Griechenland: Griechische Inseln - Zehn griechische Topinseln

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10 griechische Top-Inseln


Urlaub auf einer Insel

Sie sind Garanten für einen ausgefüllten Urlaub. Mit jede Menge Sonne, Strand und Meer – die griechischen Inseln. Bleibt nur noch die Frage: Welche Insel erfüllt welche Erwartungen? FERNWEH.de stellt Ihnen 10 ausgesuchte Inseln vor und nennt Ihnen die Vorteile

Ob zum Wandern nach Kefalloniá oder zum Ruhetanken nach Tílos: Griechenlands Inselwelt hat für jeden Anspruch etwas zu bieten. Die Inseln werden in der Touristikbranche seit Jahrzehnten als Dauerbrenner gehandelt. Zahlreiche Pauschalangebote locken Sommer für Sommer Tausende Sonnenhungriger zu den bekannten Urlaubszielen im griechischen Mittelmeer. Doch vor der Reise kommt zunächst einmal die Entscheidung für ein Ziel. Um die Auswahl zu erleichtern, finden Sie im folgenden 10 mehr oder weniger bekannte Inseln im Überblick. Mit Kurzbeschreibung und den wichtigsten Infos für Ihre Reiseplanung. Damit die Wahl nicht zur Qual wird und Sie die richtige Insel für Ihren nächsten Griechenland-Urlaub finden.

Kefalloniá: Inseltip für Wanderer

Kefalloniá, die größte und gebirgigste der Ionischen Inseln, ist landschaftlich besonders abwechslungsreich und eignet sich hervorragend für Wanderausflüge. Mit ihren Nachbarinnen teilt sie die üppige Vegetation, die zusammen mit weißen Sandstränden und türkisblauem Meer ein einzigartiges Farbzusammenspiel bewirken. Herrscher über die Insel ist der 1628 m hohe Berg Énos, an dessen Hängen sich die schwarze Kefalloniá-Tanne ausgebreitet hat. Geheimnisvolles verbirgt sich in der Tiefe, wo es eine unterirdische Märchenwelt zu entdecken gilt. Für Überraschungen sorgt die Grotte von Melissáni.

 

„... Und am Ufer steh’ ich lange Tage,
Das Land der Griechen mit der Seele suchend; ...“
Johann Wolfgang von Goethe

Mit einem Boot fährt man durch einen 22 m langen, unterirdischen Kanal und erreicht die Höhlenkammer. Durch die Öffnung in der Decke fallen Sonnenstrahlen ein, die den See in den unvorstellbarsten Blau- und Grüntönen leuchten lassen. Inmitten eines Olivenhains liegt die Tropfsteinhöhle von Drongaráti. In ihrer riesigen Felsenhalle werden eindrucksvolle Formationen von Stalaktiten und Stalagmiten beleuchtet. Die Höhle verfügt über eine besonders gute Akkustik, so daß hier in den Sommermonaten sogar Konzerte veranstaltet werden.

Auf Kefalloniá gebietet die Natur – manchmal auch mit Gewalt! Im Jahr 1953 legte ein Erdbeben die Insel in Schutt und Asche. Die Orte wurden danach eher nach pragmatischen als nach ästhetischen Gesichtspunkten wiederaufgebaut. Einzige Ausnahme ist das Fischerdorf Fiskárdo, am nördlichsten Zipfel der Insel gelegen. Es blieb vom Erdbeben weitgehend verschont und besticht mit seinen venezianischen Häusern, die den Hafen idyllisch säumen.

Künstlertreff Hýdra

Malerisch geht es auf Hýdra zu. Die kleine Insel im Saronischen Golf mauserte sich schon in den sechziger Jahren zum beliebten Künstlertreff.

Bei der Einfahrt in den Hafen wird man von der Schönheit der Inselhauptstadt überwältigt. Die prächtigen Herrenhäuser aus dem 18. Jahrhundert zeugen von dem Wohlstand, der Hýdra einst als wichtigstem Handelszentrum des östlichen Mittelmeeres gewährt war.

