Dominikanische Republik / Große Antillen Allgemeine Reiseinformationen

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Dominikanische Republik / Große Antillen

Die Dominikanische Republik nimmt den größten Teil der Karibikinsel Hispaniola ein.

Im östlichen Teil von Hispaniola liegt Haiti. Die Insel Hispaniola gehört zu den Großen Antillen, und die nächstgelegenen größeren Inseln sind Jamaika und Kuba im Westen sowie Puerto Rico im Osten.

Die Dominikanische Republik bietet eine abwechslungsreiche, tropisch-üppige Landschaft im Landesinnern und eine fast 1600 km lange Küstenlinie mit schönen langen Sandstränden. Die Hauptstadt der Dominikanischen Republik ist Santo Domingo im Süden der Insel. Eine weitere bedeutende Stadt ist Puerto Plata, im Norden gelegen. Die wichtigsten Urlaubszentren befinden sich an der Nord- und an der Ostküste.

Anreise

Die Dominikanische Republik ist von Deutschland aus sowohl per Charter- als auch per Linienflugverbindung direkt zu erreichen. Die Flugzeit beträgt etwa 10 Stunden.

Es gibt zwei internationale Flughäfen in der Dominikanischen Republik: bei Puerto Plata im Norden und „Las Americas“ im Süden, 30 km von Santo Domingo entfernt.

Die Dominikanische Republik ist auch ein beliebtes Kreuzfahrtziel im Rahmen einer Karibiktour.

Bürger der Bundesrepublik Deutschland benötigen für die Einreise einen gültigen Reisepass, der noch mindestens drei Monate gültig sein muss, und die Touristenkarte, die man nach der Ankunft für etwa 10 US-Dollar am Flughafen kaufen kann. Die Touristenkarte ist für einen Aufenthalt von 90 Tagen gültig. Weiterhin wird beim Abflug eine Ausreisesteuer in Höhe von ebenfalls ca. 10 US-Dollar erhoben, die jedoch bei Pauschaltouristen in der Regel vom Reiseveranstalter bezahlt worden ist.

Autovermietung

Fast alle größeren internationalen Autoverleihfirmen sind auf der Insel ansässig. Sie sind teurer als die kleinen einheimischen Vermieter, bieten aber auch einen höheren Sicherheitsstandard. Ein Leihwagen ist in der Dominikanischen Republik ab ca. 60 US-Dollar pro Tag zu haben. Vergleichsweise günstig ist dagegen das Benzin. Die Insel ist von einem relativ dichten Netz von Tankstellen überzogen. Abseits der Hauptstraßen, wo es Engpässe bei der Benzinversorgung geben könnte, werden häufig Plastikkanister mit Benzin am Straßenrand verkauft.
Die Straßenverhältnisse in der Dominikanischen Republik sind sehr unterschiedlich: während die Hauptrouten sehr gut ausgebaut sind, bestehen viele Nebenstraßen hauptsächlich aus Sand und Schlaglöchern. Dann benötigt man selbst für kurze Entfernungen oft Stunden.

Einkaufen

In den größeren Städten gibt es viele kleine Läden und auch Kaufhäuser. Ansonsten ist jedoch der Colmado die gängigste Einkaufsmöglichkeit auf der Insel. Colmados sind mit unseren „Tante-Emma-Läden“ vergleichbar, und man findet sie auch im kleinsten Dorf. Es gibt außer frischem Fleisch und Fisch fast alles, was man zum täglichen Leben braucht: Gemüse, Obst, Reis, Konserven, Öl, Zigaretten. Für die Einheimischen sind die Läden meist auch lokales Kommunikationszentrum. Fremde sind grundsätzlich sehr gern gesehen.

Essen und Trinken

Typische dominikanische Gerichte sind Hühnchen und Fisch in vielen Varianten. Die häufigsten Beilagen sind Yucca, Taro, die Süßkartoffel Batate, Yams-Wurzeln und Kochbananen. Letztere eignen sich nicht zum Verzehr im rohen Zustand! Vorsicht ist auch bei verschiedenen Fischgerichten geboten: manche Fische tragen Gifte (Ciquatoxin) in sich, die sie durch Algen mit der Nahrung aufnehmen. Beim Menschen löst das Gift tagelang anhaltenden Durchfall, Erbrechen und körperliche Erschöpfung aus. In den Monaten April bis September ist die Gefahr am größten und es empfiehlt sich, in dieser Zeit ganz auf den Fischverzehr zu verzichten.
In den Urlaubszentren finden sich viele Restaurants mit europäischer Kost.
Als Getränke werden neben Cola und Limonade frisch gepresste Fruchtsäfte, Trinkkokosnüsse und Bier angeboten. Wer Wasser trinken möchte, sollte „Agua mineral“ bestellen, denn grundsätzlich gilt: Leitungswasser ist kein Trinkwasser! Selbst mit Eiswürfeln im Getränk sollte man sehr vorsichtig umgehen, da man nie weiß, wie sie hergestellt wurden.

