Westaustralien

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Tauchen mit Walhaien in Westaustralien

Malerische Landschaften wie diese findet man in Westaustralien<br>(Foto: Tourism Western Australia)

In faszinierende Unterwasserwelten eintauchen, einmalige Naturphänomene sehen und auf den Spuren der Aboriginals durch das weite Land wandern

Mit einem Heißluftballon fahren, eine Band gründen, Marathon laufen, ein Buch schreiben, Bungeejumping – das sind Dinge, die viele Menschen in ihrem Leben einmal gemacht haben wollen. Jeder hat seine eigene Liste, die sogenannte „Bucket List“. Im westaustralischen Ningaloo Reef kann man ein Abenteuer erleben, das bei vielen ganz oben auf der Liste steht: mit einem 18 m langen Walhai zu schwimmen. Das stellt alle anderen Erlebnisse in den Schatten. Die Meeresgiganten sind Menschen gegenüber nicht feindlich gesinnt und dennoch kostet es einiges an Mut und Überzeugung, sich zu den Tieren ins Wasser zu wagen. Nirgendwo sonst auf der Welt sind Walhaie so zahlreich oder kommen so nah an die Küste wie am westaustralischen Ningaloo Reef. Von April bis Juni laichen die Korallen des Riffs. Die Laichplätze bieten eine ausgezeichnete Nahrungsquelle und locken Walhaie an. In diesen drei Monaten haben Abenteurer die Möglichkeit, mit den Riesenfischen zu schwimmen.

Ningaloo Reef vs. Great Barrier Reef

Mit Australien wird vor allem das Great Barrier Reef verbunden, doch das Ningaloo Reef hat seine ganz speziellen Vorzüge. Es handelt sich hierbei um ein 260 km langes Riff an der Westküste Australiens, das sich durch seine vielfältige Flora und Fauna auszeichnet. Hier trifft man auf mehr als 200 Korallenarten, 500 tropische Fischarten, Wasserschildkröten, Mantarochen, Haie, Wale und Seekühe. Keines der Tiere ist gefährlich für den Menschen. Besucher können das Riff unbesorgt erforschen, so die Aussage von Tourism Western Australia.
 
Der entscheidende Unterschied zum berühmten Great Barrier Reef liegt darin, dass Ningaloo sehr nah am Festland gelegen ist. Während man über 100 km zurücklegen muss, um zum Great Barrier Reef zu gelangen, ist das Ningaloo Reef gerade mal 100 m von der Küste entfernt und damit bequem zu erreichen.

Ozeanien beherbergt eine Vielzahl von Tierarten, die nirgendwo sonst zu finden sind<br>(Foto: Tourism Western Australia)

Urbane Metropole in der unendlichen Weite

Das Riff ist Teil Westaustraliens, der mit einer Fläche von 2,5 Millionen Quadratkilometern und 12.000 km Küste größten Region des Kontinents. Aufgrund der immensen Fläche herrschen hier verschiedene Klimazonen, von tropisch bis mediterran. Insgesamt leben in Westaustralien nur 1,8 Millionen Menschen, davon 1,3 Millionen in der Hauptstadt Perth. Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von weniger als einem Mensch pro Quadratkilometer. Westaustralien ist wiederum in fünf Regionen aufgeteilt. Da diese mit ihren verschiedenen Klimazonen zusammen etwa die Größe Westeuropas ergeben, macht es Sinn, die verschiedenen Regionen individuell zu betrachten. Das Ningaloo Reef findet man in der westlichsten Region Ozeaniens: Australia’s Coral Coast.

Australia’s Coral Coast: Riffe, Buchten und Wildblumenzeit

Wie der Name schon vermuten lässt, ist die Region bekannt für ihre Buchten und Korallenriffe. Im Osten grenzt sie an einen riesigen Gebirgszug, die Kennedy Range. Australia’s Coral Coast ist aber auch bekannt für ihre Wildblumen, die von Juli bis August hier blühen. In den beiden Regenmonaten verwandelt sich das trockene Land in ein Meer aus bunten Blüten.
Bewegt man sich von der Küste Richtung Landesinnere, findet man goldene Weizenfelder, historische Siedlungen, Felsformationen und Flussläufe, die sich durch tiefe Schluchten schlängeln.

In der Ferne lässt sich der Murchison River erkennen, der durch den Kalbarri Nationalpark fließt<br>(Foto: Tourism Western Australia)

Die vielfältige Landschaft macht zahlreiche Freizeitangebote möglich. Auf dem Murchison River, der durch die Schluchten des Kalbarri Nationalparks führt, lässt sich ausgezeichnet Boot fahren.

