Kanada: Yukon Territory

Anzeige

Yukon Territory

An der Grenze Alaskas

Einsame Weiten empfangen den Besucher im Yukon Territory. Drei Highways und zwei romantische Schotterpisten durchkreuzen die Region. Früher steckten Goldsucher hier ihre Claims ab - der Besuch alter Geisterstädte und verlassener Minen lässt vergangene Zeiten lebendig werden

Die Geschichten von Jack London rum Goldfunde am Klondike River sind Legende. Verlassene Häuser und Saloons in Geisterstädten erinnern noch heute an diese Zeit. Der besondere Reiz des Yukon Territory liegt in der Naturbelassenheit der Landschaft: Wildnis im Überfluss. Endlos die nordischen Urwälder, intakte Flüsse, überall die Gipfel der Rocky Mountains mit einem kaum beeinträchtigten Tierbestand. Das alles ist bequem erreichbar über den voll asphaltierten Alaska bzw. Klondike Highway. Das Yukon Territory grenzt unmittelbar an Alaska und ist mit 482.000 qkm Fläche etwas größer als Deutschland. Aber statt vergleichsweise 80 Millionen Menschen leben hier nur 25.000 Einwohner, die sich um die Landeshauptstadt Whitehorse konzentrieren. Der Rest des Landes ist so gut wie menschenleer.
Drei Überlandstraßen (Highways) führen durch die Region: Alaska, Klondike und Campbell Highway. Die Nahanni Range Road (Highway 10 nach Tungsten) und die Canol Road (Highway 6) sind im Verfall begriffen. Es gibt dort keine Bergwerke mehr, daher werden die Highways nicht mehr gewartet. Als letzte der romantischen Schotterpisten in die Wildnis bestehen nur noch der Dempster Highway nach Inuvik und die kurze Strecke des Top-of-the-World-Highways nach Süden. Beide beginnen bei Dawson City.

Legendärer Alaska Highway

Der Alaska Highway von Dawson Creek (British Columbia) nach Fairbanks (Alaska) führt auf dem Gebiet des Yukon Territory über mehrere kleinere Pässe, vorbei an Gebirgstälern mit eindrucksvoller Szenerie, Wäldern und Seen. Über 50 km führt der Highway zunächst am Ufer des Teslin entlang. Am Ende des Sees erlaubt die Schotterpiste der South Canol Road bei Johnson’s Crossing einen Abstecher nach Norden in nahezu unberührte Wildnis. Wie lange noch, weiß jedoch niemand zu sagen: Die Fahrbahn wird nicht mehr gewartet und verfällt. Da tröste man sich in der Raststätte mit einer der Landesspezialitäten: Cinnamon Bun (ein lockeres Hefe-Zimt-Rosinen-Staubzuckergebäck). Bei der nächsten Raststätte, „Cristal Palace“ bei Jokes Corner, erlaubt die Schotterstraße des kurzen (55 km) Highways Nr. 8, den Rundkurs um eine Fahrt nach Carcross zu erweitern.

Carcross – Wüste und Seen

Carcross nahm seinen Ursprung als Station an den Gleisen der seit 1982 stillgelegten Yukon-Eisenbahn. Aus jener Zeit stammen die sehr beachtenswerten Baudenkmäler: Bahndepot, Westernkaufladen, Hotel, Brücken- und Kaianlagen. Interessant ist das alte Eisenbahndepot (geöffnet Mai bis September), Tel. 0867/821-4431. Früher gab es hier auch einen Heckraddampfer, der allerdings einem Brandanschlag zum Opfer fiel. Rings um das Dorf liegen die pittoresken großen Seen, Quellwasser des Yukon und einst Zugangswege zum Gold: Tagish Lake, Windy Arm, Lake Bennet usw. Keinesfalls versäumen sollte man die nördlich am Klondike Highway gelegene Carcross Desert, eine kleine Wüste mit echten Sanddünen und Wüstenflora.
Hinter Carcross und seiner Wüste schillert als weiterer Höhepunkt der Fahrt nach Whitehorse vielfarbig der Esmerald Lake neben der Straße.

Für Besucher aus Europa immer wieder faszinierend: Das Erlebnis von Weite im Yukon Territory

Whitehorse – Hauptstadt der Wildnis

Die Landeshauptstadt Whitehorse liegt direkt am Yukon River. Die Innenstadt ist auf dem engen Schwemmlandstreifen am Fluss angelegt, gegenüber dem Hauptwohnviertel Riverdale. Am Alaska Highway liegen der International Airport und ein Dutzend kleinerer Vororte.

