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Renntraining am Nürburgring

Fernweh.de-Autorin Ariane Günther kennt einen Ort, an dem die „Männerseele" driftet

Caterham am Nürburgring

Vorbereitung zum Renntraining am Nürburgring (Foto: Caterham)

 

Für alle Frauen, die ihren Mann, Freund, Partner „parken“ wollen, weil es zum Beispiel mit den Mädels zum nächsten Wellness-Besuch oder ins nahe Thermalbad geht: Melden Sie das Exemplar beim Drift-Training am Nürburgring im Herz der Eifel an. Ihr Ayurveda-Öl wird Sie zur Beauty-Queen machen, der Reifensound seine Motorliebe zum Schmelzen bringen; wodurch dadurch begünstigt neue Dank-Spa-Treatments winken.

In den maskulinen Verwöhnmodus zur Eifel-Rennstrecke bringen, wie funktioniert das? Wichtiger Fakt, der Mann fährt mit einem Caterham Rennwagen. Was sind diese Automobile, deren „Look and Feel“ retromäßig zu bezeichnen ist? Zum historischen Exkurs gehört, dass der damalige Lotus-Chef Colin Chapman 1957 sein erstes Straßenauto aus einem früheren Rennfahrzeug entwickelte. Ziel war, ein verkehrs- und renntaugliches Modell auf den Markt zu bringen. Bis 1973 wurden in vier Serien 2.500 Stück von der leichten „Alu-Zigarre“ mit freistehenden Rädern gebaut.

Stark und leicht und pur

Dann übernahm der Londoner Autohändler Graham Neam, der im Stadtteil Caterham beheimatet ist, die Markenrechte inklusive Produktionsanlage. Mit seinem Sohn will er den Autotyp modernisieren, doch die Grundstruktur bleibt gleich. Ein Gitterrohrrahmen mit darauf befestigten Aluminiumteilen, Nase und Kotflügel aus Glas- oder Kohlefaser. Immer mit einem kleinen, starken Antrieb ausgerüstet.

Die frühen Linien hatten 40 bis 75 PS. Bei den Japanern beispielweise wird der 660 Kubik große und 80 PS starke Dreizylinder von Suzuki geschätzt, denn dort ist für kleine Autos mit wenig Hubraum weniger Unterhalt fällig. Gerade mal 500 Kilogramm wiegt das Gefährt, das „pur“ ohne jeglichen Schnickschnack auskommt. Kein Airbag, kein ABS, keine Servobremse, keine (serienmäßige) Windschutzscheibe. Das Blinken klappt mit Kippschalter. Sicherheitsgurte dienen der Straßenzulassung in Deutschland.

Auf die Straße, fertig, los

Das Geniale wenngleich Simple, da keine Vorkenntnisse erforderlich sind: Beim Drift Training im Caterham Sportwagen braucht es neben Vorlage des Führerscheins nur Schuhe mit dünnen Sohlen für die Bedienung der eng beieinander liegenden Pedale. Darüber hinaus, sagen wir mal, die Durchschnittsphysiognomie des mitteleuropäischen Mannes. Denn der Innenraum mutet schmal an, eben rennwagenmäßig. Man sitzt im besten Sinne „auf der Straße“. Seinen Platz knapp über den Hinterrädern einnehmen und schon kann der Fahrspaß, bei dem Reifen quietschen und manchmal qualmen, beginnen.

Temporeich um Pylonen

Spaß heißt in diesem Fall etwas zu lernen, vor allem das Kennenlernen von unterschiedlich präparierten Pylonen-Parcours. Außerdem der Fahrsicherheit dienliche Empfehlungen sammeln, Aufgaben nach Anweisung der Instruktoren absolvieren sowie sich in der Kleingruppe mit Gleichgesinnten austauschen. Vielleicht als Höhepunkt zum Trainingsabschluss einen kleinen Wettbewerb cruisen, um den tagesaktuellen Drift-Sieger zu ermitteln. Das männliche Ego fängt Tango an zu tanzen, sobald gegenseitiges Messen ansteht. Ergo, mit Schmieröl vermischtes Adrenalin markiert positives Attribut, was absolutes Plus für die Beziehungsbilanz aspektiert.

Die Autorin hat viel übrig für die Eifel, weil diese nur etwas über eine Stunde Fahrtzeit ab der Kölner Haustür gerechnet wunderschöne Erlebnisse etwa zum aktiven Entspannen im grünen Natur-Ambiente bereithält. Ein Ausflugs- oder Kurztrip potenziert sich wunderbar, wenn die Begleitung „auf sein Motorvergnügen“ kommt, sprich bei der „Caterham Drift Experience“ (www.caterham.de) teilnimmt.

Anbieter ist Kurt Hoffmann, Chef vom Autohaus Hoffmann & Rink in Dierdorf an der A3. Am Nürburgring gibt es von April bis Oktober unter der Woche und am Wochenende Termine für Drift-Trainings, die sich ab 198 Euro für halben Tag von Einzelpersonen respektive für Gruppen – auch als Gutscheine – buchen lassen. Wird das Stilelement des Klischees weggelassen, sind selbstredend Damen oder  Freundinnen-Cliquen herzlich willkommen.


Text: Ariane Günther

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