Ein Besuch der ca. 50 Kilometer nord-östlich gelegenen Pyramidenstadt Teotihuacán sollte man unter keinen Umständen verpassen. Die mythenumwobene Stadt war einst das absolute Zentrum Mesoamerikas. Und dies nicht nur in kultureller, sondern auch in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht. Über die Erbauer der Stadt ist leider nur wenig bekannt und das meiste basiert auf Vermutungen. Es wird angenommen, dass Teotihuacán in ihrer Blütezeit zwischen 200 und 650 n. Chr. die Heimat von 200.000 Menschen auf etwa 20 Quadratkilometern Ausdehnung war; was sie zu dieser Zeit zu der vermutlich größten Stadt der Welt machte. Die Bauweise der Gebäude, vor allem der beiden größten Pyramiden, der Sonnen- und der Mondpyramide, lässt auf ein komplexes astronomisches Wissen ihrer Baumeister schließen. Ebenso wenig wie über die Entstehungsgeschichte der Stadt ist über deren Untergang überliefert. Bekannt jedoch ist, dass die Azteken die gewaltige Anlage für den Geburtsort ihrer Götter hielten, als sie die Stadt Mitte des 13. Jahrhunderts entdeckten, was auch die Bedeutung des aztekischen Wortes teotihuacán ist. Noch heute glauben viele Mexikaner, dass am Tag der Tagundnachtgleiche am 21. März eine magische Energie von der Pyramide ausgeht. Zu diesem Ereignis strömen daher Zehntausende Abergläubige nach Teotihuacán, weshalb man einen Besuch nach Möglichkeit an einem anderen Datum planen sollte.




