Deutschland: Zwickau – Unterwegs im Zeitsprungland

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Zwickau: Unterwegs im Zeitsprungland

Wie schön wäre es, wenn man in der Zeit reisen könnte, geht aber leider nicht. Allerdings kann man in der Zeit springen und das funktioniert an besonderen Orten in der Tourismusregion Zwickau und Umgebung in Sachsen. Überall warten Mythen, Legenden, Visionen und reale Dinge darauf entdeckt zu werden und schon ist man zurück in der Vergangenheit, sei es in Schlössern und Burgen, in den vielen Museen und Ausstellungen, in Technikwelten wo vieles entstand was heute die Welt kennt und in Zukunft prägen wird. Ein kleiner Sprung für den Touristen, die Wege sind kurz und es gibt viel mehr zu sehen, als man ahnt. Also auf in der Gegenwart, fahren nach Zwickau und springen dann durch die Zeit, erleben Erfolgsgeschichten, vielfältige Sinneseindrücke und bekommen die berühmten Aha-Erlebnisse.

Zwickau ist die Heimat des berühmten Trabanten (Foto: Wolfgang Grüner)
Trabant in Zwickau

Bergparade und Weihnachtsmarkt

Dicht gedrängt stehen viele Menschen rund um den Domhof, in den umliegenden Straßen von Zwickau und warten. Worauf? Aus der Ferne klingt Musik, eine bekannte Hymne, das „Steigerlied“:

„Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt. Und er hat sein helles Licht bei der Nacht, schon angezündt“.

Und dann kommt der Zug mit rund 400 Teilnehmern, die Bergmusiker und Bergsänger stellen sich vor den Priesterhäusern auf zur „Traditionellen Bergparade“. Jede Gruppe hat ihre eigenen farbenfrohen Uniformen und Bekleidungen, ein prächtiger Anblick, urige Typen darunter, viele tragen altertümliches Arbeitsgerät. Die Vereine nennen sich unter anderem Bergbrüderschaft Bad Schlema, Bergknapp- und Brüderschaft „Glück auf“ e.V. Frohnau/Erzgebirge oder Bergmännischer Traditionsverein Zwönitz e.V, insgesamt 16 Vereine. Höhepunkt ist dann das Bergkonzert, als Abschluss ertönt wieder das „Steigerlied“, dessen Ursprünge bis in das 16. Jahrhundert zurück reichen und als Marsch aus einem Liederbüchlein um 1700 aus Freiberg stammen. Bis zur nächsten Bergparade muss man allerdings noch bis Dezember 2016 warten, dann kann man neben der Veranstaltung auch gleich den Weihnachtsmarkt besuchen. Der gehört mit seinen Angeboten an erzgebirgischer und vogtländischer Volkskunst, Spiel- und Korbwaren, Kerzen, Christbaum- und Adventsschmuck und den regionaltypischen Leckereien zu den schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands.

Vor den Priesterhäusern wird sich aufgestellt zur „Traditionellen Bergparade” (Foto: Wolfgang Grüner)
Traditionelle Bergparade

Bergbaumuseum Oelsnitz / Erzgebirge

Was hat Zwickau mit dem Bergbau zu tun? Seit gut  800 Jahren wurden hier und in der ganzen Region Bergwerke angelegt, im Mittelalter war es der Silberbergbau, dann später das „schwarze Gold“, die Steinkohle. Tatsächlich gab es in der Stadt selbst von 1859 bis 1967 Bergbauaktivitäten, heute steht auf dem ehemaligen Gelände des Steinkohlenverarbeitungswerkes Schedewitz ein Einkaufscenter.

Die Zwillingsdampffördermaschine ist das Herzstück des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge (Foto: Wolfgang Grüner)
Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge

