Frankreich: Côte d´Argent - Urlaubsparadies für Camping und Caravaning

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Côte d´Argent: Urlaubsparadies für Camping und Caravaning

Surfurlaub direkt am Meer - Hossegor (Foto: peapop / fotolia)

Die Silberküste: Sonnige Ferientage in Südwest-Frankreich

Frankreich ist bekannt für seine Küsten. Die schönste von allen ist die Silberküste im südwestlichen Teil des Landes. Man kann dort aktiv Urlaub machen oder einfach nur faulenzen

„Hier kann man sich tatsächlich wie Gott in Frankreich fühlen“, meint der Familienvater, der seinem neu angekommenen Nachbarn beim Abstellen des Caravans hilft. Schnell ist der Platz auf dem Campinggelände unter Pinien eingerichtet und der Urlaub kann beginnen. Die Sonne scheint und es herrscht ein angenehmes mildes Klima. Der gesprächige Nachbar kann die Urlaubslaune auch nicht mit den Erzählungen über schlechtes Wetter trüben. Vor zwei Wochen sind viele Urlauber entnervt nach Hause gefahren, weil es ohne Pause regnete. Dabei gilt die Silberküste als das „französische Kalifornien“.

Das Gebiet der „Cote d’Argent“ (Silberküste) zwischen Soulac-sur-Mer an der Gironde-Mündung bis zu den Pyrenäen-Ausläufern bei Bayonne ist ein Urlaubsparadies und ein Eldorado für Campingurlauber. Denn die Anzahl der Campingplätze ist enorm. Und es hat sich herumgesprochen: Die Silberküste mit ihrem über 230 km langen, ununterbrochenen Sandstrand und den großen Dünen bietet Urlaubsmöglichkeiten für jedermann. Paare und Einzelreisende sowie große und kleine Familien schwören Jahr für Jahr auf geruhsamen Urlaub entlang des Atlantik. Dabei macht der oft vorhandene Wind die Hitze erträglich, wenn die Sonne erbarmungslos scheint. Und er sorgt dafür, dass vom Meer eine mit Jod und Salz angereicherte Luft herangetragen wird. Und die ist gesund.

Alois Steinmayr aus München kehrt zum Beispiel jeden Urlaub zur Silberküste zurück, „weil Camping hier so gewaltig Spaß macht“. Camping im Schatten der schönen Kiefernwälder, die direkt hinter den Sanddünen beginnen, kann hier wirklich Freude machen. Die Campingmöglichkeiten sind unbegrenzt. Ein Platz  reiht sich an den anderen. Und doch ist hier das Camperleben irgendwie anders. Denn es gibt an der Silberküste für jeden Geschmack den richtigen Platz.

Da ist z.B. die Superanlage „Le Vieux Port“ bei Messanges, die nicht nur mehr als 2000 Stellplätze bietet, sondern auch alles andere, was des Campers Herz erfreut: Swimmingpool, Einkaufszentrum, Animation und Sport, Waschmaschinen, Fahrradverleih usw. Wenige Meter weiter im Landesinneren gibt es einfachere Plätze, die um die Hälfte preiswerter sind, und wo es statt des Supermarktes nur noch einen Tante-Emma-Laden gibt, der nur wenige Stunden am Tage geöffnet hat. Bei fast allen Plätzen gilt: Die Plätze und die sanitären Anlagen sind sauber.

An vielen Stellen gibt es Leihzelte, die direkt an der Rezeption gebucht werden können. Diese Zelte sind bereits aufgebaut und komplett eingerichtet. So spart man sich das Mitschleppen des eigenen Zeltes samt Zubehör. Wem das Zelt zu unbequem ist, dem kann mit einem Leihcaravan geholfen werden. Wohnwagen – komplett eingerichtet – gibt es in jeder Größenordnung zu mieten. Wer Zelt oder Caravan in der Hauptsaison mieten möchte, sollte unbedingt rechtzeitig buchen. Es gibt auch Spezialveranstalter, bei denen direkt in Deutschland gebucht werden kann. Für normale Stellplätze auf den beliebten Campingplätzen empfiehlt es sich, auch vorher zu reservieren, wenn man in der Haupturlaubszeit der Franzosen dorthin reisen möchte.