Whitehorse hat einiges Interessantes vorzuweisen. Am Alaska Highway liegt der (private) Botanische Garten mit einer erstaunlichen Dokumentation zur Flora der Region: Yukon Gardens. Das Gegenstück ist die Northern Splendor Reindeer Farm, am Stadtausgang nach Dawson City und bereits am Klondike Highway, Meile 10,5, gelegen. Hier wird eine kleine Spende erwartet. Oberhalb der Stadt liegt der Yukon Staudamm mit der Lachsaufstiegsleiter. Der Damm ist von Riverdale aus zugänglich. Aber nur im Juli sind dort Lachse zu beobachten. Direkt an der Yukon Brücke liegt seit 1955 der Flußdampfer „Klondike“ komplett eingerichtet im Stil der damaligen Zeit. Es wird sogar ein Film in deutscher Sprache gezeigt, der die Geschichte der Sternwheeler erzählt.

Draußen am Klondike Highway liegen 30 km vom Stadtzentrum entfernt die Takhini Hot Springs, ein Schwimmbad mit Wasser aus den heißen Quellen, Restaurant und einem breiten Freizeitangebot.

 

Touren quer durchs Territory

Nördlich von Whitehorse steht man am Scheideweg: rechts geht es auf dem Klondike Highway ins Goldland, geradeaus auf dem Alaska Highway weiter. Letzterer führt zunächst über 160 km nach Haines Junction und dem Sitz der Verwaltung des Kluane National Parks. Unterwegs passiert man linkerhand die Abzweigung (25 km) zum endlos langen Kussawa Lake; dann erreicht man das Indianerdorf Champagne (Achtung: Keine Versorgungsmöglichkeit!) und dahinter rechts die Abzweigung (30 km) zum riesigen Aishihik Lake. Beide Gewässer laden in idyllischer Abgeschiedenheit mit je zwei primitiven Campingplätzen zum Wandern und Angeln ein.

 

 

Dem aufmerksamen Beobachter bieten sich immer neue Eindrücke kanadischer Lebensart

Geisterstadt im Kluane Park

Von Haines Junction kann man in Südrichtung über die Haines Road den Kluane Park streifen. Bei Haines, am Ende der Haines Road in Alaska, lockt ein Adler-Schutzgebiet mit seinen 1000 geflügelten Bewohnern.
Auf dem Alaska Highway trifft man nach Haines Junction, noch vor dem riesigen Kluane Lake, auf eine unscheinbare Abzweigung nach rechts, die über nur 2 km in die alte Goldgräbersiedlung und heutige Ghosttown (zwei Dutzend verlassener Blockhäuser) Silver City führt. Deren im Wind klappernde Türen und quietschende glaslose Fenster darf man nicht auslassen. Links hinter der Brücke über den Slim River steht direkt am Anfang des Sees ein Informationszentrum der Park-Ranger. Entlang des Kluane Lakes läuft der Alaska Highway abwechslungsreiche 50 km dahin, immer mit Blick auf die Gipfel des Gebirges zur Linken. Am See liegen zwei kleine Siedlungen, Destruction Bay und Burwash Landing sowie einige Lodges, Restaurants und Campingplätze.
Nördlich des Kluane Lakes kreuzt der Highway auf mächtigen Brücken die kiesigen Urstromtäler des Donjek und des White River. 300 km von Haines Junction entfernt liegt der kleine Grenzort Beaver Creek mit gerade mal 125 Einwohnern, einer Indianerkirche und dem großen Westmark Inn Hotel, Motels und Kaufladen samt Benzinpumpe.
Tipp für Autofahrer: Jenseits der Grenze zum US-Bundesstaat Alaska ist das Benzin wie in allen US-Bundesstaaten günstiger als in Kanada.
Das Naturschutzgebiet des Kluane setzt sich in Alaska fort. Direkt am Highway liegt das Blockhaus des Parkzentrums. Bei Tetlin Junction, einem reinen Verkehrsknotenpunkt, der ca. 20 km vor dem Touristenzentrum Tok liegt, zweigt der Highway Nr. 5 ab, der nach Dawson City am Yukon River führt (280 km). Das ist eine Schotterstraße, eng und staubig, die durch eine paradiesische Landschaft mit herrlich weiten Blicken auf die umliegenden Berge führt.

