Flugangst

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Flugangst muss nicht sein

7 sinnvolle Entspannungs-Tipps gegen Flugangst

Zitternde Beine und Schweißausbrüche sind noch die harmlosesten Anzeichen von Flugangst. Trotzdem sind sie schon lästig genug. Lesen Sie, was man gegen die Nervosität vor dem Flug unternehmen kann

Der Atem wird flacher, das Herz beginnt zu rasen. Die Nervosität kommt in einzelnen Schüben. Beim Einsteigen ins Flugzeug beginnen die Knie ein wenig zu zittern. Selt­same, unangenehme Gedanken schießen einem durch den Kopf. Kennen Sie das Gefühl? Dann gehören Sie vermutlich zu den unzähligen Menschen, die unter Flugangst lei­den. Es gibt zwar keine offiziellen Zahlen – wer spricht schon gern über seine Ängste – aber Experten vermuten, dass ca. 70 Prozent aller Menschen Angst vor dem Flie­gen haben. Manche probieren es deshalb gar nie aus. Andere haben bereits einen Flug hinter sich gebracht und wollen so etwas nie wieder erleben. Wer unter solch extremen Ängsten leidet, sollte sich im Ernstfall (wenn man z. B. dennoch gezwun­gen ist zu fliegen) professionelle Hilfe suchen.

Viele Menschen steigen zwar häufiger ins Flugzeug, bekommen aber jedes Mal aufs neue Beklemmungen und Angstzustände. Speziell für diese Gruppe haben wir im folgenden Kapitel einige Tipps für ein entspannteres Flugerlebnis zusammengestellt.

Was man gegen Flugangst tun kann

1. Tipp: Positives Denken

Fragt man Menschen mit Flugangst nach den genaueren Gründen ihrer Bedenken, erhält man meist unbestimmte Antworten. Natürlich ist es in erster Linie die Angst vor einem Absturz, welche die Menschen beschäftigt. Viele sagen jedoch auch, sie könnten das „Gefühl des Ausgeliefertseins” nicht ertragen. Einmal ins Flugzeug ge­stiegen, ist man dem Piloten und seiner Crew machtlos ausgesetzt.

Beide Argumente sind mit zwei kurzen Überlegungen zu relativieren:

Erstens: während jährlich alleine in Deutschland etwa 10.000 Menschen an den Fol­gen von Autounfällen sterben, kommen weltweit (!) nicht einmal tausend Personen durch Flugzeugabstürze ums Leben. Gerade weil Unglücke so selten sind, werden sie von den Medien so reißerisch ausgeschlachtet!

Zweitens: Ausgeliefert ist man dem Piloten eines Flugzeugs nicht wirklich. Auch das Flugpersonal hat ein ganz persönliches Interesse daran, wieder heil auf dem Boden zu landen!

Bei manchen Menschen reichen diese beiden Überlegungen schon aus, um das un­an­genehme Gefühl beim Fliegen in den Griff zu bekommen.

2. Tipp: Informationen über den Flug

Was wir nicht kennen, ängstigt uns. Unbekannte Geräusche, rätselhafte Gescheh­nisse und scheinbares Chaos im Flugablauf beunruhigen nahezu jeden Passagier. Nur wer ein blindes Vertrauen in die Technik hat, wird da nicht misstrauisch.

Fast immer verlaufen die Flüge jedoch reibungslos. Wenn etwas nicht in Ordnung ist (das Wetter oder die Technik), dann startet man erst gar nicht. Deshalb sollte man in diesem Fall der eigenen Unsicherheit keinen allzu großen Glauben schenken.

Wer es immer gerne ganz genau wissen möchte, sollte sich vorher über technische Einzelheiten und den Ablauf von Start und Landung informieren. Es gibt inzwischen genügend Literatur, wo diese Dinge auch für Laien verständlich beschrieben sind. Dann wissen Sie beim nächsten Flug ganz genau was gerade geschieht – und Sie werden sehen, dass nichts Ungewöhnliches dabei ist.

3. Tipp: Das Angst-Syndrom bewusst machen

Wenn Information und Positives Denken alleine noch nicht genügen, dann muss man sich mit seiner Angst genauer auseinandersetzen. Normalerweise sieht man zu­nächst nur die Angst-Symptome: Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Übelkeit usw.