Geld

Die Währung der Dominikanischen Republik ist der Peso. Die Ein- und Ausfuhr von Landeswährung ist nicht gestattet. Ein Umtausch von Euro in Pesos empfiehlt sich jedoch wegen der häufigen Wechselkursschwankungen und der hohen Verluste nicht. Sinnvoller ist es, US-Dollar mitzunehmen, da die amerikanische Währung die zweite Landeswährung darstellt. Auch können in den Banken US-Dollar-Reiseschecks problemlos umgetauscht werden. Kreditkarten werden akzeptiert und sind sogar oft unerlässlich, zum Beispiel beim Mieten eines Wagens. Gängige Kreditkarten sind u.a. Visa, Eurocard/Mastercard und American Express.

Karten

Die ausführlichste und übersichtlichste Karte der Insel ist z.Zt. der „Vista Point Info Plan: Dominikanische Republik“ von 1995. Die Karte enthält auch Übersichtspläne für Santo Domingo, Santiago und Puerto Plata.

Kleidung

Für europäische Verhältnisse herrscht in der Dominikanischen Republik immer Sommer. Deshalb reicht es, wenn sich die Reisegarderobe aus leichter Sommerkleidung zusammensetzt. Baumwolle und Leinenstoffe sind am besten geeignet. Wer Abstecher ins bergige Inland plant, sollte feste Schuhe, einen Pullover und Regenschutz dabei haben.
Außerhalb der Ferienzentren sollte man möglichst keine Badehosen, Bikinis oder Shorts tragen. Kirchen und Stätten nationaler Bedeutung dürfen in leichter Strandkleidung häufig nicht betreten werden.

Reisen auf der Insel

Wer kein Auto gemietet hat, dem stehen auf der Insel folgende Verkehrsmittel zur Verfügung: Busse, Guaguas, Taxis und Motoconchos.
Alle größeren Städte werden von verschiedenen, landesweit operierenden Busgesellschaften bedient. Dabei werden unterschiedliche Klassen angeboten: vom einfachen Überlandbus bis zum vollklimatisierten Luxusbus.
Die Guaguas fahren auch die kleinsten Orte an. Guaguas sind Kleinbusse, meist japanischen Fabrikats. Man trifft sie in allen Städten und Ortschaften an zentralen Plätzen. Sie sind preisgünstiger, aber auch viel überfüllter als die größeren Busse. Zu mehr oder weniger festgelegten Zeiten befördern sie auf bestimmten Routen so viele Passagiere, wie gerade noch hineinpassen. Den Preis sollte man vor Fahrtantritt aushandeln.
In der Nähe aller größeren Hotels und an öffentlichen Plätzen finden sich auch immer Taxis. Da für die Berechnung des Fahrpreises Taxameter so gut wie unbekannt sind, sollte man den Preis vor Antritt der Fahrt aushandeln.
Motoconchos sind private Motorräder, die jeden mitnehmen und überall halten – sie sind das meistbenutzte Transportmittel der Insel. Auch hier gilt: Den Preis vor Fahrtbeginn aushandeln.

Sprache

In der Dominikanischen Republik wird Spanisch gesprochen, in den Urlaubszentren kann man sich auch mit Englisch verständigen.

Stromspannung

Die Stromspannung beträgt auf der ganzen Insel 110 Volt. Dabei wird das amerikanische Steckersystem verwendet. Ein Adapterstecker sollte deshalb unbedingt mitgenommen werden, da er außer in einigen großen Hotels schwer zu bekommen ist.
Stromausfälle und -abschaltungen sind in der Dominikanischen Republik an der Tagesordnung. Sie können von wenigen Minuten bis zu vielen Stunden dauern. Daher greift man am besten auf Geräte mit Batteriebetrieb zurück.

Telefonieren

Telefonieren kann man am einfachsten von einem der Büros der CODETEL (Centro de Telecomunicación) aus. Diese finden sich in allen größeren Städten und sind jeweils zwischen 8 und 22 Uhr geöffnet. Von der Insel aus ist die Vorwahl nach Deutschland 01149, nach Österreich 01143 und in die Schweiz 01141.
Von Europa aus ist die Dominikanische Republik unter der Vorwahl 001-809 zu erreichen.

Zeit

Die Zeitrechnung in der Dominikanischen Republik erfolgt nach der „Atlantic Standard Time“. Diese liegt gegenüber der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um fünf Stunden zurück. Ist es also in Deutschland 12 Uhr mittags, zeigt die Uhr in der Dominikanischen Republik 7 Uhr morgens an bzw. während der deutschen Sommerzeit 6 Uhr morgens.