Wie die Zuschauer eines Amphitheaters ziehen die Gebäude sich hufeisenförmig um die enge Bucht weit auf die beiden felsigen Hügel hinauf. Die Straßencafés am Hafen sind ihre Bühne. Dort tummeln sich die Gäste, und auch Künstler lassen sich hier gerne blicken.

Alternativ zum „Hauptprogramm“ bietet sich der Besuch einer Klosterkirche aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Spaziergang durch die malerischen Gassen an. Boote fahren regelmäßig zu kleinen Badebuchten.

Von Athen aus wird der Besuch Hýdras und ihrer Nachbarinseln Ägina, Póros und Spétses als Tagesausflug angeboten.

Nísyros: Vulkane und heilende Quellen

Geologen stellten fest, daß Nísyros und Kos aus dem gleichen Gestein bestehen und in langer Vorzeit einmal zusammengehört haben müssen.

Der griechische Reiseschriftsteller Pausanias erklärte dieses Phänomen schon im 2. Jahrhundert n. Chr.: Seiner Ansicht nach hatte Poseidon im Streit mit den Giganten mit seinem Dreizack ein Stück Fels von Kos herausgebrochen und es nach dem Riesen Polybotes geschleudert, um diesen zu töten. Der Stein, der oberhalb der Meeresoberfläche trieb, wurde zu Nísyros, hatte den Riesen aber nicht vernichten können. Der Mythologie zufolge sitzt dieser nun im Inneren eingeklemmt und versucht hin und wieder, sich zu befreien, was bisweilen zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen führen kann.

Trotzdem ist der Besuch der Insel kein „Tanz auf dem Höllenschlund“, denn seit dem letzten Ausbruch sind über 100 Jahre vergangen. Heute sind ihm der fruchtbare Boden und eine üppige Vegetation zu verdanken, die schwarzen Kieselstrände und die heilenden Schwefelquellen.

Nísyros ist ein eher ruhiges Ferienziel. Lebendiger wird es lediglich, wenn die Ausflugsboote von der Nachbarinsel Kos anlegen und die Tagestouristen mit Bussen zum großen Vulkankrater fahren. Ein einmaliges Erlebnis ist es, in den frühen Morgenstunden mit dem Motorroller (einen Autoverleih gibt es nicht) den Menschengruppen zuvorzukommen und die Einsamkeit und Ruhe der bizarren Landschaft ungestört auf sich wirken zu lassen.

Tílos: Speziell für Ruhesuchende

Genau zwischen den Touristenmagneten Kos und Rhodos gelegen, bietet Tílos eine beschauliche Abwechslung. Wenn im „Hafen“ von Livádia zweimal wöchentlich die große Fähre von Rhodos und Piräus in die kleine Bucht einläuft, müssen nicht nur die anderen Boote den Platz räumen – auch die Enten bringen dann ihre Nachkommenschaft schnatternd in Sicherheit.

Viele schöne Ziele der Insel können erwandert werden, und neben einem ausgedehnten Sandstrand gibt es einige kleine Badebuchten, an denen man ungestört schnorcheln kann. Höhepunkt ist sicher ein Besuch des Pantelímonas-Klosters, das an der Westküste inmitten einsamer Berglandschaft in einmaliger Lage errichtet wurde und von einem grünen Garten umgeben wird.

Psérimos: Autofreie Familieninsel

Der Inselwinzling Psérimos, zwischen Kálymnos und Kos gelegen, kann nicht mit den Sehenswürdigkeiten seiner Nachbarinnen aufwarten. Aber der flach abfallende Sandstrand in der kleinen windgeschützten Bucht eignet sich hervorragend für einen erholsamen Familienurlaub mit (kleinen) Kindern. Zum Essen laden Fischtavernen ein – mit Ausblick aus das Meer. Ein weiterer Pluspunkt: Psérimos ist autofrei. Da die Zahl der Übernachtungsmöglichkeiten begrenzt ist, sollten Sie in der Hauptsaison von Kálymnos aus Zimmer reservieren lassen.