Grandioses Panorama

Die einzige Raststätte unterwegs ist Chicken mit seiner alten Goldgräbertradition. Hier befindet sich eine Tankstelle. Überall finden sich Relikte aus Goldrauschtagen neben intensiv bearbeiteten Goldclaims.
Nach 150 km kommt dann wieder eine Weggabelung. Entweder man fährt den Highway Nr. 5 Richtung Norden weiter nach Eagle am Yukon oder biegt bei Jack Wade rechts ab, über die Grenze zurück ins Territorium und auf den Top-of-the-World-Highway. Dieser auch YT Nr. 9 genannte Highway wird seinem Namen gerecht, da er sozusagen in Berggipfelhöhe mit grandiosen Ausblicken auf Täler, Wälder, Berge und Gewässer aufwartet, bis man schließlich tief im Tal des Yukon es an der Fähre steht, die den Reisenden kostenlos über den Fluss nach Dawson City trägt.

Diese Golddredge am Yukon River ist immer noch in Betrieb

Dawson – altes Goldsuchernest

Die einstige Stadt Dawson City ist dem Goldrausch von 1898 entsprungen, der dem Fund am Bonanza Creek von 1896 folgte. Sie hatte einst über 50.000 Einwohner. Heute leben hier nur noch ca. 500 Menschen, meist Indianer vom Stamme der Han. Im Sommer allerdings strömen Tausende an diesem Ort zusammen, um das Flair des Goldsturms noch einmal aufleben zu lassen. Vieles ist aus jener Zeit geblieben: diesseits bei der Fähre die Relikte alter Flussdampfer im Schiffsfriedhof hinter dem Campingplatz, drüben sogar Jack Londons Blockhaus, der ja den Ansturm der Goldsucher so anschaulich beschrieb. Jack London ist hier ein eigenes Museum gewidmet.
Vom Midnight Dome, dem Berg über der Siedlung, auf den man mit dem Auto hinauffahren kann, hat man einen wundervollen Rundblick über Dawson City, die Flüsse und das Goldfeld am Klondike River. Im Dorf sind alte Bauten jener Zeit erhalten geblieben: Die Post, Fort Herchmer, die Hütte des Yukon Barden Robert Service, Madame Tremblay’s Laden, die alte Bank, der Steamer Keno und das windschiefe Relikt des ehemaligen Eisenwarenhandelshauses.
Dem Amüsierbedürfnis der Besucher kommt man mit Westernshows entgegen, mit den Gaslight Follies, im Palace Grand Theater und in der Diamond Tooth Gertie’s Gambling Hall, wo man auf eine zünftige Spielhölle im alten Stil trifft und auch sein Geld beim Poker, Glücksrad, Roulette oder 17 und 4 loswerden kann.
Der unerlässliche Besuch des Goldfeldes bietet vieles: die mächtige Maschine des Goldbaggers Nr. 4, die einstigen Wartungsanlagen im Bear Creek Camp und natürlich den Touch der Geschichte durch unzählige Relikte sowie Schaumaterial in den Museen. Höhepunkt ist der historische Claim, in dem man selbst das Goldwaschen versuchen kann.

Dawson City blickt auf eine alte Goldgräbertradition zurück

Ein uriger Highway

40 km südlich von Dawson City zweigt nach Nordosten der Dempster Highway ab, eine der urigsten Straßen Kanadas. Dieser Highway führt 770 km weit durch nahezu unberührte Landschaft bis Inuvik in den Northwest-Territories. Am Klondike River entlang geht die Fahrt durch dichten Urwald hinauf ins Gebirge, über die Hochfläche der Eagle Plains. Dort liegt auch die einzige Raststätte mit Benzin. Weiter geht es hinunter. Die Flüssel Peel und Mackenzie überquert man mit der Fähre.
An den Sumpf- und Buschflächen am östlichen Mackenziearm entlang gelangt man schließlich zur Inuitstadt Inuvik mit der romantischen Iglukirche.
Nahe der Straße liegen zwei Dörfer der Kutchin Indianer, Fort MacPherson mit den Gräbern der Lost Patrol der Royal Mounties und Arctic Red River. Aber sie liegen bereits in den Northwest Territories und bieten keinerlei Serviceleistungen. Im ersteren kann man wenigstens etwas zu essen kaufen.
Ab Dawson City führt der asphaltierte Klondike Highway (YT Route Nr. 2) über Carmacks 540 km zurück nach Whitehorse.
Am dichtbefahrenen Highway folgen Raststätten und Tankstellen in regelmäßigen Abständen. Einige davon liegen recht romantisch, wie z.B. das von einer jungen Schweizer Familie geführte Moose Creek Lodge und der abseits am Ufer des Yukon liegende komfortable Campingplatz Minto Resort Ltd. Zwei Indianerdörfer am Highway, jeweils an der Brücke über den Pelly und Stewart River, bieten Gelegenheit zum Einkauf.

