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Karpathos in der Ägäis

Kristall zwischen Rhodos und Kreta

Hafen von Pigadia

Das Hafen-Panorama von Pigadia (Foto: Ariane Günther)

 

Sonnengeküsst auf Karpathos angekommen, muss man die Insel knutschen. Einfach zum Niederknien. Ein funkelnder Kristall in der Südost-Ägäis auf der Achse zwischen Kreta und Rhodos. Teilweise ungeschliffen. Mit der inneren, dem griechischen Neutrum páthos entlehnten Wortdynamik kann sich ein Bericht leicht zum leidenschaftlichen Gefühlsausdruck erheben. Was erzeugt das innere Leuchten des Eilandes?

Die Reisende, die auf Einladung von „Discover Greece“ erstmalig Karpathos besucht, kennt wenige Menschen, die jemals den Namen gehört haben. Doch wenn jemand dort war, dann ist er oder sie absoluter Fan. So wie das Kölner Ehepaar Ackermann, das vor fünfzehn Jahren seine Karpathos-Premiere feierte und seitdem regelmäßig im Frühjahr und Herbst auf das für sie „Hidden Champion Island“ reist: „Von Karpathos mit seiner wunderbaren unberührten Natur und den kulturellen Schätzen geht ein unvergleichbarer Sog aus, dem man sich schwer entziehen kann“, schwärmen beide übereinstimmend.

Sieht wie dreimal Sylt aus

Karpathos hat so viel Spirit und Strahlkraft, dass vor Ergriffenheit die Tastenkombinationen verschwimmen. Fakten helfen beim schwindelerregenden Feiermodus. Das langgestreckte Stück Land im Ost-Mittelmeer hat die äußere Form von Deutschlands Sylt. Mit einer Gesamtfläche von 300 Quadratkilometern ist es jedoch dreimal so groß.

Die weiteste Ausdehnung gibt es in Nord-Süd Richtung, 12 Kilometer maximale Breite und die schmalste Stelle misst weniger als 3,5 Kilometer. Ein kahler, teilweise mit Kiefern bewaldeter Bergzug, der besonders bei Wanderurlaubern geschätzt wird, durchzieht die Insel von Norden bis zur Mitte und erreicht eine Höhe über 600 Meter. Im Inselzentrum steigt eine Erhebung auf 1.215 Meter an. Die größten Häfen befinden sich in der Hauptstadt Pigadia, dem früheren „Poseidion“, auf der südöstlichen Seite und in Diafani im Nordosten.

Miltemi und uralte Bräuche

Die Physiognomie der Landschaft zaubert Karpathos ein Lächeln ins Gesicht, das wie ein geheimnisvolles Feng-Shui wirkt. Man fühlt sich beschützt und zugleich durch die Energie von Wind- und Meergewalten gestärkt. Und es kann besonders in den Sommermonaten massiv trockener Meltemi wehen. Nicht umsonst lieben Wassersportler die zweitgrößte Dodekanes-Insel als Windsurf- und Kite-Paradies.

Dessen modernes, auch touristisches, Antlitz ist paradoxerweise von alten Sitten und Gebräuchen geprägt, die bis heute eine wichtige Rolle im Alltag spielen. Wobei die beiden Seiten sich gegenseitig beeinflussen. Die Echtheit der zehn Dörfer mit ihren rund 6.000 Einwohnern, deren herzliche Gastfreundschaft verbunden mit Respekt vor Traditionen verleihen Karpathos einen speziellen Charme.

Windmühle mit Taverne in Olymbos (Foto: Ariane Günther)


 
Vor Christus erste Besiedler

Seine bewegte Geschichte reicht bis in die minoische Zeit zurück, also rund 2.000 bis 1.400 vor Christus, die von mykenischer und dann dorischer Phase abgelöst wurde. Archäologische Fundstücke bei Ausgrabungen zeugen von langen Kriegs- und Belagerungszuständen durch die Perser, Römer, Byzantiner, die Ottomanen und schließlich die Italiener. 1948 war die Vereinigung mit Griechenland. Wegen seiner zentralen Mittelmeer-Lage wurde die Insel immer wieder von Piraten überfallen, die an flachen Uferregionen vor Anker gingen.

Heutzutage bieten sich dort weitläufige Traum-Oasen von kristallklarem, türkisfarbenem Wasser zum Baden an. Ausgedehnte Sandstrände im Westen, unzählige abgelegene Buchten und auf der Insel Saria im Norden liegt Apella: Er wurde 2003 zum schönsten Strand Europas gekürt.

Strand-Impressionen in Diafani (Foto: Ariane Günther)

 

Nützliche Karpathos-Tipps und -Infos

Bundesweit gibt es Gabelflüge von „Aegean Airlines“, in der Hauptferienzeit hat „Germania“ einige Direktflüge im Portfolio.

Für Fun-Wassersport ist Afiartis gleich in der Nähe des Airports der Hotspot. Die von dort 15 Kilometer entfernte angenehm überschaubare Hauptstadt Pigadia ist Ausgangspunkt vielfältiger Ausflugsmöglichkeiten.

Nicht versäumen sollte man eine Stippvisite im Berg- und Museumsdorf Olymbos, dessen Wahrzeichen die historischen Windmühlen sind. Handwerkskunst gibt es zu bestaunen und regionale Spezialitäten mit Horizontblick über die Ägäis zu probieren.

Im nördlichen Diafani lebt Evangelia Agapiou, die auf www.ecotourism-karpathos.com ein Aktivitäten-Programm und facettenreiche Trips offeriert, um ihr Land auf alternative Weise Urlaubern näherzubringen. Hier liegt auch der Heimathafen von „Kapitän Manolis“, dessen Bootstouren alle Inselstrände ansteuern. Am besten sind Tagescruises mit (Schnorchel-)Stopps in glitzernde Grotten, nach denen Barbecues mit fangfrischem Fisch zum sonnigen Ankern (www.gprotopapas.gr) einladen.

Das vorgelagerte Atoll Saria mit dem Dörfchen Argos, wo Piratenhäuser und die Kirche der heiligen Sofia zu entdecken sind, steht wie die Hauptinsel durch seinen Reichtum an Flora und Fauna unter dem Schutz von NATURA 2000 (www.fdkarpathos.gr).

Hinweis der Redaktion
Die Reise unserer Autorin, Ariane Günther, erfolgte auf Einladung der Marketingorganisation „Discover Greece“ und wurde vom Tourismus-Präsidenten von Karpathos, Michalis Lytos, initiiert.

Text/Fotos Ariane Günther

Ankern vor Badebucht Saria

Ankern vor der Badebucht auf Saria (Foto: Ariane Günther)

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