metropole in Spaniens Zentrum

Hauptstadt für Modeliebhaber

Die Millionenstadt Madrid ist neben dem geographischen, politischen und kulturellen Mittelpunkt auch Spaniens Modezentrum. Besucher treffen auf eine Stadt, die niemals schläft.

Denkt man an Madrid, so fällt einem der Prado, der Fußballclub Real Madrid und der Königssitz ein. Doch Madrid bietet mehr. Unter den mehr als 50 Museen in der Hauptstadt Spaniens gibt es neben dem Prado auch viele weitere namhafte und lohnenswerte Kunstsammlungen. So zeigt das Kunstzentrum Reina Sofía zeitgenössische Kunst aus dem 20. Jahrhundert, darunter auch das berühmte Antikriegs-Bild Guernica von Picasso.

Unterwegs rund um die Puerta del Sol

Nicht nur die Museen machen den Besuch von Madrid zu einem Erlebnis. Es ist die besondere Atmosphäre, die man in den Straßen und Gassen, auf den Plätzen und in den Parks verspürt. Einer der zentralen Plätze ist die Puerta del Sol. Von hier aus gehen zahlreiche Fußgängerzonen ab, in denen sich ein Geschäft an das andere reiht. Auch die Schuhputzer und Losverkäufer prägen das Bild der Puerta del Sol. An Silvester ist es der zentrale Platz, an dem sich die Madrileños, die Bewohner Madrids, treffen, um bei jedem Glockenschlag eine Traube zu essen. Wer dies schafft, hat, so sagt es der Volksmund, im nächsten Jahr Glück. Ganz in der Nähe liegt die Plaza Mayor. Im Mittelalter war sie Dreh- und Angelpunkt der Stadt mit Märkten, Gerichtsverhandlungen und Proklamationen. Heute ist der autofreie Platz ein Ort der Cafés, Souvenirläden und Touristen. Auch die Touristeninformation ist hier, an einem der schönsten Plätze Spaniens, untergebracht.

Die Plaza Mayor liegt im Zentrum der Stadt und ist einer der vielen schönen Plätze in Madrid

Entspannter Zwischenstop im Retiro-Park

Der Retiro-Park ist im Vergleich zum lebhaften, oft lauten Treiben der Stadt ein Rückzugsort, wie der Name retiro (= Rückzug) schon sagt. Hier trifft man auf Jogger, die ihre Runden drehen, auf Familien beim Picknick, auf Jugendliche, die Musik hören oder selber musizieren. Auf dem See Estanque del Retiro tummeln sich bei schönem Wetter zahlreiche Boote, die man am Nordufer ausleihen kann. Das Schmuckstück des 117 ha großen Parks ist der Kristallpalast. Die Glas-Eisen-Konstruktion wurde 1887 von Ricardo Velázquez für eine Blumenausstellung gebaut. Heute werden hier Kunstausstellungen dargeboten. Die im Retiro stattfindenden Festivals, Konzerte und Veranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens von Madrid geworden.

Im Park, aber auch bei einem Spaziergang durch Madrids Straßen, kann man die Lebensweise und Lebenskultur der Madrider beobachten. Das Leben spielt sich zu einem Großteil draußen in der Öffentlichkeit ab. Abends trifft man sich beispielsweise gern in den zahlreichen Bars. Hier isst man Tapas, trinkt dazu und erzählt. Dabei ist der Lautstärkepegel oft sehr hoch.

Auf ins wilde Nachleben

Das Nachtleben beginnt in Madrid erst spät. Zunächst geht es von einer Bar in die nächste. Schließen die Kneipen dann gegen drei Uhr früh, wird in den Diskotheken und Clubs die Nacht zum Tag gemacht. Die letzten Nachteulen trifft man am nächsten Morgen in einem Café bei Churros con chocolate an, heißem Fettgebäck, das in flüssige Schokolade getaucht wird. Eine letzte Stärkung, bevor es dann nach Hause geht. Hier verschwimmen die Tagesgrenzen ineinander: während die einen auf dem Weg nach Hause sind, hat für die anderen der neue Tag schon wieder angefangen. Madrid schläft eben nie.

Shoppen in Madrid

Schon im 19. Jahrhundert schrieb der Stadtchronist Mesonero Romanos über die Madrider Bevölkerung, dass sie eine bemerkenswerte Leidenschaft für Mode hätte.  Diese spiegelt sich in Madrid auch im großen Angebot wieder. Große Einkaufszentren wie La Vaguada bieten viele verschiedene Waren und Marken unter einem Dach. Im Kaufhaus El Corte Inglés kann man Kleidung gehobener Qualität zu vernünftigen Preisen finden. Exquisite Läden und Boutiquen gibt es in der Calle de Serrano. Hier muss der Kunde jedoch auch mit exquisiten Preisen rechnen. Dafür stimmt der Service, ganz nach dem Motto: der Kunde ist König.