Mehr über den Bergbau in der Gegend erfährt man in Oelsnitz im Anschauungsbergwerk „Bergbaumuseum Oelsnitz / Erzgebirge“. Von 1844 bis 1971 wurde im Kaiserin-Augusta-Schacht/Karl-Liebknecht-Schacht des Lugau-Oelsnitzer-Steinkohlereviers Steinkohle gefördert. Das Museum gibt es mit den originalen Anlagen seit 1986. Schon von weitem ist der markante 50 m hohe Förderturm zu sehen. In einer Führung geht es vom Turm hinab in das Anschauungsbergwerk in den früheren und weitgehend erhaltenen Schachtbauten, wo man historische Abbau- und Fördertechnik in Aktion erleben kann. Herzstück des Museums ist die 1800 PS starke Zwillingsdampffördermaschine mit dem großen Schwungrad, das sich seufzend, aber mächtig, in Bewegung setzt. Beim Rundgang wähnt man sich schon nach kurzer Zeit tief unten im Schacht, tatsächlich bleibt man aber immer auf der Oberfläche. Beim Gang durch die verschiedenen Stationen besteht Helmpflicht, die ist aber auch notwendig, da es manchmal niedrig und dunkel werden kann. Museumsleiter Jan Färber erklärt und demonstriert anschaulich die schwere und gefährliche Arbeit der Kumpel unter großer Hitze und hoher Lautstärke. An anderer Stelle wird gezeigt, wie der Rohstoff Steinkohle vor 300 Millionen Jahren entstanden ist, weiter geht es über die Anfänge des Abbaus der „Schwarzen Diamanten“ im Mittelalter und die Bedeutung für die Industrialisierung bis hin zum Ende der Förderung. Eine geschickt Fälschung fand hier auch statt, am 13.10.1948 förderte der Bergarbeiter Adolf Hennecke statt der üblichen 6,3 Kubikmeter (Hauer-Norm) in einer gut vorbereiteten Schicht 24,4 Kubikmeter Kohle, der Beginn der Aktivisten-Bewegung, beliebt hat er sich damit bei seinen Kumpeln aber nicht gemacht. Nach so vielen Erlebnissen gibt es eine Stärkung unter Tage, in Form einer urigen Bergmannsvesper „Schwarze Pause", wenn man sich denn vorher dazu angemeldet hat. Getreu dem Spruch:

"Rostig wird die Grubenschiene, wenn kein Hunt darüber saust, frostig wird des Bergmanns Miene, wenn er ab und zu nicht schmaust".

Es gibt traditionelle Brotbeutel, eine mit einem Wurstsortiment gefüllte „Bemmbichs“ oder auch mal Klöße mit Sauerkraut und Schweinebraten, je nach Wunsch. Dazu schmecken „Deputatbier“ und der "Kumpeltod", ein Bergmannsschnaps. Und auch der kommt im „Steigerlied“ vor:

„Wir Bergleut‘ sein kreuzbrave Leut‘, denn wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht und saufen Schnaps und saufen Schnaps“.

Holz wird Kunst

In den Bergwerken wurde viel Holz gebraucht, vielleicht war das der Grund, sich auch künstlerisch damit zu befassen. Das kann man im „Daetz-Centrum“ im Schlosspalais der kleinen Stadt Lichtenstein erleben. Eröffnet  wurde es im Jahr 2001, der frühere Manager Peter Daetz und seine Ehefrau Marlene haben hier ihre Sammlung von Holzkunst-Exponaten eingebracht, die sie während Tätigkeiten in der ganzen Welt zusammenstellten. Was erwartet den Besucher im weltweit einzigen Zentrum für Holzbildhauerkunst? Mehr als 550 Skulpturen, Masken, Möbel, Kultgegenstände und weitere einmalige Arbeiten von höchster künstlerischer und handwerklicher Qualität, die ansprechend präsentiert werden. Dazu gibt es wechselnde Sonderausstellungen, besondere Rahmenprogramme und spezielle Themenführungen von Herrn Daetz persönlich. Zu jedem Kunstwerk gibt es eine persönliche Geschichte, da vergehen schon mal leicht ein paar Stunden. So erfährt man, das es in der Ausstellung Arbeiten aus 66 verschiedenen Holzarten und Gegenständen aus anderen Materialien gibt. Die Exponate zeugen dabei von einer Balance zwischen Moderne und Tradition, eben auch Zeitsprünge. Ähnliches gibt es vielleicht nur noch im Landschaftspark Okoliza im Dorf Katun in Sibirien, dort allerdings unter freiem Himmel.