Páros: Drehkreuz für Inselhopper

Vorbei die Zeiten, in denen auf Páros ausländische Rucksacktouristen von den gastfreundlichen Parioten zu einer warmen Mahlzeit eingeladen wurden. Oder daß man den „Ärmsten“ gestattete, am Strand unter den Sternen zu übernachten und in den Cafés die Morgentoilette zu verrichten. Es sind einfach zu viele geworden, die in der Hauptsaison über das Inselchen herfallen. Und wenn man schon nicht mehr seine Ruhe hat, dann soll wenigstens die Drachme rollen.

Heute sind die Bewohner auf Tourismus eingestellt, und die zahlreichen Boutiquen, Souvenirgeschäfte, Bars und Diskotheken lassen (fast) keine Wünsche unerfüllt. Wer den Rummel liebt, ist in der Hauptstadt Parikiá und in dem ehemals kleinen Fischerdorf Naoússa gut aufgehoben. Parikiá gilt aber nach wie vor als Perle gepflegter kykladischer Architektur: Weiß getünchte Flachdachhäuser, zwischen denen sich schmale Gassen winden.

Die bunten Fenster- und Türrahmen waren zur Zeit der Türkenherrschaft übrigens aussschließlich in Blau gehalten und drückten in Anlehnung an die griechischen Nationalfarben eine Art stummen Protest gegen die fremden Machthaber aus. Seine Beliebtheit als Urlaubsziel verdankt Páros aber auch den zahlreichen Ausflugszielen im Inneren der Insel, wie beispielsweise das grüne Tal der Schmetterlinge oder das Kloster des Ágios Giánnis Kárparos, zu dem man auch eine kleine Wanderung unternehmen kann. An den goldenen Sandstränden kommen Bade- und Sonnenhungrige voll auf ihre Kosten. Für die kleineren Strandgäste empfiehlt sich der Aufenthalt in Alykí, im Süden der Insel, wo es einen großzügigen Kiesstrand gibt, an dem das Meer in der Regel sehr ruhig ist.

Lésbos: für jeden etwas 

In Lésbos steht der Tourismus erst an zweiter Stelle. Haupteinnahmequelle ist die Olivenproduktion. Davon zeugen riesige Olivenhaine, die im Herbst abgeerntet werden. Ein mindestens ebenso bekanntes Erzeugnis ist der Oúzo. Zu dessen Ehre werden den ganzen Sommer über in verschiedenen Orten hochprozentige Feste veranstaltet. Hierbei hat schon so manch einer das Tanzen gelernt. Die orientalisch anmutende Hauptstadt Mytilíni zeichnet sich durch ihre Geschäftigkeit aus. In den pittoresken Gassen findet man noch zahlreiche kleine Handwerksbetriebe und urgriechische Cafés. Für das leibliche Wohl sorgen die Fischtavernen an der Hafenpromenade. Zu den zahlreichen historischen Zeugnissen der Stadt gehören ein Kastell aus dem 14. Jahrhundert, ein antikes Theater, eine Moschee und ein türkisches Bad. Urlauber treffen sich aber vor allem an den Sandstränden der Küstenorte Mólyvos, Plomári und Skála Eressoú. Lohnenswert sind Erkundungsfahrten in die einsame Berglandschaft der Inselmitte, wo man höchstens von ein paar Ziegen begrüßt wird. Außerdem gibt es noch urige Dörfer, byzantinische Klöster, Burgen, einen versteinerten Wald, und, und, und ... Um alles zu erkunden, sollte man schon ein bißchen Zeit mitbringen.

