Spanien: La Rioja, Paradies für Weinliebhaber am Jakobsweg

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La Rioja ist ein Paradies für Genießer

Wo Spaniens berühmter Wein gedeiht <br> Foto: uschi dreilucker Pixelio

Malerische Landschaft, Station am Jakobsweg, Mekka für Weinliebhaber

Rioja ist die Region des Weins und des guten Essens. Aber die nordspanische Provinz hat auch zahlreiche kulturelle Schätze zu bieten.

Es ist 29. Juli, der Tag des San Pedro. Die Sonne steht hoch am Himmel, doch noch ist es angenehm kühl. Eine lange Prozession zieht durch die Straßen der Stadt, angeführt von einem Mann auf einem Pferd. Alle tragen die gleiche Kleidung: weiße T-Shirts und rote Schals. In ihren Händen halten sie Kanister, Flaschen und Wasserpistolen, gefüllt mit Wein. An den Klippen angekommen, bleibt die Menge stehen. Ein Pfiff ertönt. Plötzlich beginnen die Menschen, mit Wein um sich zu spritzen. Das ausgelassene Treiben hält so lange an, bis auch das letzte T-Shirt weinrot gefärbt ist.

Kurioses Fest: die „Batailla de Vino“

Jedes Jahr findet im spanischen Haro die sogenannte „Batailla de Vino“ (dt.: „Weinschlacht“) statt. Angeführt vom Bürgermeister, ziehen die Menschen frühmorgens durch Haro bis zu den Klippen von Bilibio. Mittags geht es dann zurück in die Stadt, wo auf dem Plaza de la Paz ausgelassen gefeiert wird. Stierkämpfe inklusive.

Ein Paradies für Weinkenner und Feinschmecker ist La Rioja im Norden Spaniens<br>Foto: Turespaña

Haro liegt im Herzen des Weinbaugebiets Rioja, einer Provinz im Norden Spaniens, die berühmt ist für ihren Wein. Zwei Hauptfaktoren machen aus Rioja eines der wichtigsten Weinbaugebiete Europas: zum einen das kontinentale und trockene Klima, zum anderen der fruchtbare Boden, der durch das Iberische Gebirge geschützt und von den Flüssen Ebro und Oja gespeist wird.

Für Weinkenner und Feinschmecker ist die Provinz ein „Muss“.
Exquisite Weine und zarte Lammfleischgerichte mit Gemüse aus der Region stehen hier auf der Speisekarte.

Rioja ist Idylle pur. Berglandschaften, satte grüne Ebenen, der Duft von Thymian und Rosmarin liegt in der Luft, und in der Ferne zeichnet sich der Gipfel des Monte San Lorenzo ab.

Rioja ist Idylle pur– Berglandschaften, satte grüne Ebenen, der Duft von Thymian und Rosmarin liegt in der Luft <br> Foto: Turespaña

Logroño: Hauptstadt und Pilgerort

Rioja war schon immer ein attraktives Stück Erde. Im Laufe der Geschichte stand es mehrfach unter fremder Herrschaft und war damit auch den unterschiedlichsten kulturellen Einflüssen ausgesetzt. Dies macht die Region zusätzlich sehenswert.

Beginnen wir mit Logroño, kulturelles Zentrum und Hauptstadt der Provinz. Inmitten der 250.000 Einwohner-Stadt befindet sich die barocke Kirche Santa María la Redona, die von historischen Häusern umgeben ist. Der Gebäudekomplex aus dem 16. Jahrhundert umfasst zahlreiche Kapellen und Grabstätten. Auch der Palast Espartero mit dem Museo de la Rioja, das Gemälde und Skulpturen aus dem 12. bis 19. Jahrhundert zeigt, ist einen Besuch wert.

Mittags lohnt es sich, die Callel del Laurel entlang zu spazieren, eine Straße, in der sich viele kleine Tapas-Restaurants aneinanderreihen. Hier sollen die besten Pinchos und Tapas Nordspaniens serviert werden.

Auf dem Jakobsweg zieht es viele Menschen in die Region<br>Foto: Turespaña

Rioja ist eng mit dem Jakobsweg verbunden. Logroño zum Beispiel ist eine wichtige Station am Jakobsweg. Zahlreiche Pilger überqueren auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela die steinerne Brücke, die den Fluss Ebro in Logroño überspannt. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, dem Ort San Millán de la Cogolla einen Besuch abzustatten. Hier sollte man sich die beiden Klöster San Millán de Suso und San Millán de Yuso anschauen. Ersteres gilt als Entstehungsort der ersten Worte und Gedichte in spanischer Sprache, und letzteres ist berühmt für seine wertvolle Bibliothek, die bedeutendste bibliophile Sammlung Spaniens.

Auf dem Jakobsweg führt kein Weg an der Stadt Navarra vorbei, die für Rioja von großer historischer Bedeutung ist. Unter der Herrschaft von König Sancho wurde einst der Jakobsweg dorthin umgeleitet. Die Gläubigen strömen fortan in die Kirche Santa María del Real. Das aus dem 11. Jahrhundert stammende Bauwerk ist die Grabstätte vieler Herrscher und überzeugt mit seinem hübschen Kreuzgang.

Kulturschätze erinnern an das historische Erbe der spanischen Provinz<br>Foto: Turespaña

Man muss nicht unbedingt Pilger sein, um nach Rioja zu kommen. Auch für Sportler hat die Region ein breites Spektrum an Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Die zahlreichen Gebirge machen Rioja zu einem beliebten Wintersportgebiet und Abenteuer-Ort für Bergsteiger, die hier 2.000 m hohe Gipfel bezwingen können. An den Flüssen und dem Gonzáles Locasa Stausee findet man viele Wassersportangebote.

Jota tanzen zum Kastagnetten-Klang

Ein weiterer Grund, Rioja zu besuchen, sind die zahlreichen Feste und Umzüge, die von den herzlichen und gastfreundlichen Bewohnern der Region veranstaltet werden. Von Stierkämpfen bis zu Gedichts-Wettbewerben gibt es immer einen Grund zum Feiern. Bei reichlich Wein und gutem Essen tanzt man die Jota, einen von Kastagnetten begleiteten Tanz, der ein bisschen an Walzer erinnert und bei dem die jeweilige Tracht der Region getragen wird.

Wer Erholung von den ausgelassenen Festen sucht, kann es sich im Kurbad in Calahorra gut gehen lassen. Außerdem hilft das Höhenklima gegen Rheuma und Knochenverletzungen.


Flüsse schlängeln sich durch die satten grünen Ebenen und unterstützen die Fruchtbarkeit des Bodens<br>Foto: Turespaña

Was macht Rioja also zu einem interessanten Ort? Seine malerische Landschaft? Seine bemerkenswerten Kulturschätze oder doch etwa der Wein?
Diese Frage darf jeder für sich selbst beantworten. Zum Glück ist Rioja noch nicht zu einer Touristenhochburg geworden. Besucher können die Provinz im Norden Spaniens also noch in ihrer ganzen Authentizität erleben.

Alina Dietloff


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