3000 Kilometer weiter und um zahlreiche Erfahrungen reicher

Staubiger Campbell Highway

Nördlich von Carmacks, der nächsten größeren Stadt am Klondike Highway, liegen im Tal die Five Finger Rapids, die sehenswerten, einzigen Stromschnellen des Yukon River. Nicht weit davon zweigt der Campbell Highway ab. Er führt Richtung Südosten über staubige 600 km nach Watson Lake, vorbei an dem Indianerdorf Ross River.
Unterwegs gibt es nur eine Raststätte am herrlichen Little Salmon Lake. Watson Lake ist vor allem Einkaufszentrum und bietet (fast) alle Dienste. Vor allem glänzt es mit einem Unikum: dem Schilderwald neben dem Highway und dem Museum zum Highway-Bau, das zugleich das Verkehrsamt ist. Der Schilderwald ist eine allmählich gewachsene Pfostenreihe, an der Touristen mittlerweile über 10.000 Ortsschilder aus aller Welt angenagelt haben.
Wer auf dem Klondike Highway bleibt, quert zunächst den Yukon River auf jener niedrigen Brücke, die dem Schiffsverkehr ein Ende bereitete. Dahinter folgt das Indianerdorf Carmacks, benannt nach einem der Goldfeldentdecker, der einst hier wohnte. Motels, Restaurants, Kaufläden und Tankstellen sind in großer Zahl vorhanden.
Südlich von Carmacks liegt eine der einstigen Raststätten des Dawson Trails; eine guterhaltene Blockhaus-Ruine: Montague House. Die einzige Raststätte an der Straße folgt erst viel später. Die Braeburn Lodge bietet deftige Hausmannskost und vor allem sehr empfehlenswerte „Cinnamon Buns“. An einigen herrlichen Seeflächen mit Campingplätzen vorbei erreicht man dann kurz vor Whitehorse die Abzweigung zum mächtigen Lake Laberge mit Campingplatz. Der Abstecher von 5 km lohnt ebenso, wie wenig später der von 10 km nach rechts zum heißen Bad Takhini Hot Springs. Zurück in Whitehorse hat man dann einen Rundkurs von ca. 3000 km hinter sich.

 

Die Top-Nationalparks im Yukon Territory

Besuchenswert: die grandiosen Nationalparks Kanadas

Ivvavik Park

Hoch im Norden liegt der Ivvavik Park, als letzter Zipfel des Territoriums ins Eismeer ragend. Die 10.170 qkm große Region umfaßt die Barren Grounds der Tundra vor der Beaufort Sea, aus der drei Kanuflüsse nach Norden münden: Malcolm, Babbage und Firth River. Die Nordhänge der British Mountains, mit bis zu 1800 m Höhe der nördlichste Strang der Rockies, fallen im Park bis auf Meeresniveau ab. Der Ivvavik-Park ist für seinen Wildbestand berühmt: Hier ist die größte Karibuherde des Nordens zu Hause. Knapp 200.000 der Hirsche ziehen, begleitet von Wolfsrudeln und Grizzlys, durch die Talausläufer. Weiter oben, wo die Almen beginnen, grasen Dallschafe in Gruppen.
Der Parkbesucher sollte wildniserfahren und selbständig sein: Wege, Hütten oder Zeltplätze gibt es nicht. Die Anreise ist nur mit dem Buschtaxi (950 km ab Whitehorse) oder innerhalb einer Reisegruppe eines örtlichen Veranstalters möglich, und daher immer extrem teuer.
Ivvavik National Park, Inuvik NWT, XOE OTO, Tel. 0867/777-3248, Fax 0867/777-4491.