Feine Schlösser in Waldenburg und Glauchau

Holz war durch alle Zeiten ein wichtiger Rohstoff, den man auch brauchte um ein Schloss zu errichten. Besonders schön sieht man das im Residenzschloss Waldenburg in der Eingangs-Treppenhalle und in anderen Räumen. Das sah die Filmbranche auch so, vielen Filmen diente das Schloss als Kulisse, so dem Hollywood-Streifen „Grand Budapest Hotel“, dem deutschen Tatort „Quartett in Leipzig“, „Friedrich – ein deutscher König“ oder „Terra X“. Ursprung war eine Burg aus dem Jahre 1165, immer wieder wurde die Anlage um- und überbaut. Seine heutige Form erhielt das ehemalige Residenzschloss der Fürsten von Schönburg – Waldenburg und eines der jüngsten Schlösser Deutschlands in den Jahren 1855 bis 1912. Hochmodern zu seiner Zeit, vollständig elektrifiziert, es gab Telefon, eine zentrale Dampfheizung, Warmwasseranlage, komplexe Be- und Entlüftung, Speiseaufzug, separate Löschwasserleitung und eine zentrale Staubsaugeranlage. Von 1948 bis 1998 wurde das Schloss als medizinische Einrichtung genutzt, dadurch blieb ein Großteil der luxuriösen Innenausstattung nahezu unverändert erhalten. Kunsthistorisch besonders wertvoll sind die in Originalausstattung erhaltenen Festsäle, Blauer und Gelber Saal, Bibliothek, Chinesisches Zimmer, Gobelin- und Spiegelzimmer sowie Vestibül. Die Außenanlagen mit gutem Blick über die Gegend sind auch einen Besuch wert. Und falls sie das Tourismusamt der Region Zwickau suchen, hier im Haus finden sie es.

Schauplatz vieler Filme – das Residenzschloss Waldenburg (Foto: Wolfgang Grüner)
Residenzschloss Waldenburg

Auch in Glauchau finden sich reichlich Kunst und Kultur in den Schlössern von „Forderglauchau“ (ja! mit „F“) und „Hinterglauchau“. Die zum Hochadel zählenden Herren von Schönburg errichteten gegen Ende des 12. Jahrhunderts am Rand des Muldentals eine Burg als Zentrum ihrer neuen Herrschaft in Glauchau. Dreihundert Jahre später wurde dieser Wehrbau zu einem spätgotischen Wohnschloss umgebaut. Räumlichkeiten wie der Festsaal und die Schlosskapelle gehen ebenfalls auf diese Zeit zurück.  Besonders interessant: Das Museum im Schloss Hinterglauchau. Es gehört zu den ältesten seiner Art in Sachsen und wurde bereits 1884 gegründet. Es präsentiert mehrere Sammlungskomplexe, darunter Gemälde, sakrale Skulpturen, Möbel und Kunsthandwerk und die Glauchauer Stadt- und Schlossgeschichte. Ein weiterer Ausstellungskomplex widmet sich der bildenden Kunst mit Grafik, Malerei und Plastik. Da der berühmte Renaissancegelehrte Georgius Agricola (1494–1555), als „Vater der Mineralogie“ bekannt geworden, in Glauchau geboren wurde, widmet sich eine spezielle Kabinettsausstellung seinem Leben und Werk. Eine Mineraliensammlung ergänzt diesen Bereich. Schlossverwalter Thorsten Dahlberg kündigt an: „Demnächst bauen wir die alten Gefängniszellen aus. Hier werden wir mehrere modern gestylte Hotelzimmer einrichten“. Schlafen im alten Gefängnis, wieder ein Zeitsprung.

Im 12. Jahrhundert als Zentrum der Herrschaft Glauchau von den Herren von Schönburg errichtet – die Schlösser Glauchau (Foto: Wolfgang Grüner)
Schloss Glauchau

