Panama - Inseln à la Robinson laden zum Entdecken ein

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Traumhafte Kulisse von Strand und MeerOh,wie schön ist Panama!

Inseln à la Robinson laden zum Entdecken ein

Kaum einer kennt sie. Die ganz im Nordwesten Panamas gelegene kleine Inselgruppe Bocas del Toro. Wer sich die Zeit nimmt, das schon beinah in Vergessenheit geratene Archipel zu entdecken, erlebt Inselleben in seiner gesamten karibischen Vielfalt

 

Karte von Panama und Umgebung

Insel des Kolumbus

Schon Christoph Kolumbus war von der eigentümlichen Lagunenlandschaft beeindruckt, die er auf seiner letzten Reise im Jahre 1502 ansteuerte. „Wie auf einer Straße fuhren die Schiffe zwischen den Inselchen”, heißt es in einem zeitgenössischen Bericht, „und die Segel und Taue berührten die Zweige der Bäume”. Kolumbus zu Ehren nannte man die Bucht und heutige Hafenstadt im Westteil des Areals Almirante (= „Admiral”). Und die größte des aus vier Haupt- und mehreren kleineren Inseln bestehenden Archipels von Bocas del Toro trägt ebenfalls seinen Namen. Isla Colón heißt auf deutsch „Kolumbus-Insel”. Daß der auf ein Stiermaul bezogene Name der Inselgruppe selbst auch auf Kolumbus zurückgeht, der womöglich eine entsprechend aussehende Felsformation erspäht hatte, halten Historiker für recht unwahrscheinlich. Eher wohl war ein Kazike namens Boka Toro, der im 17. Jahrhundert auf den Inseln lebte, der Namensgeber. Wobei natürlich nicht auszuschließen ist, daß dieser würdige Häuptling wiederum als „stiermäulig” galt und das Ei somit vor der Henne (bzw. Kolumbus) da war.

Perfekte Symbiose

Obwohl spanische Entdecker mit Naturschönheiten weiß Gott nichts am Hut hatten, muß die Ausgewogenheit von Land und See – Charakteristikum des kleinen Archipels – selbst die harten Herzen der rauhbeinigen Konquistadoren berührt haben. Eine schaumweiße Brandungsborte grenzt die Inselgruppe mit ihren Korallenriffen zur offenen Karibik hin ab. Hellsandige SträndePalmenbestandene hellsandige Strände säumen die Küsten der Inseln, palmenbestanden und großenteils menschenleer, säumen die Küsten, deren grüner Vegetationsgürtel sich im Innern der Eilande zumeist in dichten Urwäldern fortsetzt. Auf ihren dem Festland zugekehrten Seiten sind die Inseln fast ausnahmslos mit ausgedehnten Mangrovendickichten bedeckt, die zum Teil riesigen Flößen ähneln und eine reiche Tierwelt aufzuweisen haben. Hinter diesem einzigartigen Panorama erheben sich auf dem Festland tiefgrün die über 3000 m hohen Berge der Sierra de Talamanca und runden das Bild zur Perfektion ab. Wenn man’s recht bedenkt, stellt sich der Archipel von Bocas del Toro eigentlich immer noch so urig dar wie zu Kolumbus’ Zeiten. Und hinter der Moderne hinken die Eilande auch weiterhin her. Die Insulaner beschweren sich, lange von der Zentralregierung in Panama vernachlässigt, ja geradezu vergessen worden zu sein. Der Besucher des Archipels wird bestimmt nichts gegen ein paar angenehme Anachronismen einzuwenden haben. Sie nämlich machen den Charme der Inseln aus.

Hauptstadt Bocas

Die Hauptinsel mit Flugplatz und Sitz der Provinzregierung ist die Isla Colón, und dort wiederum gilt der Ort Bocas del Toro als „Hauptstadt”, die man zwecks Vermeidung von Verwechslungen nur kurz Bocas nennt. Das Städtchen ist mangels größerer Attraktionen eigentlich nur der Verteiler für weitere Ziele auf der Insel selbst und andernorts im Archipel. Hier kommen auch die zwei vergammelten Fähren vom Festland an, die angeblich von Russen gekapert und in diese abgelegene Weltecke verbracht worden sind. Das stimmt so nicht, aber die Schiffe sind tatsächlich in Rußland gebaut und werden von Ukrainern gesteuert. Sogar die Beschriftungen der Kabinentüren sind weiterhin in kyrillischer Sprache. Wie lange die uralten Pötte noch verkehren werden, ist allerdings die Frage; eines nicht so fernen Tages dürften sie auseinanderfallen.