Im Nambug Nationalpark sieht man versteinerte Pflanzenwurzeln, die sogenannten Pinnacles, die einen seltsamen Anblick bieten, und Riesenkängurus, die bis zu zwei Meter groß werden können.

Ein einmaliges Naturphänomen: Die Pinnacles im Nambug Nationalpark (Foto: Tourism Western Australia)

Delfine füttern in der berüchtigten Shark Bay

Sehenswert ist sicherlich auch die Shark Bay, dem westlichsten Teil Australiens. Diese wird ihrem Namen jedoch keineswegs gerecht.  Das UNESCO-Weltnaturerbe ist vor allem bekannt für seine Delfine, die fast täglich bis nahe an den Strand schwimmen und gefüttert werden können. Haie kommen hier selten vor. Neben Delfinen leben in den seichten Gewässern zwischen Sandbänken mehr als 10.000 Seekühe. Hier gibt es auch den 120 km langen Shell Beach, der bis zu einer Tiefe von zehn Metern mit weißen Muscheln bedeckt ist.

Aboriginals – die Ureinwohner Australiens

Wer sich für die Geschichte des Landes interessiert, kann auf den Spuren der Aboriginals, der Ureinwohner Australiens, durch das Land wandern. Auf Entdeckungstouren stößt man auf eindrucksvolle Felsmalereien, die die Geschichte und Kultur der Ureinwohner dokumentieren.

Darren "Capes" Capewell erklärt Touristen die Aboriginalkultur<br>(Foto: Tourism Western Australia)

Nachdem die weißen Siedler die Ureinwohner jahrelang unterdrückt und misshandelt hatten, hat sich seit dem „Sorry Day“ im Jahre 1997 einiges geändert. An diesem Tag entschuldigte sich die Regierung öffentlich bei den Aboriginals für das Leid, das ihnen zugefügt wurde. Die Aboriginal-Kultur hat durch die Medien einen hohen Bekanntheitsgrad erhalten und viele Besucher des Landes wollen sich persönlich ein Bild von den Ureinwohnern machen. Aus diesem Grund bieten heute viele Aboriginals indigene Freizeitangebote, wie Kajakfahrten an, bei denen sie Einblicke in ihre Kultur gewähren.

Auf den Aboriginal-Tours lernen die Reisenden, das Land aus der Perspektive der Ureinwohner zu sehen<br>(Foto: Tourism Western Australia)

Australien liegt mittlerweile als Reiseziel sehr im Trend. Besonders Abenteurer, die ihren Urlaub nicht im Fünf-Sterne-Hotel verbringen wollen, sondern auf eigene Faust das Land erforschen, zieht es „Down Under“. Das warme Klima, eine einmalige Flora und Fauna, überwältigende Landschaften und faszinierende  Metropolen machen aus Australien zu einem attraktiven Reiseziel.
Für viele Urlauber aber ist der lange Reiseweg eine Barriere, schließlich liegt Australien von Europa aus gesehen „am anderen Ende der Erde“. Ein Flug nach Perth, in die Hauptstadt Westaustraliens, dauert von hier aus jedoch gerade mal 18 Stunden. Vergleichbar mit einer Autofahrt nach Südspanien.

Alina Dietloff

Unterwegs mit dem Auto – Praktische Tipps:

  • Wer in Australien mit dem Auto unterwegs ist, sollte stets genügend Reservebenzin und Wasser (mindestens 20 l) dabeihaben. Das Land ist sehr dünn besiedelt, im Notfall muss man lange auf Hilfe warten.
  •  Alle 200-300 km befindet sich eine Tankstelle.
  •  In Australien fährt man auf der linken Seite.
  •  Bei Dämmerung und Dunkelheit ist auf wilden Tiere zu achten.

Adressen und Links

Tourism Western Australia
c/o Destination Australia Partnership
Sonnenstraße 9
80331 München
Tel.: +49 (0) 89 236621811
Fax: +49 (0) 89 23662199
www.westernaustralia.com

www.waitoc.com

www.australiascoralcoast.com
www.australien-info.de/wa
www.ocenanecoadventures.com.au
www.wildflowerswa.com

Darren ‘Capes’ Capewell

Darren ‘Capes’ Capewell ist ein Reiseanbieter der besonderen Art. Mit unheimlich viel Engagement erklärt er Touristen auf seinen Exkursionen den Spirit der Aboriginals von Westaustralien.

Infos:
Darren ‘Capes’ Capewell
Wula Guda Nyinda Adventures

Tel. Mobile: 0429 708 847
www.wulaguda.com.au
wulaguda@hotmail.com

Western Australian Indigenous Tourism Operators Committee (WAITOC) heißt die unabhängige Organisation für Tourismus der australischen Ureinwohner in Westaustralien (Aboriginies)

http://www.waitoc.com

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