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Zimbabwe - Afrika von seiner schönsten Seite erleben

Zimbabwe, im Süden des schwarzen Kontinents, ist bekannt für seine artenreiche Tierwelt. Neben Safaris in Nationalparks locken Wasserfälle und die Hauptstadt Harare. Eine interessante Route führt entlang der Highlights des Landes


Harare, das frühere Salisbury, ist die Hauptstadt von Zimbabwe. Die Einwohnerzahl wird mit 1,5 Millionen angegeben, aber in den Townships rundum leben alles in allem wahrscheinlich doppelt so viele Menschen. In der Innenstadt gibt es Hochhäuser, modernste Shopping-Center und Fußgängerzonen wie in jeder westeuropäischen Großstadt. In den Stadtteilen pulsiert das afrikanische Leben. Musik und Rhythmus sind allgegenwärtig.Diese Stadt fasziniert den Besucher mit jedem Tag mehr. Es gibt endlos viel zu entdecken. Stimmung und Atmosphäre wechseln je nach Viertel. Die Unterkunftsmöglichkeiten reichen von Backpacker-Lodges bis zu Full-Service-Hotels für den bequemen Urlaub.Die City kann man leicht zu Fuß erkunden. Das Viertel zwischen Central Avenue, Fifth Street, Robert Mugabe Road und Rotten Row durchquert man locker in einer halben Stunde. Supermärkte, Restaurants, Souvenirshops, Banken und Fast -Food-Läden, vor denen überall Security-Guards stehen, mischen sich mit afrikanischen Boutiquen, Museen, Botschafts-und Regierungsgebäuden, Busbahnhöfen, Galerien und dem bunten Treiben der Straßenverkäufer. Kulturfreunde haben die Wahl zwischen der National Art Gallery, dem Museum of Natural History, dem berühmten Railway Museum und anderen Museen. Am südwestlichen Ende der Innenstadt liegt der bereits von Peter Gabriel besungene Hügel Kopje (Salisbury Hill), von dem aus man einen weiten Blick über die Stadt hat.Echte afrikanische Marktatmosphäre erlebt, wer mit dem Taxi (Mutige können auch den Bus benutzen) zum Mbare Musika Market an der Ardbennie Road fährt. Von erlesenen Schnitzereien über seltsame Musikinstrumente bis hin zu nie gesehenen Gewürzen, Heilkräutern und Dingen des täglichen Bedarfs kann man hier alles kaufen, was das Herz begehrt. Handeln ist selbstverständlich.

Vorsicht Taschendiebe

Zu den schönsten Plätzen im Herzen der City gehört Harare Gardens. Dieser Park am westlichen Ende der Central Avenue besteht aus einer Vielzahl tropischer Bäume und großzügig angelegten Rasenflächen. Ein Restaurant lädt zum Verweilen ein. Auf einer Open-Air-Bühne werden Konzerte und religiöse Feiern abgehalten. In kleinen Basaren kann man Schnitzereien, Batiken und anderes Kunsthandwerk kaufen. Allerdings machen in den Gardens auch die Taschendiebe gute Geschäfte. Es empfiehlt sich, Wertsachen und größere Geldbeträge im Hotelsafe zu lassen.Wem der Stadtpark Lust auf mehr afrikanische Natur gemacht hat, sollte auch dem National Botanic Garden im Norden der Stadt einen Besuch abstatten. Dort sind viele tropische Landschaften nachgestellt, von der Savanne bis zum Regenwald. Mehr als 1000 verschiedene Bäume und Sträucher gibt es zu sehen. Wer in Harare City einfach nur relaxen möchte, legt sich auf die Wiesen des Central Parks.