Skiáthos – das Badeparadies

Wer Sonne, Strand und Meer sucht, der ist auf Skiáthos gut aufgehoben. Die Tatsache, daß es hier Strände für alle Bedürfnisse gibt und einige den Vergleich mit der Karibik nicht scheuen müssen, hat natürlich auch Auswirkungen auf die Besucherzahl. In der Hauptsaison kann es zu Engpässen bei den Übernachtungsmöglichkeiten kommen. Glücklicherweise haben strenge Bauvorschriften verhindert, daß große Hotelanlagen die traditionelle Inselarchitektur überschatten. Denn auch die neu erbauten Häuser müssen Ziegeldächer vorweisen und sich harmonisch in die Umgebung eingliedern. Skiáthos verfügt über einen internationalen Flughafen und ist auch vom nahen Festland aus durch die häufigen Fährverbindungen bequem zu erreichen. Der Name des Sporaden-Eilandes kann mit „die Schattenreiche“ übersetzt werden, was sie ihren bis zu den Stränden reichenden Wäldern zu verdanken hat. Für ein angenehmes Klima sorgt der vom Norden kommende erfrischende Meltémi. Neben den Stränden und einem unterhaltsamen Nachtleben hat die Insel einige teils verlassene Klöster in abgeschiedener Idylle zu bieten, zu denen man Wanderungen unternehmen kann.

Delos: Übernachten verboten!

Delos ist ein einzigartiges Freilichtmuseum, das auf seinen 3,6 Quadratkilometern mit Zeugnissen einer 5000 Jahre alten Geschichte aufwartet. Auch hier hatte Poseidon bei der Entstehung der Insel seine Hand im Spiel. Der Meeresgott zeigte Mitleid mit Leto, der Geliebten des Zeus. Sie war schwanger und wurde daraufhin von der eifersüchtigen Hera verfolgt. Als sichere Zufluchtsstätte hob er für Leto die Insel aus dem Meer, damit sie dort Artemis und Apoll gebären konnte. Dieser alte Glaube verhalf Delos zu zahlreichen Heiligtümern, die es ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. auch zum bedeutendsten Finanz- und Kulturzentrum der Ägäis werden ließen. Heute ist die Insel unbewohnt und kann nur von Mýkonos aus mit dem Boot erreicht werden. Das Übernachten ist hier untersagt.

Ándros – mehr als nur ein Zwischenstop

Ándros, die zweitgrößte der Kykladeninseln, ist auch die fruchtbarste. Davon sieht man allerdings recht wenig, wenn man am Hafen von Gávrion anlegt. Das ist sicher auch der Grund dafür, daß vielen Urlaubern diese Insel nur als Zwischenstation auf dem Weg nach Mýkonos bekannt ist. Der Badeort Batsí ist als einziger ganz auf Tourismus eingestellt.

Zu den ausländischen Urlaubern gesellen sich am Wochenende einige Athener hinzu, die kurzzeitig dem Smog ihrer Hauptstadt entfliehen wollen. Ansonsten leben die Bewohner hier noch vielfach von der Landwirtschaft. Zwischen den rund 1000 m hohen Bergrücken liegen grüne Täler mit Zypressenhainen, Obstbäumen und im Frühjahr prächtigen Blumenwiesen.

Stadtkultur dagegen findet man in Ándros-Chóra, dem Hauptort der Insel. Er wurde meisterhaft auf einer weit ins Meer hervorspringenden Landzunge errichtet, die zu beiden Seiten von Sandbuchten umgeben ist. Das Stadtbild wird geprägt von klassizistischen Gebäuden und Häusern im Kykladenstil. Zu den zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten gehören unbedingt ein Besuch des im 14. Jahrhundert gegründeten Klosters des Zoodóchos Pigís, das auf einem Bergplateau wunderbare Blicke in die Umgebung zuläßt. Auf Ándros kann man zudem auf Schusters Rappen noch ein Stück unverfälschte Inselkultur erkunden.

Christina Pannhausen

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