Insulare Einsamkeit

eine InselbewohnerinZentral im Archipel liegt die Insel Bastimentos, in deren Mittelteil bis zum südlicher gelegenen Cayo Zapatillo („kleiner Schuh“) die Regierung von Panama ein Naturschutzgebiet bescheidener Dimension geschaffen hat, das jedoch voller faszinierender Fauna und Flora steckt. Auch außerhalb dieser Schutzzone ist Bastimentos zweifellos das schönste und interessanteste Eiland des Archipels, voller Pflanzen, tropischer Obstbäume und sattgrüner Urwälder. Es gibt lediglich ein Dörfchen, Bocas gegenüber gelegen und fast ausschließlich von schwarzen Kariben bewohnt. Auf Bastimentos kann man nur zu Fuß gehen – 500 Meter durchs Dorf und über einen 2 km langen Dschungelpfad zur Karibikküste mit einer der schönsten Strandbuchten Mittelamerikas. Eben weil dieser Strand so abgelegen ist, läßt sich auf ihm in insularer Einsamkeit schwelgen, es sei denn, eine Gruppe amerikanischer Surfer tritt in Erscheinung, für die die Insel als „Geheimtip” gilt. Aber störend sind die sportlichen jungen Leute kaum; so völlig allein an diesem Strand zu sein, ist ohnehin nicht empfehlenswert, denn in der Bucht herrschen starke Strömungen vor, die Schwimmern durchaus gefährlich werden können.Wer auf Bastimentos anlandet, wird gleich am Anleger mit deutschen Lauten begrüßt. Ina und Tom haben sich hier angesiedelt, vermieten direkt über dem Wasser gelegene „Cabinas” (fast das ganze Dorf steht auf Stelzen in der Bucht) oder ihre am Rande des Dschungels gelegene Klause „Banana View”. Sie arrangieren auch schon mal eine Privatunterkunft, wenn die eigenen Betten belegt sind. Die meisten Dörfler in Bastimentos stellen Zimmer zur Verfügung, die nicht teuer und oft inkusive Vollpension sind, wobei man einen interessanten Mix aus afrikanischer und karibischer Küche kennenlernen kann. Die Kommunikation ist wenig problematisch, denn die schwarzen Insulaner stammen überwiegend aus den einstigen englischen Kolonien in der Karibik und haben die Sprache der alten Heimat beibehalten, wenn auch stark „kreolisiert” und beim ersten Hinhören schwer verständlich. Mit Tom kann man übrigens auf Survivaltour gehen oder an Bootsexpeditionen teilnehmen, sattes Erleben garantiert. Faszinierende Abenteuerziele: die Inselgruppe Bocas del Toro

Faszinierende Abenteuerziele

Die anderen Inseln des Archipels – Isla Cristóbal, Isla Popa und ein paar kleine Cays – haben keine direkten Verbindungen mit dem Festland oder untereinander und sind auch nur dünn oder gar nicht besiedelt. Entsprechend heil ist die Natur in ihrem Umfeld und macht diese abgeschiedenen Eilande zu faszinierenden Abenteuerzielen. Man muß sich ein wenig aufs Improvisieren verstehen, wenn man hier ein Island Hopping veranstalten möchte. Und man sollte seinen Bootsmann nie gänzlich im voraus entlohnen. Dann kommt er vielleicht nie wieder, und man sitzt da als Robinson und wartet auf den Freitag.Roland Hanewald

