Bootstouren rund um Mallorca

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Die schönsten Bootsausflüge

Bootsausflüge gibt es für jeden Geschmack. Für Unterwasserfreaks ohne Taucherlizenz – im Glasbodenboot. Für Entdecker und Robinsons – auf einsame Inseln. Und für Piraten und solche, die es werden wollen – Überraschung!

Inselhüpfen auf vorgelagerte Eilande, einsame Buchten oder einen fernen Traumstrand besuchen. Für Menschen mit eigenem Boot ist das kein Problem. Doch was machen all die anderen, wenn sie einmal "Urlaub vom Urlaub" machen möchten?

Eine lange Tour im heißen Mietauto ist im Hochsommer keine angenehme Vorstellung. Außerdem sind die meisten ruhigeren Fleckchen auf Mallorca gar nicht so einfach zu erreichen. Zum Glück gibt es während der Hauptsaison eine ganze Reihe von Ausflugsmöglichkeiten mit dem Boot. In den größeren Buchten kann man versteckte Strände erreichen, oder mit dem Glasbodenboot an der Küste entlangschippern. Außerdem gibt es einige Ausflugsziele, die inzwischen wahre Klassiker geworden sind.

Fünf klassische Bootstouren

Zur Felseninsel Sa Dragonera
Nur ca. 700 Meter trennen die "Dracheninsel" vom Festland an der Südwestspitze Mallorcas. Dennoch ist die Strecke zu weit und zu gefährlich zum Schwimmen. Vor allem wenn die See ein wenig rauher ist, benötigt ein Boot von Sant Elm aus 20 Minuten oder mehr bis zum kleinen Naturhafen von Sa Dragonera.

Die 22 Quadratkilometer große Insel scheint von Sant Elm aus zum Greifen nahe. Wer sie von hier aus erblickt, versteht ihren Namen: wie ein schlafender Drache liegt die Insel im Wasser. Sie ist etwa 4 Kilometer lang und erreicht an ihrer höchsten Stelle 310 Meter. Auf der dem Meer zugewandten Seite fallen die Felswände steil ab. In den 70er Jahren war Sa Dragonera hart umkämpft: Eine große Feriensiedlung sollte dort entstehen. Doch die balearische Umweltorganisation GOB konnte das ehrgeizige Projekt im letzten Moment verhindern. Seither steht die Insel unter Naturschutz. Einzige Bewohner sind ein "Umweltpolizist" und unzählige Eidechsen, Möwen, sowie andere Seevögel.

Vom kleinen Hafen aus lassen sich auf Dragonera drei Leuchttürme erwandern: zwei davon (am Süd- und Nordzipfel) sind noch in Betrieb. Der dritte ist nur noch eine Ruine. Er liegt zwar am höchsten, ist jedoch bei schlechtem Wetter meistens im Nebel versteckt und leistete damit den Schiffen früher keinen guten Dienst.

Zur "Ziegeninsel" Cabrera
Eine weitere naturgeschützte und sehr geschichtsträchtige Insel ist Cabrera, vor der Südküste Mallorcas gelegen. Die Hauptinsel gab dem gesamten Archipel, bestehend aus 16 kleinen und kleinsten Inselchen, den Namen.
Die Bootstour beginnt im Ferienort Colonia de Sant Jordi und dauert etwa zwei Stunden. Im Fahrpreis ist eine Führung auf der Insel mit eingeschlossen. Sie wird von Angestellten der Naturschutzbehörde geleitet, denn auf eigene Faust darf die Insel nicht erkundet werden.

Cabrera ist ein karges Eiland, das zu keiner Zeit freiwillig besiedelt wurde. Lange diente die Insel als Stützpunkt gegen anrückende Piratenflotten. Über dem Naturhafen von Cabrera erhebt sich auf steilem Fels die Ruine einer alten Burganlage, die aus dem 14. Jahrhundert stammt. Sie ist Teil des Besichtigungsprogrammes.

In den Jahren zwischen 1809 und 1813 hausten 12.000 französische Kriegsgefangene aus dem Unabhängigkeitskrieg auf der Insel. Für sie wurde Cabrera zur Hölle: Nicht einmal ein Drittel der Soldaten überlebte die Gefangenschaft. Sie starben an Hunger, Durst und Seuchen. Ein Denkmal auf der Insel erinnert an die Verstorbenen.

Heute befinden sich auf Cabrera einige Militärbaracken und ein Restaurant im Hafenbereich. Netter ist es für Ausflügler jedoch, am Strand ein ruhiges Fleckchen für ein Picknick zu suchen.

Auf dem Rückweg nach Colonia de Sant Jordi macht das Boot noch einen Abstecher zu einer "Blauen Grotte", in der auch ein Bad erlaubt ist!

Nach Sa Calobra und zum Torrent de Pareis
Die Bucht Sa Calobra (Westküste) ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Mallorca. Eine kurvenreiche Straße schlängelt sich über viele Kilometer den Berg hinunter. Zahlreiche Haarnadelkurven und Engpässe machen die Fahrt zu einem Abenteuer. Wenn man in einen "Busstau" gerät, dann dauert die Anreise ziemlich lange!

Nicht alle Urlauber wissen, dass man mit dem Boot viel bequemer nach Sa Calobra kommen kann. Startpunkt ist der Hafen von Port de Sóller. Diese Bootstour kann man auch gut mit einer sehr schönen Wanderung verbinden. Vom Mirador de Ses Barques (oberhalb von Sóller) aus läuft man durch's Balitxtal und über alte Schmugglerpfade zur Cala Tuent und weiter nach Sa Calobra.