Romantische Nachtreise

Nach ein paar Tagen in Harare geht es weiter nach Victoria Falls. Der kleine Ort liegt im Länderdreieck Zimbabwe, Sambia, Botswana im Nordwesten des Landes. Man kann von Harare nach Victoria Falls den Flieger nehmen oder mit dem Auto fahren. Aber am preiswertesten reist man mit der Bahn. Man bucht einen Tag vorher am Bahnhof in Harare ein Zweier- oder Dreiercoupé (Schlafwagen) in der ersten oder zweiten Klasse. Die Züge fahren nur nachts. Das ist nicht nur romantisch, sondern es hat auch einen Hauch von Abenteuer. Am nächsten Morgen erreicht man das 440 Kilometer entfernte Bulawayo, die im Südwesten liegende, zweitgrößte Stadt des Landes (700.000 Einwohner). Wer gleich weiter will, bucht den Nachtzug ins nochmal 440 Kilometer entfernte Victoria Falls. Der von den Einheimischen Vic Falls genannte Ort besteht im Prinzip nur aus endlos vielen Hotels, Restaurants, Cafés, Souvenirläden und Safari-Agenturen. Hier ist alles teurer als im übrigen Teil des Landes. Wer keinen Platz mehr in den Lodges auf dem Campingplatz bekommt, muß europäische Preise für Hotelzimmer zahlen.

Siebtes Weltwunder

In Victoria Falls angekommen hat man die Qual der Wahl. Die gleichnamigen Wasserfälle werden aufgrund ihres Umfangs als siebtes Weltwunder bezeichnet: 150 Millionen Liter Wasser stürzen pro Minute hier hinunter! Kein Wunder, daß man beim obligatorischen Besuch der Wasserfälle selten trocken wieder zurückkommt. Es sei denn, man fliegt darüberEine der größten Attraktionen des Landes: die Victoria-Fälle (Angebote in Vic Falls). Ansonsten stellt sich die Frage, ob man eine romantische Sundowner-Kanufahrt auf dem Zambesi bucht, sportlich durchs Wildwasser raftet, einen Bungeesprung von der 150 Meter hohen Verbindungsbrücke zwischen Simbawe und Sambia wagt, oder einen der zahlreichen Nationalparks besucht. Die Möglichkeiten werden hier nur vom Inhalt der Geldbörse begrenzt.Eine der schönsten Unternehmungen ist ein Trip in den Chobe-Nationalpark im Nachbarstaat Botswana. Man bucht diesen für rund 100 US-Dollar pro Person, wird morgens vom Hotel abgeholt , über die Grenze gebracht und abends wieder zurückgefahren.

Hippos und Nil-Warane

Der erste Teil der Safari findet auf dem Wasser statt. Man fährt den ganzen Vormittag über den Zambesi, sieht seltene Vogelarten und besucht Hippos und Nil-Warane. Nachmittags, wenn die Tiere der Savanne wach sind, geht es im offenen Landrover durch die Steppe, zum Anfassen nah Zum Anfassen nah: Hippo im Nilzwischen Elefanten, Büffeln, Giraffen, Löwen, Antilopen und diversen Affenrudeln hindurch. In der Nähe von Vic Falls befindet sich auch Zimbabwes größter Nationalpark – der Hwange Nationalpark. Wer keine Safari dorthin bucht, sondern auf eigene Faust hinfährt, braucht – wie zum Besuch aller Nationalparks – ein Auto. Affen trifft man in Zimbabwe übrigens überall außerhalb der Städte. Auf den Landstraßen (vor allem in Norden) können einem auch mal Giraffen, Elefanten oder Hippos über den Weg laufen.Eine weitere Attraktion im Norden Zimbabwes ist der Kariba-See. Mit einer Fläche von 5000 Quadratmetern, neunmal so groß wie der Bodensee, und einem Volumen von 150 Milliarden Kubikmetern Wasser ist er der größte Stausee der Erde. Fünf Jahre hat man den Zambesi -River aufgestaut, bis der See vollgelaufen war. Dadurch hat sich unter anderem das Klima verändert. Zwischen Vic Falls und Kariba liegen die Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist höher, die Moskitos sind zahlreicher und die Malaria-Gefahr ist wesentlich größer als z.B. in Harare.

