Der lange Abschied vom Flughafen Tempelhof
Von Frank Tetzel
Ein heftiger Streit über die Zukunft des Flughafens Tempelhof ist in der deutschen Hauptstadt entbrannt. Während die Berliner rot-rote Regierungskoalition und Umweltschützer den Flughafen schließen wollen, formiert sich seit längerem Widerstand von allen Seiten. Dabei geht es um die Erhaltung des Flugbetriebes. Das Gebäude, übrigens das drittgrößte der Welt, steht schon seit Langem unter Denkmalschutz.
Wenn meine Freundin und ich morgens am Frühstückstisch Zeitung lesen, können wir sicher sein, auf irgendeine Berichterstattung über die Schließung des Flughafens Tempelhof zu stoßen – und das seit Jahren. Mit Vehemenz fechten Befürworter und Gegner ihre Sträuße aus. Für den unbeteiligten Beobachter wird die Gefechtslage von Tag zu Tag undurchsichtiger. Während die Berliner Regierungsparteien der rot-roten Koalition den Airport schließen wollen, hat sich inzwischen eine breite Opposition gegen diesen Beschluss formiert. Und fast an jedem Tag wird von der einen oder anderen Seite eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Die Situation ist auch deshalb undurchsichtiger geworden, weil sowohl die Deutsche Bahn – als künftiger Partner eines Investors – wie auch der Bund, als Eigentümer der Gebäude, in den Flughafenstreit eingegriffen haben. Kurz: „Fliegen Sie nach Tempelhof, solange es noch geht!“