In der Bucht selbst gibt es außer einigen Imbissbuden und Souvenirläden nicht viel zu sehen. Die eigentliche Attraktion erreicht man ca. 500 Meter weiter durch einen Fußgängertunnel: die Schlucht des Torent de Pareis. Wer festes Schuhwerk dabei hat, kann von der Seeseite her einige hundert Meter in die Schlucht hineinlaufen. Später versperren große Felsblöcke und Wassertümpel den Weg. Bis zu 400 Meter hoch ragen die Felswände zu beiden Seiten der Schlucht auf!

Wer keine Lust zum Laufen hat, kann einfach den schönen Kiesstrand am Ausgang der Schlucht für ein kühles Bad nutzen.

Zum Strand oder zum Kap Formentor
Wer seinen Urlaub im Norden Mallorcas verbringt, sollte einen Abstecher auf die Halbinsel Formentor nicht versäumen. Die meisten Ausflugsboote fahren ab Port de Pollença oder Port d'Alcúdia zum Strand des Luxushotels Formentor. Die Nobelherberge (fünf Sterne) existiert bereits seit 1929, und noch heute steigen hier besonders gern prominente Gäste ab. Lange Zeit war der Strand Privateigentum des Hotels, doch seit einigen Jahren ist er öffentlich zugänglich. Seither ist es natürlich auch vorbei mit der absoluten Ruhe und Beschaulichkeit.

Die Halbinsel Formentor ist landschaftlich äußerst reizvoll. Die schroffe Felsküste bietet atemberaubende Ausblicke auf das tiefblaue Meer. Am nördlichsten Ende Mallorcas, am Kap Formentor, befinden sich eine Aussichtsterrasse und ein Leuchtturm. Die Straße zum Kap ist schmal und stark frequentiert. Von Port de Pollença aus verkehrt jedoch im Sommer einmal täglich ein Boot hin und zurück. Eine gute Alternative für Urlauber ohne Mietwagen – oder für Genießer.

Mit dem U-Boot Nemo zum Meeresgrund
Ein Erlebnis ganz anderer Art erwartet die Besucher im "Nemo-Center" von Magaluf (westliche Bahía de Palma). Dahinter verbirgt sich nämlich eine waschechte U-Boot-Station!

Zunächst bekommt man im Nemo-Center von Magaluf einen Einführungsvortrag über technische Details. Dann wird man mit dem Boot zum Liegeplatz von "Nemo" gebracht. Der eigentliche Tauchgang dauert 45 Minuten. Man erhält einen schönen Einblick in die Flora und Fauna des Mittelmeeres und zusätzlich wird eine Tauchshow geboten. Nach dem Abenteuer darf jeder Teilnehmer ein "Zertifikat" mit nach Hause nehmen.

Die Darbietung ist gut und professionell, aber wenn die ganze Familie daran teilnehmen möchte, wird es ein teures Vergnügen!

Extra: Durch die Buchten
Im Süden und Norden Mallorcas finden sich die großen, kilometerlangen Buchten der Insel. Dort ist auch der Bootsverkehr sehr gut ausgebaut. In der Bucht von Palma (Bahía de Palma) können einige schöne Badestrände am schnellsten und problemlosesten mit dem Schiff erreicht werden. Auch von Port d'Alcúdia aus starten "normale" Boote und Glasbodenboote zu den anderen Ferienorten entlang der Bucht.

An der Ostküste Mallorcas reihen sich die kleineren "Calas" (Badebuchten) aneinander. Manche sind mit dem Boot einfacher und schneller zu erreichen, als mit dem Auto. Diese Orte haben oft den Vorteil, dass sie nicht sehr überlaufen sind, weil es dort gar keine Unterkunftsmöglichkeiten gibt.

 

Einige empfehlenswerte Bootstouren:

Bahía de Palma

  • Von Palma aus rund um die Bucht
  • Palma - Portals Vells - Cala Figuera
  • Palma - Sant Elm oder Camp de Mar

Nordküste

  • Von Port d'Alcúdia aus durch die Bucht
  • Von Port de Pollença aus durch die Bucht

Ostküste

  • Cala Ratjada - Canyamel
  • Cala Millor - Porto Cristo (Drachenhöhlen)
  • Cala d'Or - Cala Llombards

"Alles klar zum Entern": Piratenfahrten
Besonders für Familien mit Kindern interessant: eine Piratenfahrt zu einem entlegenen Strand. Die Ausflugsboote schippern beispielsweise an geheimnisvollen Höhlen vorbei. Am Ziel angekommen, wird man von "echten" Seeräubern mit einem mallorquinischen Essen bewirtet. Für die Erwachsenen gibt's Sangria und für Kinder Saft. Dazu wird eine Musik-, Gesang- und Tanzshow dargeboten.

 

Tipp!
Die Abfahrtszeiten der Boote ändern sich häufig und hängen auch stark vom Wetter ab. Deshalb sollte man sich nicht blind auf die aktuellen Zeiten aus den Touristenbüros verlassen. Es empfiehlt sich, vor jeder geplanten Tour entweder direkt bei der Anlegestelle nachzufragen, oder die angegebenen Info-Telefone zu nutzen.

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