Relaxen ist angesagt

Der Weg von Vic Falls nach Kariba führt über Mblibizi. Hierher zu kommen ist nicht einfach, denn es gibt keine Busverbindung. Das Taxi für die rund 180 Kilometer lange Strecke kostet um die 100 DM. Mblibizi ist kein Ort. Es ist nur eine wunderschöne Gartenanlage am westlichen Ende des Sees mit Bungalows für bis zu 5 Personen. In einem kleinen Laden gibt es Lebensmittel. Um die Ecke ist ein Hotel. Das ist alles. Der Platz wirbt mit dem Slogan „The best place to do nothing“. Das trifft die Sache auf den Punkt. Relaxen ist angesagt: Ein bisschen angeln, Boot fahren, lesen und dösen. Eine Runde im Pool drehen. Einen Drink an der Cocktail-Bar nehmen. Abends im Hotel essen, ein kulinarisches Erlebnis. Den Sonnenuntergang genießen. Und sich vor den Hippos, den Flusspferden, in acht nehmen, die am Ufer spazieren gehen. Die meisten tödlichen Unfälle mit Tieren in Zimbabwe passieren mit Hippos, weil diese pflanzenfressenden tonnenschweren Säugetiere sich bzw. ihre Jungtiere schnell von Menschen bedroht fühlen.Ein- bis dreimal pro Woche legt in Mblibizi die Karibasee-Fähre an. Sie befördert Autos und Personen nach Kariba und umgekehrt (70 US$). Man sollte sie rechtzeitig in Harare buchen, weil während der Ferienzeit aufgrund der vielen Touristen aus Südafrika alles belegt ist. Das Schiff benötigt für die 300 Kilometer bis Kariba 22 Stunden. Nachts kann man auf Deck schlafen, die Milchstraße bewundern und die Sternschnuppen zählen.

Gediegener Rundum-Service

Kariba (15.000 Einwohner) ist ein typischer Urlaubsort im Nordosten. Man nennt ihn „die Riveria Zimbabwes”. Der Campingplatz (Zeltplätze und Zimmer) ist preiswert. Die Hotels sind so teuer wie in Vic Falls, bieten aber auch einen gediegenen Rundum-Service inclusive Unterhaltungsprogramm. Von Kariba Hights, 100 Meter über dem Ort gelegen, hat man einen grandiosen Blick über den Hafen und den See bis nach Sambia. Auf dem See kann man segeln, Boot fahren und fischen. Safaris in benachbarte Nationalparks werden organisiert. Das Leben in Kariba ist teuer, aber angenehm.Kariba ist der letzte Ort der Reise. Um ins 350 Kilometer entfernte Harare zurückzukommen, reist man am bequemsten im klimatisierten Luxusbus, der zweimal die Woche fährt. Wer die Strecke nicht komplett durchfahren, sondern noch ein paar Abstecher in die kleineren Orte am Wegrand machen möchte, benutzt die lokalen Busse und übernachtet vielleicht noch in Makuti, Karoi oder Lions Den, um die in der Nähe gelegene Löwenfarm zu besichtigen.Alles in allem braucht man für die Rundreise Harare – Bulawayo – Victoria Falls – Mblibizi – Kariba – Harare zwei Wochen, wenn man es locker angeht. Man kann sich (zu entdecken gibt es genug) auch mehr Zeit lassen. Und den Trip durch eine Reise in eines der interessanten Nachbarländer ergänzen. Zum Beispiel zum Krüger-Nationalpark in Südafrika oder zu den Traumstränden von Mauritius.

 

Text und Fotos: Peter Hetzler

Alle Angaben wurden von Hayit Medien und Fernweh.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

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Praktische Infos zu Zimbabwe

Giraffe im  Hwange Nationalpark

Beste Reisezeit
Das Klima ist Anfang März bis Anfang Mai am angenehmsten. Die Regenzeit ist vorbei und die Tagestemperaturen liegen um die 25 Grad. Aber auch im August und September läßt es sich in Zimbabwe gut reisen. Im Hochland im Osten des Landes ähnelt das Klima stark dem europäischen . Es regnet häufiger als in den anderen Landesteilen, und die Temperaturen sind niedriger.