Robert Schumann in Zwickau

Musik spielte in den Schlössern stets eine große Rolle, sicher wurden dort auch die Kompositionen von Robert Schumann zu Gehör gebracht. Der wurde 1810 in Zwickau geboren und verbrachte dort die ersten sieben Jahre seiner Kindheit. Der Vater Schumanns, August, wurde als Erfinder des Taschenbuchs bekannt. Die Stadt ehrt den großen Komponisten mit einem Museum am Hauptmarkt, eine Schatzkammer für Musikliebhaber. Mehr als 4000 Originalhandschriften, tausende zeitgenössische Dokumente, Drucke, Gemälde, Möbel und Original-Musikinstrumente können besichtigt werden. Auch die Gattin Schumanns, Clara Wieck, ist prominent vertreten. Interessant: In den Originalbriefen die schwierige Liebesgeschichte des Paares nachzulesen. Jedes Jahr im Juni treffen sich die Freunde seiner Musik zu einem besonderen Festival, bei dem die Musik des weltberühmten Komponisten, seiner Frau und zeitgenössischer Freunde, im Kammermusiksaal des Hauses erklingt. Da war gerade die Düsseldorfer Pianistin Frederike Möller bei der Probe von Robert Schumanns „Kinderszenen“ und Stücken aus seinem Opus 15, dazu Klavierstücken des 19. bis 21. Jahrhunderts, die auf die „Kinderszenen“ Bezug nehmen, zu hören. Ein feiner, weil unerwarteter Kunstgenuss, bei dem auch wieder durch die Zeit gesprungen wurde.

Das August-Horch-Museum

Für manchen Fan sind Motorgeräusche ein ganz besonderer Klang und der wird in diesem kraftfahrzeugtechnischen Museum, in dem Automobil- und Markengeschichte lebendig wird nicht enttäuscht. Wieder ein Sprung durch die Zeit, als hier in Zwickau die ersten Audis und Trabanten vom Band gerollt sind. August Horch gründete 1899 in Köln seine erste Automobilfirma, da er seine Ideen bei Benz nicht recht umsetzen konnte. Erst ging es nach Reichenbach im Vogtland, ab 1904 blieb er dann in Zwickau, allerdings nicht immer in seiner Firma. So wechselhaft wie die Geschichte seiner Zeit war auch das Leben des Erfinders und Konstrukteurs, der oft seiner Zeit weit voraus war, er starb 1951.Heute stehen wir staunend vor den liebevoll restaurierten Erzeugnissen vergangener Technik, die tatsächlich auch zu hören ist. Auf gut 3.000 qm stehen oft eingefügt in Kulissen der damaligen Zeit, die Prachtexemplare der Marken Horch, Wanderer, Auto Union, DKW, Sachsenring und Audi – Träume von Oldtimer-Fans zum Anfassen. Auch Motorräder, Militär- und Nutzfahrzeuge, Rennwagen und technische Ausstellungstücke sowie das Büro von August Horch komplettieren die Ausstellung. 2016 wird das Museum erweitert, Trabanten, Volkswagen und Prototypen die nie in Serie gingen, finden dann dort einen angemessenen Platz. Seit 1990 ist der Zwickauer Ortsteil Mosel Standort eines VW-Werkes, Millionen von Fahrzeugen, darunter auch Karossen der Nobel-Marke Bentley, kommen seither aus Sachsen. Übrigens genau daher, wo früher der Trabant gebaut wurde.

Im August-Horch-Museum gibt es noch viele Zeitzeugnisse des Erfinders zu entdecken (Foto: Wolfgang Grüner)
August-Horch-Museum

Die Mobile Trabant Ausstellung

Die gibt es in der Uhdestraße 11 in Zwickau und ist liebevoll und interessant gestaltet. Wer etwas über das industrielle Kulturgut Trabant erfahren will, ist hier an der richtigen Adresse – Trabant-Historie in allen Facetten. Geliebt, gehasst und meist der ganze Stolz seiner Besitzer, wurden von 1957 bis 1991 mehr als 3 Millionen Trabanten im Sachsenringwerk gebaut, Lieferzeit allerdings zeitweise bis zu 16 Jahre. Es war das erste Fahrzeug weltweit mit einer kompletten Kunststoff-beplankten Karosserie aus Duroplast, die hier entwickelt wurde. Der Pressstoff aus unter anderem Baumwollfasern, Phenolharz, Trennpapier und Talkum war praktisch unverwüstlich, auch unlackiert und konnte nicht rosten. Viele Fahrzeuge stehen in der Halle, von diversen Vor- und Nachkriegsmodellen über den Vorläufer P 70 bis hin zum letzten Model, dem Trabant 1.1.