Der Kunde ist König – fachkundige Beratung ist in den Boutiquen selbstverständlich

Shopping für den nicht ganz so prall gefüllten Geldbeutel findet man rund um die Puerta del Sol. Beispielsweise beim spanischen Label Zara gibt es Mode für sie und ihn zu „normalen“ Preisen. Insgesamt sind Kleidung und Schuhe aus Spanien recht günstig. Die zahlreichen Schuhläden, unter anderem auch in der Calle Fuencarral, lassen bei Schuh-Fans keine Wünsche offen. Oft wird dazu direkt die farblich abgestimmte Handtasche angeboten. Fächer und Regenschirme gibt es zum Beispiel in der Casa de Diego. Das Geschäft aus dem Jahre 1858 an der Puerta del Sol wirbt mit dem Spruch „Mañana lloverá“ (= Morgen wird es regnen). Für den Fall, dass es am nächsten Tag doch nicht regnet, sondern die Sonne vom Himmel scheint, ist ein Fächer eine gute Alternative.

In zahlreichen Schuhboutiquen findet man zu Schuhen die passenden Accessoires direkt dazu

Eine spanische Besonderheit sind die Flamenco-Gitarren. Im Familienbetrieb Conde Hermanos (von 1915) werden Flamenco- und klassische Gitarren nach traditioneller Art in Handarbeit hergestellt. Die qualitativ hochwertigen Instrumente kosten um die 7600 Euro. Eine große Auswahl an Antiquitäten gibt es im Salamanca-Viertel, in der Calle del Prado und der Calle de Serrano. Außerdem bieten verschiedene Stände auf dem großen Flohmarkt Rastro eine Auswahl an Antiquitäten. Manchmal sind sogar Raritäten dabei. Antiquitäten sind nur ein Teil des Marktes, der jeden Sonntagvormittag stattfindet. Je nach Jahreszeit gibt es auf dem Rastro Kleidung, Schals, Taschen, Gürtel, Fächer, Keramik, Gehäkeltes, Nippes und vieles mehr. Die Ware ist flippig und billig. Die etwa 3500 Stände ziehen sich über mehrere Straßen hinweg, und in jeder Straße hat der Rastro sein eigenes Gesicht.

Die Gitarren des Familienbetriebs "Conde Hermanos" werden traditionell von Hand gebaut

Text: Hannah Wendt

Praktische Infos zu Madrid

Anreise:
Madrid erreicht man mit dem Flugzeug in ca. 2 Stunden z.B. mit AirBerlin oder Lufthansa.
Die Anreise mit dem Auto dauert je nach Abfahrtsort in Deutschland ca.
20–25 Stunden.

Hotels in Madrid - Vom Autor getestet

Hotel Puerta América
Avenida de América, 41, 28002 Madrid
Tel +34 917 445 400; Fax +34 917 445 401
http://www.hoteles-silken.com/hotel-puerta-america-madrid/
Ein Hotel der Extraklasse: Jede Etage wurde von einem bestimmten Designer gestaltet. Die individuelle Einrichtung und das Fitness-Center mit Ausblick auf die Stadt geben dem Hotel einen besonderen Charme.

Hotel Hesperia Madrid
Paseo de la Castellana 57, 28046 Madrid
http://www.hesperia.com/hotels/Hesperia-Madrid/
Das 5-Sterne-Hotel glänzt durch durchgängigen Luxus und zwei noble Restaurants. 170 Zimmer stehen denjenigen zur Verfügung, die es sich in Madrid richtig gut gehen lassen wollen.

Hotel Urban
Carrera de San Jerónimo, 34 Madrid 28014
Tel: +34 91 787 77 70 . Fax: +34 91 787 77 99
urban@derbyhotels.com
http://www.derbyhotels.com/Urban-Hotel-Madrid
Modern und luxuriös – Das 5-Sterne-Hotel ist ein Muss für Kunstliebhaber. Im Zentrum des Paseo Del Arte gelegen, besitzt das Hotel Urban sogar eine eigene Kunstsammlung.

Restaurants

Restaurante Botín
Calle de los Cuchilleros, 17, Madrid, 28005
Tel: +34 91 3664217
www.botin.es

Café de Oriente
Plaza de Oriente, 2, Madrid 28013
Tel: +34 91 547 15 64, Fax: +34 902 48 83 00

Sonstiges

Gitarrenbauer Conde Hermanos
C/ Felipe V, 2
28013 Madrid
Tel: 0034 91 547 06 12, Fax: 0034 91 559 09 85
mailto:condehermanos@condehermanos.com
http://www.condehermanos.com

Spanisches Fremdenverkehrsamt in Madrid
E. M. Promoción Madrid
Calle Duque de Medinceli, 2, 28014 Madrid
Tel: 0034 915 88 29 00
http://www.esmadrid.com

 

Traditionelle Geschäfte in Madrid

Casa Yustes (Hutladen)
Plaza Mayor

Konditorei Mallorquina (bekannt für Gebäck und Trüffel)
Calle Mayor 2

Die Madrid Card

Die Karte ermöglicht Touristen freien Eintritt in über 40 Museen. Sie können an allen Stadtrundfahrten und vielen kulturellen Programmen teilnehmen. Außerdem erhalten die Käufer Ermäßigungen in vielen Restaurants, Discotheken usw. 