Ängste sind ein psychologisches Phänomen, das jedem Lebewesen bekannt ist. Sie sind sogar überlebenswichtig: hätten wir keine Angst, dann würden wir Gefahren unter­schätzen oder nicht erkennen. Aber wir müssen (und können) auch lernen, mit der Angst „vernünftig” umzugehen.

Die oben aufgezählten Symptome sind weder Krankheiten noch haben sie ihre Ur­sache im Fliegen selbst. Sie treten nur durch die Angst zutage. Und sie können be­kämpft und abgemildert werden – zum Beispiel durch gezielte Entspannungsübungen. (Vgl. dazu Punkt 5).

4. Tipp: Angstbekämpfung durch Konfrontation

Eine mögliche und erwiesenermaßen wirksame Methode der Angst-Bekämpfung ist die bewusste Konfrontation mit der fraglichen Angelegenheit. Sie sollten der angst­ein­flößenden Situation also gerade nicht aus dem Weg gehen – im Gegenteil! Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, dann setzen Sie sich einer Extrembelastung aus. Im Falle der Flugangst könnte das z. B. ein Langstreckenflug mit vielen Zwischen­lan­dun­gen sein, oder aber ein turbulenter Flug in einem kleinen Sportflugzeug. Auch wenn die Angst anfangs unerträglich scheint – sie wird sich im Laufe der Zeit legen. Und am Ende kommt man mit weniger extremen Situationen ganz sicher besser klar.

Auch sehr stark ausgeprägte Ängste sind durch diese Methode schon gänzlich ver­schwunden.

5. Tipp: Entspannungsübungen

Wenn der Körper völlig entspannt ist und die Muskeln unverkrampft und ruhig sind, dann kann man auch keine Angst empfinden. Dies ist ein einfaches, biologisches Gesetz. Und es funktioniert!

Es gibt eine ganze Reihe von Entspannungstechniken, die man sich dabei zunutze machen kann. Am besten ist es, wenn man die Übungen (z. B. Atem- und Locke­rungs­übungen) auch ganz unauffällig im Sitzen praktizieren kann. Dann merkt es der Sitznachbar nicht einmal.

Autogenes Training ist beispielsweise eine solche Methode. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, oder auch in einer Buchhandlung, denn zu diesem Thema gibt es große Mengen an (guter) Literatur.

6. Tipp: Gute Vorbereitung

Nun wollen wir den psychologischen Bereich wieder verlassen. Leichtere Fälle von Flugangst lassen sich auch durch gezielte, einfache Vorbereitungen bewältigen. Oft verspürt man einfach deshalb Panik, weil man schon im Vorfeld des Fluges völlig überreizt ist. Vielleicht hat man bis zum Schluss mit dem Packen gewartet, noch gearbeitet und alle Vorbereitungen in der letzten Minute erledigt. Dann ist man aufgewühlt, unausgeschlafen und hektisch. Das ist ein Fehler!

Menschen mit Flugangst sollten darauf achten, dass sie die Zeit vor dem Flug mög­lichst ruhig und entspannt verbringen. Man sollte alle Vorbereitungen rechtzeitig ab­geschlossen haben und in der Nacht vor der Reise für ausreichend Schlaf sorgen.

Auch der Weg zum Flughafen sollte stressfrei sein. Am besten ist es, man lässt sich (mindestens zwei Stunden vor dem Abflug) von jemandem hinbringen.

7. Tipp: Essen und Trinken

Und nun noch ein Tipp fürs leibliche Wohl. Ob Sie’s glauben oder nicht: ein leerer Bauch fliegt nicht gerne! Auch wenn man das Gefühl hat, keinen Bissen zu ver­tra­gen: es stimmt nicht. Ein leichtes Essen beruhigt Nerven und Magen und sorgt für mehr Ruhe.

Von aufputschenden Mitteln wie Kaffee, Schwarztee, Cola oder allen Arten von alkoholischen Getränken sollte man jedoch die Finger lassen. An Bord werden genügend nicht-alkoholische Getränke serviert.

Anne Grießer

 

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