Wer den Rummel eines komplett eingerichteten Campingplatzes scheut, kann einen Stellplatz bei „Camping naturelle“ finden. Meist handelt es sich hierbei um Wiesen, die Bauernhöfen angeschlossen sind. Diese Plätze sind naturgemäß nicht so perfekt organisiert.

Urlaubsspaß für jeden Geschmack

Nackt lebt es sich für viele schöner. So gibt es in Südwest-Frankreich zahlreiche FKK-Campingplätze. Darüber hinaus findet man an vielen Stränden FKK-Zonen. Inoffizielles FKK ist allerdings nicht erlaubt, obwohl sicherlich kein Gendarm auftauchen wird, wenn man etwas außerhalb und abseits des Badebetriebes an den bewachten Stränden sich nackt bräunt. Leben und leben lassen gilt an der Atlantikküste auch fürs Leben am Strand.

Zum Wellenreiten und Windsurfen ist die Silberküste ideal. Aber es gibt nur an vier Orten einfache und direkte Zugänge zum Atlantik: in Lacanau-Ocean, Mimizan, Hossegor und Anglet. An allen anderen Orten bleibt einem der oft lange Weg über die Dünen mit dem Sportgerät auf der Schulter nicht erspart. Da der Atlantik nur ein Surfrevier für Könner ist, windsurfen Anfänger sicherer an einem der im Hinterland liegenden Seen. Diese bieten bei entsprechendem Wind auch dem Könner noch richtiges Surf-Vergnügen. Solche Seen gibt es mehrere: z.B. der See von Soustons oder von Léon. Wer übrigens sein eigenes Surfbrett nicht auf dem Autodach mitschleppen möchte, kann sich an fast jedem Strand oder See preiswert ein Brett mieten.

Paradies für Surfer - Lacanau (Foto: Christian Seidel / pixelio)

Badespaß

Die Strände an der Atlantikküste sind von Juni bis September bewacht. Dies scheint auch dringend nötig, denn der Atlantik hat es in sich. Unterschiedliche Strömungen bei Ebbe und Flut können dafür sorgen, dass es selbst für geübte Schwimmer kein Zurück zum Strand mehr gibt. Dann sind die durchtrainierten Schwimmerinnen und Schwimmer der Küstenwacht gefordert, die sich angeseilt in die gefährlichen Strömungen begeben und allzu Mutige und Leichtsinnige ans Ufer zurückziehen. Doch Vorsorge scheint auch hier die beste Lösung zu sein. Und so wachen die Rettungsschwimmer recht aufmerksam darüber, dass nur in den abgesteckten Gebieten gebadet wird.

Für Kinder sind Ebbe und Flut, Wellen und Brandung, Muscheln und Sand der Himmel auf Erden. Am Badevergnügen hindert sie weder das je nach Windverhältnissen trübe Wasser noch die relativ kühlen Fluten. Durch den langen Weg über den Atlantik hat das Wasser viel Wärme abgegeben. Hauptsache, dass die Wellen immer da sind und der Spaß damit perfekt ist.

Außer Schwimmen und Surfen gibt es noch viele andere Sportmöglichkeiten. Radfahrer freuen sich über idyllische und nur für sie reservierte Wege durch endlose Wälder. Reiter finden in fast jedem Ort Möglichkeiten, Pferde auszuleihen. Für Golfer gibt es drei 18-Loch-Plätze und viele kleinere Plätze. Und für Tennis-Fans gibt es in jedem Bade- und Urlaubsort Tennisplätze zur Genüge.

Landschaft bei Mimizan (Foto: Benoit Henneton / fotolia)

An der Silberküste liegen ungefähr ein Dutzend Urlaubsorte. Wer nicht weiß wohin er reisen soll, kann einfach drauf losfahren und dort bleiben wo es gefällt. Insbesondere wenn man außerhalb der Hochsaison in Urlaub fährt. Hier kann man eigentlich nichts falsch machen. Denn obwohl jeder Ort sein eigenes Flair hat, ist doch das Publikum überall gemischt. So verbringen an der Silberküste an allen Orten Ruhesuchende und Amüsierlustige friedlich nebeneinander ihren Urlaub. Und dieses Leicht-lässige macht sie so liebenswert, die Cote d’Argent. Wer die vielfältigen Möglichkeiten dieses Küstenabschnittes am Tage genutzt hat, wird diesen Eindruck am Abend mit einem mundigen Glas Rotwein sicherlich bestätigen.

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