Preise:
Die 24-Stunden-Karte: 48 EUR 
Die 48-Stunden-Karte: 61 EUR
Die 72-Stunden-Karte: 75 EUR
Tipp: Beim Kauf einer Madrid Card auf der Website gibt es eine Ermäßigung von 5%.
http://www.madridcard.com

Weitere Informationen gibt es bei den Spanischen Fremdenverkehrsbüros:

Deutschland
Kurfürstendamm 63, D-10707 Berlin, Tel. +49 30/8826543, Fax +49 30/8826661, mailto:berlin@tourspain.es
Grafenberger Allee 100, D-40237 Düsseldorf, Tel. +49 211/6803980, Fax 0211/6803985 mailto: mailto:dusseldorf@tourspain.es 
Myliusstr. 14, D-60323 Frankfurt/Main, Tel. +49 69/725038, Fax +49 69/725313, mailto:frankfurt@tourspain.es
Schubertstr. 10, D-80336 München, Tel. +49 89/5307460, Fax +49 89/5328680, mailto:munich@tourspain.es
Österreich:
Walfischgasse 8, A-1010 Wien 1, Tel. +43 1/5129580, +43 1 5129581, mailto:viena@tourspain.es
Schweiz:
Seefeldstr. 19, CH-8008 Zürich, Tel. +41 1/2527930, +41 1/2526204, mailto:zurich@tourspain.es

Museo del Prado

Der Prado mit seinen mehr als 5000 Gemälden, zahllosen Zeichnungen und über 400 Skulpturen ist wirklich der größte Anziehungspunkt Madrids. Den Grundstock bildeten die königlichen Sammlungen der Habsburger und Bourbonen, angefangen von Karl V. bis hin zu Ferdinand VII.

Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine umfassendere ständige Gesamtschau spanischer Malerei, vor allem der Werke von El Greco, Velázquez, Murillo und Goya. Aber auch die flämische, niederländische, italienische, französische und deutsche Malerei des 15.-18. Jahrhunderts ist mit Glanzstücken vertreten.

Dependancen des Prado sind der nahe gelegene Casón del Buen Retiro und der Palacio de Villahermosa.

Madrider Spezialitäten

Madrider Spezialitäten können ihren bäuerlichen Ursprung nicht verleugnen. Hierzu zählt der cocido madrileño, ein Eintopf aus Erbsen, Kartoffeln, Gemüse, Rindfleisch, Speck und chorizo (eine typisch spanische Paprikasalami) – ein köstliches Gericht für kalte Wintertage. Nach einem solchen Mittagessen ist man so satt und träge, dass man kaum mehr arbeiten mag. Eine andere Spezialität ist nicht minder schwer und sättigend: callos a la madrileña (Kaldaunen) werden mit Tomaten, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Thymian und anderen Gewürzen angerichtet, Blutwurst, Salami und Schinken runden den Geschmack ab. Madrid wird tagtäglich mit frischem Fisch versorgt. Die Auswahl reicht von der merluza (Schellfisch) über lenguado (Seezunge) und bonito (Thunfisch) bis hin zum pez de espada (Schwertfisch).

Sehr beliebt ist die Fischzubereitung a la plancha (vom Grill). Doch sei auch auf die mariscos (Meeresfrüchte) hingewiesen. Fritierte sardinas (Sardinien) oder calamares (Tintenfische) zergehen fast auf der Zunge.

Kastilien ist ein Land der Braten. So sollten Sie zumindest einmal im Urlaub ein Stück vom cochinillo (Spanferkel) oder cordero asado (Lammbraten) genießen. Typisch spanisch ist der jamón Serrano oder jamón de Jabugo (roher Schinken).

Einen wahren Augenschmaus bietet das Museo del Jamón in der Calle Jerónimo, eine pittoreske Bar, in der unzählige Schinkenkeulen mit unterschiedlichsten Formen und Geschmacksrichtungen von der Decke herabhängen und zum Probieren einladen.

Die Nachspeisen sind nicht sehr einfallsreich. Häufig wird flan serviert, eine Art Karamelcreme. Ansonsten greift man zu vitaminreichen Früchten. Zu empfehlen sind auch manzanas asadas (Bratäpfel) oder peras en vino (Birnen in Wein).

Die Getränke passen sich der jeweiligen Gelegenheit an: als Aperitif trinkt man einen kühlen Sherry, einen fino (trocken) oder oloroso (süß). Das Essen begleiten die einheimischen Rotweine aus dem Riojagebiet nördlich von Madrid. Die meisten Restaurants führen auch den vino de la casa, einen offenen Hauswein, der zwar einfach, aber bekömmlich ist.

Praktische Infos und Fotos: Ertay Hayit

Alle Angaben wurden von dem Autor nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und von der Redaktion von Hayit Medien und Fernweh.de überprüft. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

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