Es gab sogar Trabanten mit Wankel- oder Elektromotor, technisch war man oft seiner Zeit voraus, allerdings verhinderte die stets schwache Wirtschaftslage der DDR eine konsequente Weiter- oder Neuentwicklung. Die meist noch fahrbereiten Autos sind nach aufsteigenden Baujahren und Bautypen thematisch geordnet und Schautafeln ergänzen Wissenswertes zu den entsprechenden Fahrzeugen. Gut in die damaligen Zeitabschnitte eingepasst, finden sich Fahrzeuge in einer Original-Tankstelle, einer Reparaturwerkstatt, als modifizierte Autos für Streitkräfte und Polizei, als Rennfahrzeuge (mit durchaus beachtlichen Erfolgen und Siegen), als Camping-Version mit dem Dachzelt „Sachsenruh“ und diverse Eigenentwicklungen privater Fahrzeughalter ein. Die Ausstellung ist ab März 2016 wieder geöffnet. Ein echtes Highlight in der Autostadt Zwickau, bei dem man dabei wieder mühelos durch die Zeit springt.

Schokoladen und Landesgrenzen

Ganz gegenwärtig muss man zwischendurch auch mal übernachten und etwas essen. Das kann man im „Romantik Hotel Schwanefeld“ in Meerane, umgeben von idyllischen Parkanlagen und imposanten alten Fabrikgebäuden. Früher zur Postkutschen-Zeit war Schwanefeld ein Dreiländereck, an dem sich drei Hoheitsbereiche berührten: das Herzogtum Sachsen-Altenburg, das Königreich Sachsen und die Schönburgische Herrschaft. Heute gibt es dort noch eine Besonderheit: Die Landesgrenze Sachsen und Thüringen geht mitten durch das Hotel, man weiß eigentlich nie genau, in welchem Bundesland man eigentlich ist, auch wenn es im Haus genau angezeigt ist. Für Schlemmer und Feinschmecker gibt es im Hotel die „Schlemmerwochenenden“.

Das Hotel Schwanefeld in Meerane liegt auf der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen (Foto: Wolfgang Grüner)
Hotel Schwanefeld in Meerane

Die „Sächsisch Thüringische Schokoladen-Manufaktur“

Und es gibt noch eine leckere Besonderheit: Direkt am Hotel befindet sich die „Sächsisch Thüringische Schokoladen-Manufaktur“ von Hotellier Andreas Barth. Schokoladen und Süßigkeiten können hier in schier unerschöpflicher Fülle genossen werden, dazu gehört auch eine eigene Konditorei. Besonders verlockend stehen auf einem großen Tisch dutzende Gläser mit Schokoladenstückchen zum Probieren und zum selbst Zusammenstellen für Zuhause. Wem das nicht genug ist, der hat die Auswahl zwischen verschiedensten Torten und Kuchen, Gebäck, feinsten Pralinen und über 40 weiteren Sorten Tafelschokoladen. Wer dann noch seine eigene, ganz individuelle Schokoladentafel kreieren will, kann diese über Nacht fertigen lassen. Zum Abtrainieren der Pfunde könnte man dann die „Steile Wand“ in Meerane rauf gehen, eine 248 m lange Straße mit 12 Prozent Steigung, dazu noch mit Kopfsteinpflaster, früher in den Zeiten der „Friedensfahrt“ bei den Rennradfahrern verhasst.

Die Priesterhäuser am Domhof in Zwickau sind ein halbes Jahrtausend alt (Foto: Wolfgang Grüner)
Die Priesterhäuser am Domhof in Zwickau

Die Priesterhäuser in Zwickau

Direkt am Domhof stehen seit 1521 die Priesterhäuser und gehören nachweislich zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern in Deutschland. Die zweigeschossigen Bauten faszinieren mit ihrer, für das Spätmittelalter typischen, Bauweise und sind heute ein Museum. Das alltägliche Leben der damaligen Menschen kann man hier hautnah erleben, auch in dem ergänzenden Neubau mit wertvollen Exponaten zur Stadt- und Kulturgeschichte – wieder ein ganz besonderer Zeitsprung.

In nur gut 50 km Umkreis um Zwickau herum mit Natur, Hügeln, Wäldern und Heidelandschaften, mit dem Erzgebirge, dem Fichtelberg, voller kultureller und technischen Highlights, mit 25 Schlössern und Burgen, 65 Museen und großer Industriegeschichte, hat das „Zeitsprungland“ eine große Auswahl an Touristenmöglichkeiten.

Text und Fotos: Wolfgang Grüner

Alle Angaben wurden von der Autor nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und von der Redaktion von Hayit Medien und Fernweh.de überprüft. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

Die Recherche wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von der Tourismusregion Zwickau e.V.

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