Einreise und Visum
Nach Harare fliegen verschiedene Fluggesellschaften. Die preiswertesten Flüge von Deutschland aus nach Harare bei Air France oder Air Zimbabwe. Afrikanische Fluggesellschaften fliegen von Frankfurt aus auch die Flughäfen von Bulawayo und die Victoria Falls an. Bei der Ausreise fällt eine Flughafengebühr von 20 US$ an.Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten genügt für die Einreise nach Zimbabwe ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepaß. Der Besucher kann bei der Einreise aufgefordert werden, ein Rückflugticket und ausreichende Geldmittel vorzuweisen.

Gesundheit
Außer einer Malaria-Prophylaxe ist keine Vorsorge nötig. Allerdings sollte man, wie überall in Afrika, stehende Gewässer meiden (Bilharziose-Gefahr). Eine Gelbfieber-Impfung ist nur bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben.

Sicherheit
In Harare kommt Diebstahl immer wieder vor, Gewalttätigkeit allerdings in der Regel nicht. Grundsätzlich empfiehlt sich, Geld und Papiere im Brustbeutel unterzubringen und größere Beträge im Hotelsafe zu lassen. Außerhalb der Hauptstadt keine Probleme.

Das sollten Sie gesehen haben
Elefanten, Hippos, Löwen, Kudus, Impalas, Krokodile, Giraffen, Büffel, Affen und jede Menge andere Tiere findet man in den zahlreichen Nationalparks des Landes. Buchung und Infos im „National Park and Wildlife Management“ in Harare oder in Reisebüros. Lohnenswert ist auch ein Besuch der Victoria-Fälle. Abenteuerliche Fahrt mit öffentlichen BussenOn the roadMan kann Leihwagen mieten (Achtung: Linksverkehr!) oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Bahn und Luxusbusse sind bequem und preiswert, normale Busse abenteuerlich. Taxis haben Taxameter – die Preise müssen nicht ausgehandelt werden. Außerdem gibt es gute Inlands-Flugverbindungen.

Stichwort Geld
Währung ist der Zimbabwe-Dollar (Zim$). 100 Zim$ entsprechen und ca 2,1 Euro. Euro oder US-Dollar werden überall gewechselt. Aus Sicherheitsgründen empfehlen sich Traveller-Checks. Kreditkarten (VISA, American Express) sind auch ok. Ein bisschen Bargeld in Devisen ist immer gut (kleine Scheine). Euroschecks werden nicht akzeptiert. Als Trinkgeld ist ein Aufschlag von 10% üblich.

Reisekosten
Dazu kommen dann noch Transportkosten und Eintrittsgebühren für touristische Attraktionen. Wer nicht rumfährt, sondern nur an einem Ort in einer Lodge bleibt und selbst kocht, kommt mit weniger aus.Unterkunft &

Verpflegung
Von preiswert bis in exklusivste Höhen reicht die Spannbreite der Lodges und Hotels. Auch das Essensangebot ist vielfältig – von Fastfood über Straßenstände bis zum Nobelrestaurant.

Shopping
Schönes afrikanisches Kunsthandwerk findet man überall. Wer echte Shona-Skulpturen der international berühmten Bildhauer Zimbabwes kaufen möchte, sollte das allerdings nur in autorisierten Galerien in Harare tun – und viel Geld mitnehmen.

Weitere Infos
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:

Botschaft von Simbabwe
Kommandantenstr. 80
10117 Berlin Tel: 030 206 22 63 Fax: 030 204 55 062
mailto:info@simbabwe-botschaft.de
http://www.simbabwe-botschaft.de

African Travel Gateway
Tel: + 27  15 793 1191
Fax: + 27 15 793 0769
mailto:central.res@africantravel.com
http://www.africantravel.com/german.html

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