Südliche Ziele von Mexiko-City

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Auf in die Stadt der Kojoten

Dort, wo sich Avenida Insurgentes und Paseo de La Reforma etwa in Höhe der Zona Rosa kreuzen, beginnt die Insurgentes Sur; also der Südteil dieser extrem langen Straße. Folgt man ihr Richtung Süden, gelangt man nach Coyacán, was übersetzt Kojotenstadt bedeutet. Coyacán versprüht eher den Charme der typischen Kolonialstädte in der Nähe der Hauptstadt, als den Eindruck zu erwecken, Teil von Mexiko-Stadt zu sein. Dies liegt daran, dass Coyacán – wie so viele der südlichen Viertel der Stadt – einst ein eigenständiger Ort war, der im Laufe der Zeit von der Hauptstadt verschluckt wurde. Weit entfernt vom hektischen Trubel des Zentrums ist Coyacán heutzutage Treffpunkt von Intellektuellen, Studenten und nicht zuletzt vielen Hippies. In dem Tourismus-Büro direkt an der Plaza Hidalgo gibt es kostenlose Übersichtskarten mit allen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Museen in den ehemaligen Häusern der Malerin Frida Kahlo oder dem russischen Revolutionär Leo Trotzki. Die entspannte Atmosphäre des Viertels lässt sich sehr schön bei einem Kaffee auf einem der Plätze des Ortes genießen. Man merkt schnell, dass die Mentalität der Einheimischen hier deutlich offener ist, als einige Kilometer nördlich im pulsierenden Zentrum der Stadt. Hier freut man sich noch über kulturinteressierte Touristen und begegnet ihnen mit Aufgeschlossenheit. Wer der spanischen Sprache mächtig ist, wird schon mal gerne in ein kleines Schwätzchen verwickelt.

 

Die größte Universität der Welt

Fährt man die Insurgentes von Coyacán aus weiter in südlicher Richtung, durchschneidet diese nach wenigen Kilometern die riesige Ciudad Universitaria, die Studentenstadt. Dort befindet sich – wen wundert es mittlerweile noch – die größte Universität der Welt, die Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM). Der Campus, auf dem über 400.000 Studenten ihre akademische Ausbildung genießen, verfügt über ein eigenes Transportsystem und einen Botanischen Garten. Darüber hinaus ist die Universitätsstadt das Zuhause des Erstliga-Fußballvereins Club Pumas. In südöstlicher Richtung der kleinen Stadt in der Stadt liegt ein weiteres Highlight für Fußball-Interessierte: das Estadio Azteca. Das 105.000 Besucher fassende Stadion kann mit einer beeindruckenden Geschichte glänzen: Es ist das einzige, in dem bereits zweimal das Endspiel einer Fußballweltmeisterschaft ausgetragen wurde. In dem Finalspiel der Weltmeisterschaft 1986 zwischen Deutschland und Argentinien verlor die Deutsche Mannschaft in eben diesem Stadion nach einem hart umkämpften Spiel mit 3:2.

 

Xochimilco – Ein Hauch von Venedig in Mexiko

Die Jardines Flotantes, die schwimmenden Gärten, liegen im südlichsten Zipfel der Stadt. Obwohl sie die Touristenattraktion schlechthin sind, begeistern sie vor allem sonntags auch viele Einheimische. Es handelt sich dabei um ein künstlich angelegtes Kanalsystem, auf dem man an jedem Tag der Woche farbenfrohe Boote mieten kann. Gemütlich schippern die Schiffchen kreuz und quer über die Kanäle und wer will, kann sich kleine Snacks und kühles Bier von den vielen Verpflegungsbooten reichen lassen. So richtig lohnt sich die Kanalfahrt jedoch eigentlich nur, wenn man mit einer größeren Gruppe unterwegs ist, mit der man mindestens ein Boot für sich beanspruchen kann. Doch die Fahrt überzeugt eher als soziales Ereignis, denn als eigenständiges Ausflugsziel.

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