Fernweh-Info Panama

So kommt man nach Bocas del Toro
Ein kleiner Provinzflugplatz in Bocas hat Verbindungen mit Panama City und David. Die bewußten Autofähren verkehren zwischen Almirante, Bocas und Chiriqui Grande, allerdings recht unregelmäßig (nicht täglich). Vorzugsweise bedient man sich kleiner Wassertaxis, die weitaus schneller und verläßlicher, aber um einiges teurer sind. Auch die Hauptinseln untereinander erreicht man per Wassertaxi. Almirante hat keine Straßenanbindung mit dem panamaischen Binnenland, sondern nur (via Changuinola und Sixaola) mit Costa Rica; Chiriqui Grande ist über eine gute Straße (die einzige) mit dem 92 km entfernten David verbunden. Außerdem beginnt in diesem Ort eine bis zur Pazifikküste verlaufende Erdölpipeline, die man jedoch nicht entlangwandern kann (was der Autor gern getan hätte), denn sie ist durchweg tief vergraben.

Einreisebestimmungen
Bei einem Aufenthalt von bis zu 3 Monaten braucht man einen Reisepaß, der bei der Ankunft noch mindestens 6 Monate gültig sein muß. Außerdem muß man die erforderlichen Rück- oder Weiterreise-Fahrkarten sowie ausreichend Geldmittel nachweisen können.

Beste Reisezeit
Von frühestens Mitte Februar bis Ende Mai hat man einigermaßen stabiles Wetter zu erwarten, wenn der eine oder andere Schauer in einer „Eastern Wave” auch mal Nässe bringen kann.

Ärztliche Versorgung / Impfbestimmungen
Die medizinische Ausstattung ist auf dem Land sehr lückenhaft. In Panama Stadt gibt es dagegen sehr gute medizinische Einrichtungen. Ärzte und Krankenhäuser verlangen in der Regel Barzahlung. Das Geld wird zuhause zurückerstattet, sofern man eine entsprechende Auslandsreisekranken-Versicherung abgeschlossen hat.
Impfungen: Empfohlen wird eine Malaria-Prophylaxe.

Diplomatische Vertretungen
Vertretungen Panamas in deutschsprachigen Ländern:
Botschaft der Republik Panama: Lützowstraße 1, 53173 Bonn, Tel. 0228/36-1036, Fax 0228/36-3558, geöffnet mo-fr 9-16 Uhr, E-mail: panama@lg.elge.de
Botschaft Panamas in Österreich: Elisabethstraße 459, 1010 Wien, Tel. 01/5872347, Fax 01/5863080
für die Schweiz ist die Botschaft in Frankreich zuständig: 145 Av. de Souffree, 775015 Paris

Vertretungen deutschsprachiger Länder in Panama:
Deutsche Botschaft: Embajada de la República Federal de Alemania, Calle 5053, Esquina, Edeficio „Bancomer“, Piso 6, El Obarrio, P.A.: Apartado 4228, Panama 5, Tel. 637733, 641147, Fax 236664

Geld – das richtige Zahlungsmittel
Zahlungsmittel ist der Balboa (B), der sich zum US $ im Verhältnis 1:1 verhält.
1 Balboa bzw. 100 Centésimos. Der US $ wird ebenfalls als gesetzliches Zahlungsmittel angesehen.

Trinkgeld
In Restaurants sind 10 % Aufschlag üblich.
Für Taxifahrer ist Trinkgeld nicht üblich.

Öffnungszeiten
Banken: mo-fr 8-15 Uhr
Geschäfte: mo-fr 8-19 Uhr

Sprache
Offizielle Landessprache ist Spanisch. Aber mit Englisch kommt man oft problemlos durch.

Telefon
Vorwahl von Deutschland nach Panama: 00507 + entsprechende Nummer
Vorwahl von Panama nach Deutschland: 0049 + Vorwahl ohne 0
Handy-Besitzer aus Deutschland sind schlecht bedient: Zur Zeit sind Teilnehmer der Systeme D1, D2 und E-plus in Panama nicht erreichbar.

Informationen
erhält man bei Instituto Panameno de Turismo, Centro de Convenciones Altapapa, Apartado Postale 44 21, Via Israel , Panama City 5, Tel: 00507/226 70 00 + 226 31 67, Fax: 00507/226 34 83, www.ipat.gob.pa

 

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