Klondike Gold Rush - National Historic Park

Auf dem Originaltrail der Goldsucher, den schon Jack London benutzt hat, kann man im Klondike Gold Rush National Historic Park auf dem Chilkoot Trail von Skagway bzw. Dyea aus ins Küstengebirge klettern und über die Wasserscheide ins Quellgebiet der Yukon River-Gewässer vorstoßen, wo einst am Lake Bennett der Wasserweg nach Dawson City weiterführte.
Das Bergwandern auf den markierten Wegen ist teilweise beschwerlich. Die 53 km lange Strecke kann in vier bis fünf Tagen bewältigt werden. Unterwegs gibt es Schutzhütten und Zeltplätze einfachster Art ohne jede Bewirtung. Der vielbegangene Pfad steht unter dauernder Aufsicht der Park Ranger und es gibt eine Menge einschränkender Auflagen, um die Natur zu schonen.

Info: P.O. Box 517
Skagway, Alaska (AK) 99840.
Infotelefon: 0907 983-2921

Naturerlebnis Kluane Nationalpark

Im Süden des Landes und an Alaska angrenzend liegt der Kluane Nationalpark mit dem größten Gletscher (über 400 qkm). Bekannt ist sein Wildreichtum, wobei Bergziegen und Dallschafe dominieren. Der Park liegt inmitten der höchsten Berge Kanadas um den Mount Logan (5962 m). Über ein Dutzend Campingplätze erlauben auf einer Strecke von 250 km das Erwandern des Gebirges bis an die Gletscher heran. Die „Camping Permit“ gibt es ab 10 Can$.

Kluane National Park
Box 5495
Haines Junction YT
YOB 1LO
Tel: 0867/634-7250 Fax: 0867/634-7208.
mailto:kluane.info@pc.gc.ca

 

 

Alle Angaben wurden von Hayit Medien und Fernweh.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Text und Fotos: Jo Bentfeld, (c) Alle Rechte vorbehalten

Bärige Begegnungen - Legenden unter die Lupe genommen

Unzählbar sind die Schwindelgeschichten über menschenfressende Tiere, seien es nun Wölfe oder Bären. Wölfe wie Bären und alle sonstigen Wildtiere sind in der Regel ungefährlich. Sie greifen praktisch nie Menschen an. Sie hören den Wanderer in der Wildnis und schlagen einen großen Bogen um ihn. Es gibt keine einzige verbürgte Geschichte über kanadische Wölfe, die je einen Menschen angefallen hätten. Zwischenfälle mit Bären gibt es schon. Jährlich fallen ein Dutzend Menschen den Bären zum Opfer: meist in den Nationalparks und weniger in der Wildnis. Gefürchtet ist einzig der Bär auf der Müllkippe am Dorfrand. Dieser hat dort seinen Fressplatz, und man darf ihm nicht in die Quere kommen.

Tipp: Wer in einem Nationalpark zeltet, sollte vorsichtshalber keine Lebensmittel im Zelt aufbewahren, sondern sie möglichst in der Astgabel eines Baumes deponieren.

Moskitos heißen drüben die Stechmücken. Von Mitte Juni bis Ende Juli treten sie besonders massiv in Erscheinung. In Kanada gibt es das hochwirksame Muskol. Dennoch sollte jeder versuchen, sich mückengerecht zu verhalten: Auf Beton, Asphalt und Kies trifft man Moskitos selten. Ebenso wenig auf offenen Wasserflächen und im prallen Sonnenlicht. Noch besser: frische Luft. Denn gegen Wind kommen Mücken nicht an. Wer aber an stillen Sommerabenden am feuchten Ufergelände angeln will, muß sich entsprechend kleiden. Weite Jacken und Hosen, am Ärmel dicht schließend, unten in Stiefel gesteckt, das Moskitonetz angezogen. Dagegen sind auch Insekten machtlos.

 

Weitere Kanada-Themen bei fernweh.de

Allgemeine Kanada-Infos

Auf das Buch klicken, um zu bestellen

Viele Tipps und Infos zu Visum und Einreise, Jobsuche und Leben in Neuseeland

133 Seiten, s/w -Fotos
Print 3-87322-276-2, 19,95 EUR
eBook PDF 3-87322-277-9, 14,99 EUR

im Hayit-Shop: ...hier

bei amazon: ...hier