Zahlung

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Geld sparen im Urlaub

Das richtige Zahlungsmittel auf Reisen

Bei der Flut an Plastikkarten hat so mancher die Übersicht verloren. Welche Karten bieten was? Oder sind auf Reisen die traditionellen Reiseschecks und eurocheques oder gar Bargeld praktischer.

Mit Umtauschkursen plagt sich so mancher Reisender. Und das obwohl EURO-Münzen einheitlich in den Kassen innerhalb der europäischen Währungs­union klimpern. Der Vorteil ist, dass man weder zeitliche Schwankungen noch Unterschiede bei den Wechselkursen hat. Diese können beim Umtausch in andere Währungen erheblich: Beim Bargeldtausch merkt man das deutlich bei dem Unterschied zwischen An- und Verkauf, den Sortenkursen der Wechselstuben. Günstiger für Reisende sind die Devisenbriefkurse, die beim elektronischen Zahlungsverkehr mit Karten in der Regel verwendet werden.

 

Mit Plastik bezahlen
Der Vorteil der Kreditkarten liegt in ihrem breiten Anwendungsspektrum: ob bargeld­lo­ser Einkauf, Automiete oder Abheben von Bargeld bei Geldautomaten und Banken. Die einzelnen Posten werden einmal im Monat abgerechnet. Die Gefahr dabei: Wenn das Guthaben nach der Abrechnung mit einem Minuszeichen ausge­wiesen ist, sind saftige Zinsen fällig. Hierzulande sind Kreditkarten von VISA und EUROCARD am häufigsten. AmericanExpress und DinersClub genießen einen etwas elitäreren Ruf; entsprechend höher sind die Gebühren, aber auch umfang­reicher die zusätzlichen Leistungen.
Kreditkarten werden in verschiedene Varianten angeboten, etwa die Gold-Versionen von VISA oder EUROCARD, die rund 130 EURO statt der 40 EURO für die Standardkarte kosten. Was wird dafür zusätzlich geboten? Der wöchentlich verfügbare Maximal­be­trag erhöht sich von 1000 (Standardversion) auf 3000 US$. Dazu kommt bei den Gold-Versionen ein umfassender Versicherungsschutz, etwa ein Schutzbrief für das Auto, Haftpflicht für das Mietauto, eine Reiserücktrittskosten- sowie Auslandsreise­unfall- und -krankenversicherung. Derartige zusätzliche Leistungen sind bei den Stan­dardversionen der Kreditkarten gegen einen geringen Aufpreis erhältlich, etwa bei den EUROCARD- und VISA-Karten der Postbank für 10 EURO pro Jahr. Die Ge­bühren für die Kreditkarten sind nicht überall einheitlich; sie schwanken vielmehr bei den verschiedenen Banken, die die Karten herausgeben.

Ein Beispiel ist die Standard-VISA-Karte, die bei der Post 40 EURO, bei der Citibank aber 60 EURO pro Jahr kostet. Einige Sparkassen wiederum bieten sie schon für 1 EURO pro Monat an. Die American-Express-Karte ist seit kurzem mit der „Blue Card“ prä­sent, wo man im ersten Jahr keine Gebühren zahlt. Die Karte bleibt danach gebüh­ren­frei, wenn man pro Jahr mehr als 6000 EURO umsetzt. Ansonsten sind moderate 60 EURO Jahresgebühr bei der „Blue Card“ fällig, verglichen mit immerhin 100 EURO für die Standard-Karte von American Express.

 

Eine halbe Million Automaten weltweit
Im Juli 1998 haben Europay und MasterCard vereinbart, alle Debitdienstleistungen unter der Marke Maestro zu vereinigen. Das heißt, dass alle Karten mit dem „Maestro”-Logo, zu denen die 60 Millionen deutschen Eurocheque- und Bank­kun­den­karten gehören, weltweit an 450.000 Geldautomaten zum Bezug von Bargeld berechtigen. Davon stehen allein in 36 europäischen Ländern 165.000 Automaten. Zu diesem „Europay”-Netzwerk gehören neben edc/Maestro und eurocheque auch die Marken Clip, Cirrus sowie Euro- und Mastercard. Wer schon genau vor der Reise wissen möchte, wo er an seinem Urlaubsort Geld „ziehen” kann, kann sich im Inter­net informieren.

Die interaktive Homepage „www.mastercard/atm.com” verrät nach Eingabe von Land und Ort, wo sich die nächsten Geldautomaten befinden, die dem „Europay”-Netz­werk angeschlossen sind.
Auch das gute alte Postsparbuch ist attraktiver geworden und kommt jetzt in Kartenform daher. Mit der neuen Postbank SparCard ist man nun nicht mehr wie beim alten Sparbuch an die Öffnungszeiten der Postämter gebunden, sondern kann an 400.000 Geldautomaten mit dem VISA PLUS-Symbol Geld ab­heben. Und das bei bis zu vier Einsätzen pro Jahr im Ausland sogar gebührenfrei. Danach wird eine Gebühr von 4-10 EURO pro Abhebung fällig. Der Vorteil: Man bekommt Geld fast überall, und dazu sind einem die Guthabenzinsen des Postsparkontos sicher. Allerdings kommt man mit der SparCard nur an höchstens 3000 EURO pro Monat heran.

 

Einige Tipps
Für Kartenbesitzer: Die Karten sollten sofort nach Empfang unterschrieben und die Geheimnummer (PIN) auswendig gelernt werden. Wenn Sie die PIN notieren wollen, sollten Sie diese weit entfernt von der Karte aufbewahren! Bei Verlust die Karte sofort sperren lassen. Daher die Notrufnummer der „Sperrstelle” notieren! Prüfen Sie außerdem die Abrechnungen anhand Ihrer Belege. Teilen Sie unerklärliche Buchungen sofort Ihrer Bank oder dem Kartenunternehmen mit. Die Regelungen sind insofern verbraucherfreundlich, als die Bank die Beweislast hat, Ihnen also den fraglichen Betrag gutschreiben muss. Wer mit der Kreditkarte Bargeld abheben möchte, zahlt oft an Geldautomaten eine geringere Gebühr als am Bankschalter, etwa bei VISA 2 % statt 3 %.
Für alle die Bargeld bevorzugen: In Ländern mit sogenannten „Weichwährungen”, die meist an den hohen Inflationsraten zu erkennen sind, tauscht man in der Regel im Zielland wesentlich günstiger als hierzulande. Also sollte man in diesem Fall mit genügend EURO oder US$ in das Land reisen, und diese nur „häppchenweise” in die Landeswährung eintauschen. Denn oft verändert sich der Kurs schon innerhalb einiger Tage zu Ungunsten der „Weichwährung”. Ein Beispiel: Die türkische Lira schwankt oft so stark, dass der Wertverlust gegenüber der EURO in nur einer Woche von 10 % keine Seltenheit ist.

Wolfgang Barelds

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